Klimaneutralität ist in Deutschland wichtiger als je zuvor. Das erklärte Ziel der Bundesregierung: Bis 2035 ist im Stromsektor angepeilt, volle Treibhausgasneutralität zu erreichen. Eine wichtige Rolle wird dabei Photovoltaik spielen, denn mit den richtigen Anreizen ist hier mit einem starken Zuwachs zu rechnen. Um das Klimaziel zu erreichen, muss in Deutschland schon bis zum Jahr 2030 ein erster Meilenstein gesetzt sein. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen mindestens 80 % des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien generiert werden. Welche Maßnahmen dafür geplant sind, haben wir für Sie zusammengefasst.

Status Quo in Deutschland – das könnte besser funktionieren
Neue Stromversorgungsquellen sind ein entscheidender Schritt in die Zukunft. Zwischen den Jahren 2014 und 2017 konnte Deutschland kaum Fortschritte beim Umstieg auf erneuerbare Energiequellen verzeichnen. Bis Ende 2022 gelang es immerhin 47 % des Gesamtanteils von Ökostrom aus Photovoltaik zu beziehen.
Die gesteckten Ziele sind ehrgeizig. Für 2023 ist ein Zuwachs um 9GW geplant, schon 2024 sollen mindestens 13 GW Zubau erzielt werden. Noch eifriger sind die Pläne für 2025, hier sind + 18 GW angedacht. Ab 2026 wird dann ein konstanter Zuwachs von 22 GW pro Jahr erwartet, anteilmäßig zur Hälfte auf Freiflächen und zur anderen Hälfte auf Dachflächen verteilt.
Erleichterter Zugang zur Photovoltaik-Anlage auf dem Dach
Die Anzahl an PV-Anlagen auf deutschen Dächern sind bislang noch die Ausnahme. Die Bundesregierung plant passende Reize zu setzen, um die Bereitschaft zur Investition zu erhöhen. Dabei geht es auch darum, die Hemmnisse zu reduzieren. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist die Herabsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen.
Bislang beschäftigen sich vor allem Immobilienbesitzer mit diesem Thema, Mieterstrom hingegen fließt oft „unbedacht“ aus der Steckdose. Durch die leichtere Integration von Photovoltaik-Strom in die Versorgung von Mietern, ergibt sich eine Win-Win-Situation für Nachhaltigkeit und Zielgruppe. Schon jetzt sind Anbieter von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie die JES-Group gefragter denn je! Der Gründer Jonas Holtz setzt sich seit jeher für mehr Nachhaltigkeit ein und dabei beschäftigt ihn auch die Preisfrage.
„Saubere, erneuerbare Energie ist es wert, nicht teuer zu sein.“ Ein Zitat, das die Probleme auf den Kern reduziert. Bislang verlangen regionale Stromanbieter oft Aufschläge für grüne Energie. Holtz hingegen sieht die Zukunft in bezahlbarer, nachhaltiger Energie. Damit spricht er vor allem jene an, die das Geld für eine eigene PV-Anlage nicht ausgeben möchten. So ermöglicht die JES-Group nicht nur den Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen, sondern auch die Vermietung von Solarmodulen.
Die Rolle der Freiflächen wird in Deutschland zunehmen
Die PV-Strategie der Bundesregierung bezieht sich aber nicht nur auf Hausdächer und deren Nutzbarkeit als Ort für die Photovoltaik-Anlage. Stattdessen sind auch Gewerbe- und Industriegebiete gefragt. Folglich soll eine klar strukturierte Baunutzungsverordnung in entsprechenden Regionen die Rahmenbedingungen abstecken.
Um solche ambitionierten Ziele umzusetzen, benötigt es entsprechende Fachkräfte. Die geplante Fachkräftestrategie soll das BMWK dabei unterstützen, die Transformation nach Plan umzusetzen. Dafür sind im Aktionsplan Klimaschutz, Transformation und Mittelstand verschiedene Maßnahmen verzeichnet.
Ein weiterer und essenzieller Punkt der Strategie ist die Sicherstellung von Lieferketten und eine innereuropäische Produktion. Wechselrichter, PV-Module und alle anderen benötigten Komponenten dürfen nicht mehr aus dem Ausland importiert, sondern müssen schwerpunktmäßig in Deutschland und Europa hergestellt werden. Innereuropäisch wird es nötig sein, die Produktionskapazitäten deutlich zu erhöhen, was das BMWK fördern wird.
Beschlossene Sache: Der Einfluss verschiedener Gesetzgebungsverfahren
Die deutsche Energiewende muss vorangehen und das hat auch die Bundesregierung erkannt. So wurden und werden aktuell die Weichen gestellt, um den Ausbau von Photovoltaik enorm zu beschleunigen. Hier nur ein kleiner Auszug der Maßnahmen, die bereits getroffen sind:
• Erweiterung der Seitenstrandstreifen entlang von Schienen und Autobahnanlagen (von 200 Metern auf 500 Metern). Dadurch wird mehr Platz für freie PV-Anlagen geschaffen.
• Durch die Kommunen besteht der Anspruch, naturschutzrechtliche Vorgaben zu stellen.
• Gebotsgröße wurde erhöht, sodass Ausschreibungen für das Jahr 2023 von 20 auf 100 MW angestiegen sind. Damit lassen sich sogar bestehende PV-Anlagen erweitern.
• Geplant ist die stärkere Nutzung von Agri-PV-Anlagen
• Das Baugesetzbuch soll Erleichterungen in Form spezifischer Privilegierungen enthalten
Fazit: Anreize als zentrales Merkmal der PV-Förderung in der Zukunft
Ob im kleinen Einfamilienhaus oder im großen, wirtschaftlichen Betrieb – PV-Strom lässt sich vielerorts generieren. Um den Zugriff zu erhöhen und zu erleichtern, wird es vor allem auf Belohnungen und Anreize hinauslaufen. Zusammen mit den asiatischen Ländern gehört Deutschland zu den aufstrebenden Nationen.
Für Privatabnehmer hat PV-Strom gleich mehrere Vorzüge. Wer sich bereiterklärt, seinen Strom einzuspeisen, kann dafür auch Vergütungen kassieren. Um diesen Anreiz noch lukrativer zu gestalten, hat die Regierung die Vergütungsdegression bis 2034 ausgesetzt. Außerdem werden Anlagen erst dann ausgeschrieben, wenn sie Leistungen von über 1 MW generieren. Mit diesen Maßnahmen wird unter anderem die Vollbelegung des Dachs interessanter, selbst wenn der Strom eigentlich nicht benötigt wird. Durch die Rückvergütung von eingespeistem Strom ergibt sich eine ganz andere Blickweise auf die Investition. Kommen jetzt noch erhöhte Fördergelder hinzu, klingen die Klimaziele der Bundesregierung sogar realistisch.