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EU macht jetzt ernst: MifiD II-Regulierung erfordert neue Bankprodukte /EU-Parlament verabschiedet finalen Beschluss

Die neue Bankenregulierung steht heute (15.
April) zur finalen Beschlussfassung auf der Tagesordnung des
Europäischen Parlaments. Danach beginnt die konkrete Umsetzung in
nationales Recht. Analysen von Cofinpro zeigen: Die Banken müssen die
Produktentwicklung von Wertpapieren neu gestalten.

Die neuen MiFID-Regeln sollen ab 2016 in Kraft treten, bis dahin
haben die Kreditinstitute eine enorme Herausforderung zu meistern,
wie die Detail-Analyse des Regelwerks zeigt. „MiFID II wird das alles
beherrschende Thema für die Banken in den kommenden Jahren“, sagt
Alexandra Pirmann, Leading Consultant bei der auf Banken
spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro. „Vor allem im Bereich
Anlegerschutz hat das Regulierungsprojekt Auswirkungen, die für die
Institute erst jetzt transparent werden.“

Dies betrifft beispielsweise die Entwicklung von Anlageprodukten.
Künftig muss schon im Entstehungsprozess von Wertpapieren eine
Risikobewertung erfolgen: Die Banken haben klar zu definieren, für
welche Kunden ein neues Produkt aufgelegt werden soll – ob es
beispielsweise für einen Privatanleger oder einen Anlageprofi geplant
ist. „Die Institute werden damit früher als bisher in die
Verantwortung genommen, sie müssen bereits im Entstehungsprozess das
Risiko für den Kunden in den Vordergrund stellen“, so Pirmann.

Wie die Verbraucher erkennen, welches Risiko mit einem
Anlageprodukt verbunden ist, hat ergänzend nun die Bundesregierung in
Zusammenarbeit mit der Finanzaufsicht festzulegen. „Ein Ampel-System
für Finanzprodukte“, wie beispielsweise von Bafin-Präsidentin Elke
König vorgeschlagen, wäre eine transparente und leicht verständliche
Lösung“, so die MiFID-Expertin bei Cofinpro.

Nicht nur die Produktentwicklung, sondern die gesamte
Wertschöpfungskette in der Anlageberatung wird sich durch MiFID II
verändern. So sind die Institute auch verpflichtet, ihre
Vertriebsstrategie auf die Zielgruppe des Wertpapiers auszurichten
sowie ihren Kunden regelmäßige Information über Entwicklung und
Kosten der Vermögensanlagen zur Verfügung zu stellen.

Keine Neuerungen gibt es dagegen auf der Kostenseite der Beratung.
Die Bundesregierung hat sich bereits festgelegt: Banken dürfen
weiterhin am Modell der Provisionsberatung festhalten.

Über Cofinpro (www.cofinpro.de)

Cofinpro unterstützt Deutschlands führende Finanzdienstleister bei
der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Zu den Kunden zählen große
private Bankhäuser ebenso wie Sparkassen und genossenschaftlich
organisierte Institute. Gegründet 2007 als mitarbeitergetragene
Aktiengesellschaft beschäftigt die Unternehmensberatung inzwischen
knapp 100 Bank- und Technologieexperten. Standorte sind in Berlin,
Frankfurt am Main, Karlsruhe und München.

Pressekontakt:
Cofinpro AG
Katharina Thomys
PR & Marketing
Tel.: +49 (0) 160 585 84 67
Fax: +49 (0) 721 1 80 54 08-1
E-Mail: katharina.thomys@cofinpro.de

CorpNEWSmedia
Claudia Thöring
Redaktion
Tel.: +49 (0) 40 207 6969 82
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