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Ende der Wachstumsphase? / Kreditversicherer Coface sieht Spitze in USA und Europa erreicht – Kongress Länderrisiken am 26. April

Das starke globale Wachstum, das Coface für 2018 bei
3,2 Prozent erwartet, scheint seinen Höhepunkt erreicht zu haben. In
den Industrieländern sieht der Kreditversicherer erste Anzeichen
einer Abschwächung. Als Bremse wirke auch das grassierende
„Protektionismusfieber“.

Erfahrungsgemäß entwickelt sich die Wirtschaft in Europa und in
den Emerging Countries etwas zeitversetzt zur US-Wirtschaft. Zwar
deuten die Zuversicht der Unternehmen und die Auslastung der
Produktionskapazitäten in den USA darauf hin, dass der momentane
Aufschwungzyklus anhalten könnte. Doch geringeren Gewinne der
Unternehmen (minus 10,3 Prozent Ende 2017 im Vergleich zum Vorjahr)
und ein allmählich überhitzender Arbeitsmarkt deuten auf eine
Trendwechsel hin. In der Eurozone zeigten die Stimmungsindices nun
deutlich, dass der Höhepunkt der Wachstumserwartungen überschritten
ist, heißt es in einer Presse-Information über die aktualisierten
Länder- und Branchenbewertungen von Coface. Dieser Wandel gehe einher
mit ernst zu nehmenden Lieferproblemen und einem anhaltenden hohen
Level der politischen Risiken.

Der Optimismus werde auch gebremst durch das
„Protektionismusfieber“, das seit der Wahl von Donald Trump zum
US-Präsidenten global grassiere, und das damit verbundene Szenario
eines Welthandelskrieges. Coface geht davon aus, dass Trump vor den
Mid-Term-Wahlen in den USA im November 2018 weiterhin kräftig
protektionistische Maßnahmen ankündigen und so die Zuversicht weiter
dämpfen wird. Coface erwartet allerdings nicht, dass sich die bereits
eingeführten Zölle auf den Import von Produkten aus China kurzfristig
auf die Wirtschaft oder den Welthandel auswirken werden. Den globalen
Handel sieht Coface bei einem Wachstum um 3,7 Prozent im laufenden
Jahr. Langfristig könnte ein offener Handelskrieg zwischen den USA
und China allerdings etliche Branchen gefährden, zum Beispiel die
Informations- und Kommunikationstechnologie.

Im Kontext der global gestiegenen Rohstoffnachfrage und ebenfalls
gestiegener Rohstoffpreise hat sich die wirtschaftliche Situation
einiger Länder und Branchen verbessert. Nigeria wurde um eine Note in
C angehoben. Nigeria ist der achtgrößte Ölexporteur der Welt.
Ebenfalls heraufgestuft wurde die Branchenbewertungen für den
Energiesektor in Brasilien und Argentinien (jetzt „mittleres Risiko“)
und Chile („niedriges Risiko“). Auch bei der Heraufstufung von
Südafrika in die Länderkategorie B wirkt sich der verbesserte
Rohstoffabsatz aus. Hinzu kommen die insgesamt beschleunigte Erholung
der Wirtschaft am Kap, die sich auch in der anziehenden Produktion in
den Sektoren Chemie (jetzt „mittleres Risiko“) und Papier („mittleres
Risiko“) sowie den gestiegenen Absatzzahlen im Einzelhandel
(„mittleres Risiko“) zeigt. Auf der anderen Seite belasten die
gestiegenen Rohstoffpreise importierende Länder wie Tunesien. Das
nordafrikanische Land wurde in C herabgestuft.

Russlands Wirtschaft behauptet sich weiter gegen die Sanktionen
westlicher Länder. Haupttreiber der anhalten Erholung bleiben die
privaten Haushalte. Zur Stabilität tragen, wenn auch in etwas
geringerem Ausmaß, die anziehenden Unternehmensinvestitionen bei.
Coface hat drei Branchen in Russland heraufgestuft: Chemie (jetzt
„niedriges Risiko“), Papier („mittleres Risiko“) und Bau („hohes
Risiko“).

Die Coface-Länderbewertungen (160 Länder) erfolgen auf einer Skala
mit acht Stufen. In absteigender Reihenfolge, also mit steigenden
Risiko: A1 (sehr niedriges Risiko), A2 (niedrig), A3 (noch gering) A4
(noch akzeptabel), B (signifikant), C (hoch), D (sehr hoch) und E
(extremes Risiko).

In der Branchenbewertung betrachtet Coface 13 Sektoren in sechs
geografischen Regionen und 24 Ländern. Diese Länder erwirtschaften
fast 85 Prozent des globalen BIP. Die vierstufige Branchen-Skala:
niedriges Risiko, mittleres Risiko, hohes Risiko, sehr hohes Risiko.

Wie geht es weiter mit der Weltwirtschaft im Kontext des Brexit
und des Protektionismus? Unter anderen um diese Frage geht es beim
Kongress Länderrisiken von Coface am 26. April in Mainz. Programm und
Anmeldung: www.laenderrisiken.de.

Alle Länder- und Branchenbewertungen: www.coface.de

Pressekontakt:
Coface, Niederlassung in Deutschland
Pressesprecher Erich Hieronimus
Tel. 06131 / 323-541
erich.hieronimus@coface.com
www.coface.de

Original-Content von: Coface Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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