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Frießinger Mühle mit positiver Umweltbilanz

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sind für die Frießinger Mühle wichtige Kernthemen in der Firmenphilosophie. Diesen Weg verfolgt das Industrieunternehmen seit Jahren und geht ihn konsequent weiter. Am 1. August 2017 hat der Betrieb komplett auf die Versorgung mit zertifiziertem Öko-Strom umgestellt. Damit werden umgerechnet pro Jahr 12.000 Tonnen CO2 eingespart, womit man die Produktion der Mahlerzeugnisse als klimaneutral bezeichnen kann.

Die Entscheidung für diesen Schritt war gründlich überlegt, denn bei der Herstellung von Getreideprodukten herrscht ein sehr hoher Wettbewerbsdruck, und reiner Ökostrom ist teurer als die üblichen Stromerzeugungsprodukte. Die Getreidepreise in Deutschland hängen nicht nur von Angebot und Nachfrage auf dem regionalen Markt ab, sondern sind auch an die Notierungen der Weizenpreise der internationalen Börsen in Chicago und Paris gekoppelt, was den Mühlenbetrieben nur einen geringen Spielraum bei der Kalkulation der Verkaufspreise ermöglicht. Steigende Kosten für Strom, Rohstoffe oder auch Löhne und Gehälter lassen sich aufgrund der Vorgaben am Markt daher kaum auf den Verkaufspreis umlegen. Aus diesem Grund spielen besonders die Herstellungskosten, insbesondere die Kosten für Energie, eine bedeutende Rolle.

Willi Frießinger jun., der Geschäftsführer des Unternehmens, hat lange über den Schritt zur Umstellung auf Öko-Strom nachgedacht: „Gerade ein Industrieunternehmen unserer Größe hat, was die Umwelt und die nachfolgenden Generationen betrifft, eine Verantwortung. Das waren die Hauptgründe, weswegen wir uns dafür entschieden haben, die höheren Kosten in Kauf zu nehmen – dennoch war es keine leichte Entscheidung. Wir werden das Thema Nachhaltigkeit Schritt für Schritt weiter ausbauen, sobald sich die Möglichkeit bietet“, ist seine Aussage. Auch für den Endverbraucher dürfte ein mit Ökostrom hergestelltes Produkt die Kaufentscheidung positiv beeinflussen.

Sein modernes Energiemanagementsystem hat sich der Mühlenbetrieb schon 2012 nach ISO 50001 zertifizieren lassen. In der Produktion gibt es zum Beispiel zahlreiche Messstellen zur Überwachung des Stromverbrauchs. So kann genau festgestellt werden, welcher Produktionsprozess wieviel Energie verbraucht. Das ermöglicht die Entscheidung, welche Maschinen, für ein energieeffizienteres Arbeiten, auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden sollten. Zum Energiemanagement gehört auch, dass etwa achtzig Prozent des firmeneigenen Fuhrparks nach der Abgasnorm Euro VI ausgestattet ist, die die aktuell niedrigsten, von der Europäischen Union festgelegten, Grenzwerte für Partikelausstoß vorgibt. Auch beim Bau des Bürogebäudes wurde an die Umwelt gedacht. Die Abwärme, die beim Produktionsprozess in der Mühle entsteht, wird unter anderem zur Beheizung des Bürogebäudes und zur Warmwassererzeugung genutzt.

Der Familienbetrieb würde, aus ökologischen Gründen, die An- und Ablieferungen von Getreide gerne verstärkt, weg von der Straße, über den eigenen Neckar-Hafen abwickeln. Mit einer LKW-Ladung können nur etwa 25 Tonnen Getreide transportiert werden. Eine Schiffsladung dagegen spart etwa die Transportleistung und den CO2-Ausstoß von etwa 80 LKWs ein. Zurzeit lässt sich dies aber nur teilweise umsetzen. Futtermittelerzeugnisse, wie Kleiepellets, die aus den Nebenprodukten der Getreidevermahlung entstehen, werden nur über den Neckar abtransportiert. Die Frießinger Mühle fördert den regionalen Anbau des Urgetreides Dinkel und hat hierzu langfristige Verträge mit Landwirten und Lagerhäusern abgeschlossen. Über achtzig Prozent des gesamten verarbeiteten Getreides kommen aus der näheren Umgebung, die restliche Menge wird in Europa eingekauft und vor allem über den Schiffsweg angeliefert. Mit der derzeitigen Tagesproduktion von über 800 Tonnen vermahlenem Getreide kann die Frießinger Mühle etwa fünfzig Prozent des Bedarfs an Weizen- und anderen Getreideprodukten in Baden-Württemberg decken. Tatsächlich beliefert sie Kunden weltweit, mit einem Exportanteil in Europa von circa fünfundzwanzig Prozent.

Mit der grünen Stromversorgung gehört die Frießinger Mühle nun zu den Mühlenbetrieben in Deutschland, die beim Thema umweltfreundlicher Produktion ganz weit vorne stehen.

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