Der unterschätzte Kostenblock im Mittelstand: Was betriebliche Mobilität wirklich kostet

Der unterschätzte Kostenblock im Mittelstand: Was betriebliche Mobilität wirklich kostet

Betriebliche Mobilität beginnt nicht erst auf der Straße, sondern bereits bei der Planung.

Mobilitätskosten entstehen nicht nur an der Tankstelle

Die Mobilität betrifft viele Bereiche eines Unternehmens. Sie ist zum Beispiel für Lager und Einkauf wichtig, da Material, Waren und Werkzeuge zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sein müssen und durch fehlende Teile schnell zusätzliche Fahrten erforderlich werden. Die Buchhaltung muss Tankbelege, Werkstattrechnungen und weitere Fahrzeugkosten nachvollziehbar erfassen, was ohne eine gute Organisation wesentlich mehr Zeit als nötig erfordern kann.

Hier kann eine Flottenkarte dafür sorgen, dass Tankvorgänge von Anfang an übersichtlich gebündelt werden. So können Kosten gespart und Daten sinnvoll ausgewertet werden, was schnell zeigt, welches Fahrzeug wirtschaftlich ist und wo Veränderungen erforderlich sind.

Kraftstoff ist nur ein Teil der Rechnung

Die Ausgaben für Benzin und Diesel lassen sich nur begrenzt planen. Auch wenn der Preis grade hoch ist, muss das Firmenfahrzeug betankt werden. Wer den Verlauf der Preisentwicklung anhand von Daten des Statistischen Bundesamts verfolgt, bemerkt schnell, dass die Kosten insgesamt zunehmen, dabei aber deutlichen Schwankungen unterworfen sind.

Besonders bei Transportern und Servicefahrzeugen hängt der Verbrauch stark vom Einsatzprofil ab. So verursacht zum Beispiel ein Fahrzeug im Stadtverkehr andere Kosten als ein Wagen, der überwiegend auf planbaren Strecken mit weniger Verkehrsaufkommen unterwegs ist. Für die tatsächlichen Kosten ist außerdem relevant, wie effizient das Fahrzeug genutzt wird. Ein günstiger Tankvorgang bringt wenig, wenn Leerlaufzeiten, unnötige Umwege und die Auslastung des Fuhrparks nicht berücksichtigt werden.

Transporteffizienz und Ladung

Bereits im Lager entscheidet sich, wie gut die Kapazität eines Fahrzeugs genutzt werden kann. Durch sperrige Materialien, schlecht stapelbare Kisten oder unnötig große Verpackungen ist zum Beispiel ein Kleintransporter deutlich früher voll, obwohl das zulässige Gesamtgewicht noch nicht erreicht wurde. So wird die Kapazität durch eine schlechte Ladungsplanung begrenzt, was zu mehr Fahrten und damit mehr Verbrauch und mehr geleisteten Arbeitsstunden führt.

Die Daten regelmäßig prüfen

Um realistisch kalkulieren zu können, müssen die monatlichen Fahrzeugkosten sinnvoll aufgeschlüsselt werden. Relevant sind dabei unter anderem:

  • gefahrene Kilometer der einzelnen Fahrzeuge
  • Kraftstoffverbrauch
  • Ladeaufwand und -zeiten
  • Wartungs- und Reparaturkosten
  • geplante und ungeplante Standzeiten

Werden die Daten durch ein geeignetes System erfasst und regelmäßig ausgewertet, Lassen sich auffällige Entwicklungen und unnötige finanzielle Belastungen schneller erkennen. Das hat sowohl auf die Verwaltung des bestehenden Fuhrparks als auch auf Entscheidungen über Neuanschaffungen einen wichtigen Einfluss. So kann beispielsweise analysiert werden, ob wirklich weitere Fahrzeuge erforderlich sind, oder ob sich die bereits vorhandenen Kapazitäten durch eine Verringerung der Standzeiten und eine sinnvollere Routenplanung besser nutzen lassen.