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Erster kommerzieller IBM-Supercomputer mit Warmwasserkühlung verbraucht 40 % weniger Energie

?SuperMUC“ vom Leibniz-Rechenzentrum zum schnellsten Supercomputer
Europas gekürt

MÜNCHEN, 19. Juni 2012 /PRNewswire/ — Gemeinsam mit IBM kündigte
das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) heute die Verfügbarkeit des ersten
kommerziellen Supercomputers mit Warmwasserkühlung an. Das
leistungsstarke und hochleistungsfähige System wurde darauf
ausgelegt, Forschungs- und Industrieeinrichtungen aus ganz Europa bei
der Überwindung einiger der größten wissenschaftlichen
Herausforderungen zu unterstützen.

(Logo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20090416/IBMLOGO
[http://photos.prnewswire.com/prnh/20090416/IBMLOGO] )

YouTube: http://youtu.be/LzTedSh51Tw [http://youtu.be/LzTedSh51Tw]

Flickr-Fotos: http://flickr.com/gp/ibm_research_zurich/m89ZD2/
[http://flickr.com/gp/ibm_research_zurich/m89ZD2/]

Zeitachse: Vergangenheit und Zukunft wassergekühlter Computer von IBM
[http://www.dipity.com/ibm_research/IBMs-History-in-Walter-Cooled-Com
puting/] (1966-2060)

Das neue ?SuperMUC“-System des LRZ besteht aus IBM System x iDataPlex
dx360 M4-Servern mit direkter Wasserkühlung und über 150.000
Prozessorkernen. Die Spitzenrechenleistung des Systems beläuft sich
auf bis zu drei Petaflops, was der Rechenleistung von über 110.000
herkömmlichen PCs entspricht. In anderen Worten: Um die
Leistungsfähigkeit des SuperMUC zu erreichen, müssten drei Milliarden
Menschen eine Million Rechenoperationen pro Sekunde mit einem
Taschenrechner ausführen. Dank der von IBM entwickelten
revolutionären neuen Kühltechnologie auf Warmwasserbasis kann das
System überdies in 10-fach kompakterer Bauform umgesetzt werden. Im
Vergleich zu luftgekühlten Systemen ergeben sich dabei eine höhere
Spitzenleistung sowie ein um 40 Prozent reduzierter Stromverbrauch.

?In diesem Jahr sind alle staatlich finanzierten Institutionen in
ganz Deutschland dazu verpflichtet, auf 100 % nachhaltige
Energieträger umzusteigen“, so Prof. Dr. Arndt Bode, Vorsitzender des
Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums. ?Mit SuperMUC werden wir
dieser Verpflichtung nachkommen und der gesamten
Wissenschaftsgemeinde ein erstklassiges System bieten, um Theorien zu
überprüfen, Experimente zu entwerfen und Ergebnisse in bisher
unerreichter Form vorherzusagen.“

Pionierarbeit im Bereich der Warmwasser-Kühltechnologie

In herkömmlichen luftgekühlten Rechenzentren entfallen bis zu 50
Prozent des Energieverbrauchs und des CO2-Fußabdrucks nicht auf
EDV-Systeme, sondern vielmehr auf die Stromversorgung der
erforderlichen Kühlsysteme. Wissenschaftler und Entwickler von IBM
haben sich das Ziel gesetzt, dieses Problem mit einem innovativen
Kühlkonzept auf Warmwasserbasis zu lösen. Dies hat zur Folge, dass in
Rechenzentren künftig keine herkömmlichen Luftkühlsysteme mehr
benötigt werden. IBMs Kühltechnologie auf Warmwasserbasis sorgt für
eine direkte Kühlung aller aktiven Komponenten des Systems wie
beispielsweise Prozessoren und Speichermodule. Die maximal erzielbare
Kühltemperatur beläuft sich auf bis zu 113 Grad Fahrenheit bzw. 45
Grad Celsius.

?Während wir kontinuierlich weiter daran arbeiten, unsere
langfristige Vision eines emissionsfreien Rechenzentrums in die
Praxis umzusetzen, wird es uns irgendwann gelingen, die Größe von
SuperMUC um das Millionenfache zu reduzieren. Eines Tages wird das
System so kompakt wie ein Arbeitsplatzrechner sein und noch viel
effizienter arbeiten als heute“, so Dr. Bruno Michel, Leiter des
Bereichs Advanced Thermal Packaging von IBM Research.

SuperMUC vereint eine Kühlfunktion auf Warmwasserbasis, die Wärme
4.000 Mal effizienter als Luft verdrängt, mit 18.000
energieeffizienten Prozessoren der Intel-Xeon-Reihe. Dank der
Integration von Kühlverfahren auf Warmwasserbasis mit der dynamischen
und anwendungsorientierten Systemverwaltungssoftware von IBM kann
Energie außerdem gespeichert und während der Wintermonate zur Heizung
der Gebäude auf dem Campus des Leibniz-Rechenzentrums genutzt werden.
Dies sorgt für jährliche Einsparungen in Höhe von einer Million Euro
(1,25 Millionen US$).

Der leistungsstärkste Supercomputer Europas

Laut der heute veröffentlichten TOP500-Rangliste der schnellsten
Supercomputer der Welt ist das SuperMUC-System der schnellste
Computer Europas. Angefangen bei der Simulation der Blutströmung
hinter einer künstlichen Herzklappe über die Konzeption
geräuschärmerer Flugzeuge bis zur Erforschung neuer geophysischer
Erkenntnisse wie beispielsweise der Einflussgrößen eines Erdbebens –
die Leistungsfähigkeit des Systems wird in verschiedensten
Forschungsbereichen genutzt und wird diese weiter voranbringen.
Darüber hinaus wird das SuperMUC-System zur Vernetzung
leistungsstarker Visualisierungssysteme eingesetzt. Hierzu zählen
beispielsweise eine großflächige stereoskopische 4K-Powerwall, eine
fesselnde künstliche Virtual-Reality-Umgebung in fünf Ebenen oder
auch CAVE zur Visualisierung von 3D-Felddaten aus den
Naturwissenschaften, der Astronomie und der Medizin.

Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ist gemeinsames Rechenzentrum der
Münchener Universitäten und der Bayerischen Akademie der
Wissenschaften. Außerdem betreut es das wissenschaftliche Datennetz
in München, bietet eine Vielzahl verschiedener Datenservices und
betreibt Hochleistungsrechensysteme für die gesamte
Wissenschaftsgemeinde Europas.

Das neue SuperMUC-System des Zentrums ist das größte System Europas
und eines der leistungsfähigsten der ganzen Welt. Es ist Bestandteil
der HPC-Infrastruktur von PRACE (Partnership for Advanced Computing
in Europe) für Forschungs- und Industrieeinrichtungen in ganz Europa.
Für die Finanzierung des Supercomputers sind die deutsche
Bundesregierung und der Freistaat Bayern verantwortlich. Im Juli 2012
wird das System im Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) bei Garching
(Deutschland) offiziell in Betrieb genommen.

IBM (Ansprechpartner Europa)
Hans-Jürgen Rehm Chris Sciacca Grit Abe
+49-7034-15-1887 +49-7034-15-1887 +41-44-724-8060
hansrehm@de.ibm.com cia@zurich.ibm.com gri@zurich.ibm.com
IBM (Ansprechpartner USA)
Jim Smith Joanna Brewer
+1-203-232-7000 +1-415-545-2270
smithje@us.ibm.com jmbrewer@us.ibm.com

Web site: http://www.ibm.com/

Weitere Informationen unter:
http://


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