Die Energiewende ist am Ende


 

NAEB 2007 am 29. MÃ?rz 2020

Mehr als 20 Jahre lang wurden Verfahren zur Erzeugung von elektrischer Energie aus Sonne und Wind mit dem Ziel erprobt, Deutschland vollstÃ?ndig mit dieser alternativen Energie zu versorgen, die angeblich nichts kostet, weil die Sonne keine Rechnung schicke. Das Ergebnis dieser Experimente ist niederschmetternd! Kein Ziel wurde erreicht: Die Stromkosten steigen fortlaufend, die Emission von Kohlenstoffdioxid (CO2) wurde kaum gesenkt und eine verlÃ?ssliche Stromversorgung ist gefÃ?hrdet. Doch die politischen Ideologen und die Profiteure wollen die Energiewende trotzdem weitertreiben. Deutschland ist auf dem Marsch zurÃ?ck ins Mittelalter.

Doppelte Stromversorgung in Deutschland
Deutschland braucht abhÃ?ngig von der Tageszeit und vom Wochentag eine Stromleistung zwischen 40.000 und 85.000 Megawatt (MW). Zum VerstÃ?ndnis: Ein GroÃ?kraftwerk leistet 1.000 MW. Nachts und zum Wochenende wird weniger Strom verbraucht als wÃ?hrend der Arbeitszeiten am Tag. Diese Leistung kann vollstÃ?ndig und nachfragegerecht von den zuverlÃ?ssigen Kern-, Kohle- und Gaskraftwerken erbracht werden, die eine Gesamtleistung von rund 100.000 MW mit einer VerfÃ?gbarkeit von mindestens 90 Prozent haben. Neue Ã?berlandleitungen sind fÃ?r die Stromversorgung nicht erforderlich, da die Kraftwerke Ã?ber das Land verteilt in VerbrauchernÃ?he stehen.

Die Energiewende hat durch hohe Subventionen, die als EinspeisevergÃ?tungen nach dem Erneuerbaren-Energiegesetz (EEG) bekannt sind und von den Stromverbrauchern aufgebracht werden mÃ?ssen, den Bau von Wind-, Solar- und Biogasanlagen gefÃ?rdert. Viele Profiteure sind inzwischen MillionÃ?re. Allein die installierte Leistung von Wind und Solar ist inzwischen auf mehr als 100.000 MW gestiegen.

Weitere 4.000 MW haben die Biogasanlagen. DafÃ?r werden rund 10 Prozent der landwirtschaftlichen NutzflÃ?che in der BRD verbraucht. Die vielen Maisfelder kÃ?nnen kaum ignoriert werden. Die Biogasanlagen sind regelbar und haben eine mittlere Jahresleistung von 90 Prozent der installierten Leistung.

Die Wind- und Solarleistung ist dagegen wetterabhÃ?ngig. Sie liegt zwischen Null bei nÃ?chtlicher Windstille und 60 Prozent bei Starkwind und Sonnenschein. Im Jahresmittel leisten die Anlagen weniger als 20 Prozent der installierten Leistung. Die Leistung ist weder planbar noch regelbar.

Die Ã?kostromerzeugung ist drei- bis fÃ?nfmal teurer als die grundlastfÃ?hige. Der Strom ist zweitklassig, da er nicht bedarfsgerecht erzeugt werden kann. Er ist weniger wert als Strom aus Dampfkraftwerken und Wasserkraftwerken. Dementsprechend wird er auch an der BÃ?rse gehandelt. Bei Starkwind gibt es hÃ?ufig Ã?berschussstrom, der kostenpflichtig exportiert werden muss, was durch negative BÃ?rsenpreise zum Ausdruck kommt. Der Stromverbraucherschutz NAEB bezeichnet diesen Strom als Fakepower, weil er fÃ?lschlich von der Bundesregierung als Strom der Zukunft bezeichnet wird.

Nach dieser Dokumentation Ã?ber die Kosten und VerfÃ?gbarkeit von Strom kann es eigentlich nur eine Entscheidung geben: Schluss mit der Energiewende! Doch die Bundesregierung, die sie stÃ?tzenden Parteien und die Profiteure wollen die Energiewende weitertreiben ohne RÃ?cksicht auf die Kosten. In Deutschland soll der Fakepower-Anteil am Bruttostromverbrauch in den nÃ?chsten 10 Jahren auf 50 % steigen und 80 % im Jahr 2050 erreichen.

Die Grenzen der Energiewende
Aufgrund der oben genannten Kosten ist es wirtschaftlich unsinnig, Fakepower in das Stromnetz einzuspeisen. Doch es gibt auch technische Grenzen. Mit Fakepower allein gibt es kein stabiles Wechselstromnetz. Es braucht einen starken Stromerzeuger, der Frequenz und Phase vorgibt. An diesen Taktgeber mÃ?ssen sich die schwankenden Fakepower-Erzeuger angleichen, um einspeisen zu kÃ?nnen. Da dies nie hundertprozentig gelingt, muss ausreichend Grundstrom aus groÃ?en Anlagen vorhanden sein. Die Praxis hat gezeigt, dass ein stabiles Netz nur mit einer Grundlast von mindestens 45 Prozent erreichbar ist. Es ist technisch unmÃ?glich, ein Stromnetz mit mehr als 55% Fakepower zu betreiben. Es brÃ?che sofort zusammen.

