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Gedanken von Jean Meyer zum Weltglückstag am 20. März

Jean Meyer
 

Viele Menschen träumen davon, wie sie all ihre Probleme mit dem nötigen Geld lösen könnten; den Kredit abzahlen, seine Kinder finanziell unterstützen und das alte Auto ersetzen. Sicherlich ist es belastend, sich darum zu sorgen und diese Probleme können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Vielleicht machen sie sogar unglücklich. Besäße man die finanziellen Mittel zur Lösung der Komplikationen, wäre man sorgloser, gelassener und dementsprechend glücklicher. Wie beantwortet man die Frage, ob Geld glücklich macht? Eines ist sicher: Armut macht nicht glücklich, eben sowenig die damit einhergehenden psychischen Belastungen. Mit Geld kann man sich kein Glück kaufen, dafür aber Komfort. Sich nicht über die Zukunft seiner Kinder sorgen zu müssen, weil man sie finanziell unterstützen kann, macht sorgloser. Das Dach über dem Kopf abbezahlt zu haben, macht freier. Und sich selbst Gefallen zu tun, wie den Genuss hochwertiger Speisen und Getränke, macht zufriedener.

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem Geld die Lebensqualität nicht mehr steigern kann. Der Effekt, das Geld glücklich macht, flaut umso stärker ab, je mehr Geld man hat. Sobald man genügend Geld hat, um die Grundbedürfnisse zu decken und den eigenen Lebensstil auszuleben, steigt das Glücksniveau nicht mehr so stark wie am Anfang. Geld macht nur bis zu einer bestimmten Größe glücklicher, dann beruhigt es wahrscheinlich mehr, als dass es zum Glücksfaktor wird.

Geld kann unglücklich machen. Was manche nicht glauben wollen, ist für zahlreiche ehemalige Lottomillionäre bittere Realität. Statistisch sind nach wenigen Jahren vier von fünf Lottomillionären ärmer, als vor dem Lottogewinn. Grund hierfür ist die fehlende Vertrautheit mit derartig großen Geldmengen und das Fehlen eines freien Finanzberaters. Wer lebenslang sparen musste und metaphorisch jeden Cent zweimal umdrehte, kommt schnell in die Versuchungen, die ein Millionengewinn mit sich bringt. Man vergisst, dass das neue teure Auto regelmäßige Versicherungsbeiträge mit sich zieht und das Volltanken viel teurer ist als bei dem gewohnten Kleinwagen. Das frisch erworbene Eigenheim bleibt nicht für immer vollkommen und die ersten notwendigen Renovierungsarbeiten wurden nicht einkalkuliert. Kurzum, das gewonnene Geld wird mit so viel Euphorie ausgegeben, dass kein Gedanke daran verschwendet wird, dass die Menge langsam schrumpft. Daran sieht man, dass nicht Geld allein glücklich macht, sondern auch der richtige Umgang damit entscheidend ist.

Am Tag des Glücks sollte sich jeder bewusst machen, dass ein höherer Kontostand Komfort schafft, die wichtigeren Freuden aber durch liebe Menschen, Gesundheit und inneren Frieden entstehen. Wer mit wenig Geld unglücklich ist, wird es leider auch mit viel Geld bleiben.

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