
Die Waffenruhe ist alles andere als ein „vollumfänglicher Sieg“ für US-Präsident Donald Trump. Nachdem die Weltmacht USA nicht wie angekündigt das islamistische Regime und deren Atomprogramm vernichten konnte, muss die Trump-Regierung nun mit den Mullahs verhandeln – auch über den Verbleib des angereicherten Urans. Und war die Straße von Hormus vor den völkerrechtswidrigen Attacken auf die Theokratie eine freie Schifffahrtsstraße, droht Teheran, sie in der Nachkriegszeit in eine Mautroute zu verwandeln. Das dürfte dann die Preise für Öl und Gas noch langsamer sinken lassen als ohnehin nach vergleichbaren Krisen. Zudem schwächte das Bündnis aus USA und Israel den Iran und deren Unterstützergruppen Hisbollah, Huthis und Milizen im Irak zwar, schaltete sie aber nicht wie geplant aus. Bleibt die Herkulesaufgabe, am Verhandlungstisch einiges zu verbessern, um die Region zu stabilisieren. Doch für erfolgreiche Gespräche dieser Art ist die Trump-Regierung nicht bekannt.
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