Ohne Grundlastkraftwerke gÃ?be es keine ausreichende Momentanreserve. Die groÃ?en rotierenden Massen der Turbinen und Generatoren enthalten Bewegungsenergie. Wird ein Verbraucher zugeschaltet, resultiert der zusÃ?tzlich benÃ?tigte Strom unmittelbar aus den bereits rotierenden Massen, die dadurch abgebremst werden. Die geringe FrequenzÃ?nderung ist ein Signal, mehr Dampf auf die Turbinen zu leiten, bis die Sollfrequenz wieder erreicht ist. Dieser automatisierte Vorgang lÃ?uft zuverlÃ?ssig innerhalb weniger Sekunden ab. Ohne Momentanreserve wÃ?re es schwierig, eine stabile Netzfrequenz sicherzustellen.

Fakepower schwankt sprunghaft zwischen 0 % (Dunkelflaute) und 60 % (Starkwind und Sonnenschein) der installierten Leistung. Die heftigen Schwankungen mÃ?ssen ausgeglichen und an den Bedarf angepasst werden. Dazu sind Regelkraftwerke erforderlich, die im ungÃ?nstigen Teillastbereich laufen oder unter Dampf bereitstehen. In Bereitschaft verbrauchen sie ein Zehntel des Volllast-Brennstoffes, ohne Strom zu liefern. Der Brennstoffverbrauch und damit die Kohlenstoffdioxid-Emissionen pro Kilowattstunde steigen fÃ?r die Regelkraftwerke mit der Zunahme von Fakepower.

GrÃ?ner Wasserstoff ist keine Rettung
Die heute vorhandenen Fakepower-Anlagen erzeugen mehrmals monatlich zu viel Strom. Dies ist immer der Fall, wenn Starkwind und Sonnenschein mit einer geringen Stromnachfrage zusammentreffen. Der Ã?berschÃ?ssige Strom wird zu Dumpingpreisen im Inland verkauft. Findet sich kein Abnehmer, muss er oft sogar kostenpflichtig exportiert werden, das heiÃ?t, es wird dafÃ?r gezahlt, dass jemand den Strom abnimmt. HierfÃ?r wurde der Begriff „negative BÃ?rsenpreise“ geprÃ?gt.

Abhilfe soll grÃ?ner Wasserstoff bringen. Mit dem Ã?berflÃ?ssigen, aber teuer vergÃ?teten Strom soll per Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff getrennt werden. Propagiert wird das Verfahren als Power to Gas (P2G). Der Wasserstoff soll bei Bedarf in Gaskraftwerken wieder zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Er kann auch zu Methan und anderen Brenngasen oder auch zu flÃ?ssigen Treibstoffen synthetisiert werden.

Die Verfahren sind einschlieÃ?lich des schlechten Wirkungsgrades bekannt. Durch die Umwandlungen geht Energie verloren. Fakepower zu Wasserstoff und zurÃ?ck zu Strom hat Energieverluste von circa 80 Prozent. Es muss also die fÃ?nffache grÃ?ne Strommenge erzeugt werden, um den benÃ?tigten Speicherstrom bei Dunkelflauten wieder in das Netz einspeisen zu kÃ?nnen. Allein die Fakepower zur Erzeugung von einer Kilowattstunde Speicherstrom wÃ?rde 50 Cent kosten.

Hinzu kommen die Kosten fÃ?r Elektrolyse, Zwischenspeicherung und fÃ?r Gaskraftwerke. Ein Preis von mehr als 100 Cent/Kilowattstunde dÃ?rfte dann real werden. Zur Zeit erreicht Fakepower rund ein Drittel der Bruttostromerzeugung. Bei einem Anteil von 80 %, was aus zuvor geschilderten GrÃ?nden ausscheidet, mÃ?ssten die Fakepower-Anlagen mehr als verdoppelt werden. ZusÃ?tzlich wÃ?re fÃ?r Speicherverluste eine weitere Verdopplung notwendig. Das sind viermal mehr Wind- und Solaranlagen als heute. Es ist illusorisch, diese Anlagen in Deutschland aufstellen zu wollen.

Noch unsinniger ist die Idee, Stahl mit Wasserstoff zu erzeugen. GrundsÃ?tzlich ist es mÃ?glich. Wasserstoff kann jedoch nur bei weniger als 1.000 Grad Celsius Sauerstoff binden. Das Erz muss also in festem Zustand reduziert werden. Solche Verfahren, allerdings mit Holzkohle als Reduktionsmittel, haben EuropÃ?er seit etwa 700 v.u.Z. in RennÃ?fen angewendet, um zur Stahl herzustellen.

