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girocard erschließt neue Akzeptanzbereiche / Pilotprojekt „Terminal ohne PIN-Pad“ startet (FOTO)

Aufbauend auf die erfolgreiche Entwicklung der girocard kontaktlos
im Handel im vergangenen Jahr hat die Deutsche Kreditwirtschaft den
Startschuss für eine besondere Entwicklung zum Bezahlen gegeben: Das
Terminal ohne PIN-Pad (TOPP). Gemeinsam mit Netzbetreibern,
Terminalherstellern und Automatenbetreiber untersucht sie im Rahmen
eines Pilotprojekts den Einsatz dieser verschlankten Terminals, die
ohne PIN-Pad und Steckleser auskommen. Die kontaktlose Zahlung am
TOPP hat das Potenzial, stark vom Bargeld dominierte Marktsegmente
für Kunden und Händler für die Zahlung mit girocard kontaktlos zu
öffnen. Das Terminal eignet sich für Zahlungen im Kleinbetragsbereich
sowohl für den Einsatz an unbedienten Endgeräten, wie z. B.
Verkaufsautomaten, als auch für die Bezahlung an bedienten Kassen,
wie z. B. in Bäckereien.

Da kontaktlose Transaktionen bis 25 Euro ohne PIN-Eingabe
ausschließlich über die NFC-Schnittstelle eines girocard Terminals
durchgeführt werden, benötigt dieses lediglich einen Kontaktlosleser.
Auf den üblichen Chipkartenleser und das PIN-Pad kann verzichtet
werden. Damit kann das Terminal kleiner gestaltet werden und lässt
sich so leichter in verschiedene Automatentypen einbauen oder
nachrüsten. Zudem ergibt sich durch die Verschlankung ein geringerer
Wartungsaufwand, da weniger mechanische Komponenten von außen
verschmutzt oder beschädigt werden können.

Mit der Entwicklung begegnet die Kreditwirtschaft einem direkten
Kundenwunsch: So zeigte zum einen eine repräsentative
Endkundenbefragung, die die GfK im Mai 2017 im Auftrag der EURO
Kartensysteme durchgeführt hatte, dass die Mehrheit aller girocard
Nutzer (56 Prozent) das Angebot nutzen möchten, bargeldlos an
Automaten zu bezahlen. Zum anderen forderten auch Automatenbetreiber
eine Lösung, um girocard Zahlungen an Automaten zu akzeptieren. Sie
erhöhen nun durch den Einsatz von TOPP ihre Endkundenreichweite,
steigern ihre Verfügbarkeit und profitieren von reduzierten
Bargeldkosten.

Projektverlauf und Zielsetzung

Im Januar 2018 haben die ersten Terminalhersteller (CCV und FEIG
ELECTRONIC) sowie Netzbetreiber (BS PAYONE und CardProcess) eine
Betriebserlaubnis im Rahmen des Pilotprojekts erhalten. Aktuell
werden Akzeptanzstellen der Teilnehmer mit den neuen Terminals
ausgestattet. Die erste Installation eines TOPP haben CardProcess und
FEIG ELECTONIC zu vermelden: Beim Imbiss „Die Wurst“ in Bad Hersfeld
können Kunden seit Anfang Februar am TOPP bezahlen. Die ersten
Transaktionen verliefen reibungslos. „Das Terminal ohne PIN-Pad ist
eine gute Ergänzung beim Kassieren“, so Ralph Salzmann Betreiber des
Imbisses „Die Wurst“. „Es ist schnell, sauber und hygienisch. Und
auch bei den Kunden kommt das gut an – schon jetzt zahlen immer mehr
kontaktlos mit ihrer girocard.“

Ziel des Pilotprojekts ist es, praktische Erfahrungen zur Nutzung
von Terminals ohne PIN-Pad in verschiedenen Einsatzbereichen zu
sammeln und auch in neuen Bereichen das optimale Bezahlerlebnis für
Kunden zu schaffen. Denkbar ist die Nutzung neben der
Automatenbranche, z. B. bei Schließfächern, Stromtankstellen,
Autowaschanlagen und öffentlichen Toiletten, aber auch bei mobilen
Händlern. Die Ergebnisse werden in die spätere Entscheidung der
Deutschen Kreditwirtschaft über einen Regelbetrieb einfließen und
dienen den Projektteilnehmern in der Folge als
Entscheidungsgrundlage. Das TOPP kann auf den großen Erfolg der
girocard kontaktlos aufbauen: Bereits im ersten Jahr seit der
nationalen Einführung können Kunden mit rund 35 Millionen
ausgegebenen, kontaktlosfähigen Karten an rund 385.000 umgerüsteten
Terminals bezahlen.

Über die girocard:

Rund 100 Millionen girocards und Kundenkarten von Banken und
Sparkassen gibt es in Deutschland. „girocard“ ist der übergeordnete
und neutrale Rahmen der Deutschen Kreditwirtschaft für ihre zwei
bewährten Debitkarten-Zahlungssysteme: Das girocard (electronic cash)
Verfahren als Chip-basiertes Bezahlen direkt vom Konto und die
Bargeldbeschaffung an den Geldautomaten in Deutschland („Deutsches
Geldautomaten-System“). Mit der stetigen technischen Innovation sowie
der persönlichen Geheimzahl PIN (Personal Identification Number)
garantiert die Deutsche Kreditwirtschaft den stets sicheren und
einfachen Einsatz des girocard-Systems. Die girocard als Deutschlands
meist genutzte Debitkarte ermöglicht immer mehr Bank- und
Sparkassenkunden den neuen, komfortablen Service des kontaktlosen
Bezahlens. Der Name und das Logo girocard wurden 2007 von der
Deutschen Kreditwirtschaft eingeführt.

Über EURO Kartensysteme:

Als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Kreditwirtschaft
übernimmt die EURO Kartensysteme GmbH Aufgaben im gemeinsamen
Interesse der deutschen Banken und Sparkassen im Bereich des
kartengestützten Zahlungsverkehrs. Die EURO Kartensysteme GmbH
konzentriert sich dabei insbesondere auf zentrale Aufgaben und
Serviceleistungen, wie z. B. Marketing und Business Development für
die girocard und ihre Prepaid-Bezahlfunktionen GeldKarte und girogo
sowie die weiteren Funktionen auf dem Chip, die Entwicklung von
operationalen Sicherheitsstandards und Methoden der
Missbrauchsbekämpfung, zudem die Mastercard-Lizenzverwaltung.

Pressekontakt:
EURO Kartensysteme GmbH
Sandra Schubert
Marketing und PR
Tel.: +49 (0)69 / 97945-4853
Fax: +49 (0)69 / 97945-4847
presse@eurokartensysteme.de

relatio PR
Nina Kuffer
Tel.: +49 (0)89 / 210257-27
Fax: +49 (0)89 / 210257-19
nina.kuffer@relatio-pr.de

Original-Content von: EURO Kartensysteme GmbH, übermittelt durch news aktuell

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