Fortbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer im Überblick

20.02.20_wbsakademie.de_mittelstandcafe.de_Fortbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer im Überblick – LeeJeongSoo@pixabay.com – lecture-3986809_1920

Um im Berufsleben vorankommen zu können, hilft es, sich neue Fähigkeiten anzueignen bzw. bestehendes Wissen zu vertiefen. Fortbildungen sind ideal um sich im bestehenden Beruf weiter zu qualifizieren. Doch wie unterscheiden sich einzelne Fortbildungs-Formen voneinander? Wie sieht es mit einer Freistellung für Arbeitnehmer aus? Wir klären über die bekanntesten Fortbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer auf.

Welche Formen der Fortbildung gibt es?

Fortbildungen sind ein wichtiger Teil der Berufsbildung. Sie bieten grundsätzlich jedem Arbeitnehmer die Möglichkeit, vorhandene berufliche Kenntnisse und Fähigkeiten aufzufrischen und zu vertiefen. Hierbei können verschiedene Formen der Fortbildung in Anspruch genommen werden:

  • Erhaltungsfortbildung: Auffrischen von vorhandenem Wissen, um eine qualitativ hochwertige Arbeitsleistung erbringen zu können
  • Anpassungsfortbildung: Hier steht die Anpassung an einen bestimmten aktuellen technischen Wissensstand im Vordergrund
  • Aufstiegsfortbildung: Sinnvoll, um mehr Verantwortung im Job übernehmen zu können; in der Regel mit Absolvieren einer Abschlussprüfung
  • Erweiterungsfortbildung: Vertiefung bestehender Kenntnisse und Fähigkeiten oder Erweiterung um zusätzliche Lerninhalte

Bei den meisten Fortbildungen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Die Zugangsvoraussetzungen für Fortbildungen können sich voneinander unterscheiden, ebenso die Fortbildungsdauer. Diese kann bei der Aufstiegsfortbildung bei bis zu 3 Jahren liegen. Voraussetzung hierfür sind meistens eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie einige Jahre Berufserfahrung.

Eine Fortbildung stellt eine echte Alternative zu einem berufsbegleitenden Studium dar. Sie ist nicht nur kürzer als entsprechende Studiengänge, sondern wird auch ebenso anerkannt wie ein Studienabschluss.

Freistellung während der Fortbildung?

Charakteristisch für Fortbildungen ist ihre kurze Dauer. Meistens umfasst diese nur wenige Einheiten oder wird in einer Einzelveranstaltung zu ausgewählten Themen oder Bereichen durchgeführt. Einzige Ausnahme hierbei sind Aufstiegsfortbildungen, in die mehr Zeit investiert werden muss. Bei allen Formen der Fortbildung stellt sich also die Frage, wie es mit einer Freistellung von der Arbeit aussieht.

Arbeitnehmer haben im Sinne des Bildungsurlaubs Anspruch auf fünf bezahlte Arbeitstage im Jahr. Voraussetzung: Es muss sich um eine anerkannte Bildungsveranstaltung handeln, die das Ziel einer beruflichen oder politischen Weiterbildung verfolgt. Die Dauer des Bildungsurlaubs kann sich von Bundesland zu Bundesland ein wenig unterscheiden.

Wer übernimmt die Kosten für eine berufliche Fortbildung?

Auch wenn es kein Hauptkriterium sein sollte, spielen die Kosten einer Fortbildung bei vielen Arbeitnehmern eine große Rolle. Bei der Kostenübernahme gibt es mehrere Möglichkeiten.

Finanzierung über den Arbeitgeber: Wird die Fortbildung vom Arbeitgeber selbst initiiert, übernimmt dieser in der Regel auch die entstehenden Kosten. Aber auch in anderen Fällen ist eine Kostenübernahme möglich. Wer eine Fortbildung plant, sollte also immer zuerst mit seinem Arbeitgeber sprechen. Dieser hat mehrere Möglichkeiten, die Eigeninitiative seines Mitarbeiters zu honorieren.

Finanzierung über Bund und Länder: Auch Bund und Länder bieten Fortbildungsförderungen an, wie etwa für die Aufstiegsfortbildung. Mit dem Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, kurz AFBG) beteiligt sich der Bund finanziell an der Vorbereitung auf einen Fortbildungsabschluss. Ab Sommer 2020 sollen nebenberufliche Weiterbildungen und Weiterbildungen in Vollzeit finanziell sogar noch stärker vom Staat gefördert werden.

Selbstfinanzierung: Kommt keine Finanzierung durch Bund und Länder oder den Arbeitgeber infrage, kann man die Kosten natürlich auch selbst tragen. Diese können in der jährlichen Steuererklärung geltend gemacht werden.

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