Die Devise progressiver Politikern, die solche Verfahren vorschlagen, heiÃ?t offensichtlich: „ZurÃ?ck ins Mittelalter!“. Jedem, der die Grundrechnungsarten beherrscht, mÃ?sste klar sein, dass mit Wasserstoff hergestellter Stahl niemals gegenÃ?ber dem Rest der Welt konkurrenzfÃ?hig sein wird, der weiterhin die preiswerte und technisch sehr viel vorteilhaftere Kohle einsetzt.

Elektroautos ein Flop
Mit Ã?berschussstrom sollen Elektroautos aufgeladen werden. Doch woher soll der Strom nachts kommen, wenn keine Sonne nicht scheint? Gerade nachts werden die meisten Elektroautos aufgeladen. Ã?berschlagsrechnungen zeigen, dass mindestens 20 neue GroÃ?kraftwerke benÃ?tigt wÃ?rden, um mehr als 40 Millionen PKWs in der mit Elektroantrieb aufzuladen.

Elektroautos sind Verlustbringer. Das belegt die Deutsche Post in einem GroÃ?versuch, der gerade abgebrochen wird. Sie hat Elektroautos in einem Tochterunternehmen als „Street Scooter“ hergestellt, um Postsendungen an die EmpfÃ?nger zu verteilen. Auf den ersten Blick erscheint diese Idee vorteilhaft. Diese Fahrzeuge legen weniger als 100 Kilometer tÃ?glich zurÃ?ck. Die Batterie kann daher klein sein. Bei Stopps ist der Motor ausgeschaltet. Es wird Energie gegenÃ?ber einem Diesel gespart, der im Leerlauf betrieben wird, weil sonst die Starterbatterie schnell Ã?berfordert ist. Die Aufladung erfolgt nachts auf dem Betriebshof. Das Konzept scheiterte. Die Deutsche Post musste einen Verlust von rund 500 Millionen Euro mit den Street Scooters hinnehmen und die ElektromobilitÃ?t aufgegeben.

Die Energiewende vertreibt die Industrie
Energie ist der Motor der Industrie. Ohne Energie lÃ?uft nichts. Sie muss jederzeit preiswert zur VerfÃ?gung stehen. Die deutsche Wendepolitik hat den Strompreis in den letzten 20 Jahren verdoppelt und unberechenbar gemacht. StÃ?ndig werden neue Gesetze diskutiert, die die Stromkosten weiter erhÃ?hen. Mit der groÃ?en Unsicherheit Ã?ber die zukÃ?nftigen Strompreise werden Entscheidungen Ã?ber neue Investitionen in Deutschland stark belastet. Immer mehr Firmen verlagern ihre Betriebe in kostengÃ?nstige LÃ?nder mit einer berechenbaren Strompolitik. Die BRD verliert durch die Energiewende FertigungsstÃ?tten und ArbeitsplÃ?tze.

Corona-Virus verschlimmert die Situation
Die MaÃ?nahmen zur EindÃ?mmung des Corona-Virus fÃ?hren offensichtlich zu einer schweren Wirtschaftskrise. Dies kÃ?nnte fÃ?r die Bundesregierung und die politischen Parteien ein guter Anlass sein, die Energiewende zu beenden. Das Argument, in dieser Notsituation kein VolksvermÃ?gen in Gestalt funktionierender Kraftwerke vernichten, ist sicher einleuchtend. Hinzu kommt die Forderung nach preiswerter Energie fÃ?r das wieder erwachende Arbeitsleben. Die Folgen der Coronakrise sollen in der BRD mit 150 Milliarden Euro aufgefangen werden. Das Geld kÃ?nnte leicht beschafft werden, indem die Energiewende aufgegeben wird, die derzeit mindestens 40 Milliarden Euro jÃ?hrlich kostet. In vier Jahren gÃ?be es wieder die schwarze Null und die Strompreise wÃ?rden halbiert.

Die Forderung nach dem Ende der Energiewende muss auch fÃ?r die EuropÃ?ische Union gelten. Preiswerte und verlÃ?ssliche Energie wird europaweit benÃ?tigt. Mit ungedecktem Geld allein bleibt die Doppelkrise „Corona“ und „Energiewende“ ungelÃ?st. Nur Arbeit und eine wirtschaftliche Stromerzeugung kÃ?nnen verlÃ?ssliche Werte schaffen.

Prof. Dr.-Ing. Hans-GÃ?nter Appel
Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
www.NAEB.info (https://www.NAEB.info) und www.NAEB.tv (https://www.NAEB.tv)

[1] Bildquelle: StockKosh-Industry-b262c06902e07d04

Alexander Gauland zur Energiewende
AfD TV
Alexander Gauland im Interview am 4. September 2017 zum Thema Energiewende und den damit verbundenen Kosten.
www.youtube.com/watch?v=72fadHbfsaE

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