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Goldenworkers – zu jung fürs Abstellgleis

München, 25. Juli 2012. Obwohl die Lebenserwartung inzwischen bei über 80 Jahren liegt, geht ein Großteil der Beschäftigten bereits mit 61 Jahren in Ruhestand. Schätzungen zufolge wird jedoch ein Drittel der europäischen Bevölkerung im Jahr 2050 die Sechzig bereits überschritten haben. Die Folge ist klar: Wir werden in Zukunft gezwungen sein, länger zu arbeiten. Das EU-Projekt „Goldenworkers“ untersucht zukünftige Herausforderungen für Arbeitgeber, Auswirkungen der rasanten technologischen Entwicklung für ältere Arbeitnehmer und wie Menschen länger aktiv am Berufsleben teilnehmen können. Koordiniert wird das Projekt von der IESE Business School mit Prof. Antonio Dávila als verantwortlichem Projektleiter.

Über das Projekt
Aktives Älterwerden steht seit Oktober 2011 im Mittelpunkt der „Goldenworkers“. Finanziert wird das Projekt durch das Siebte Rahmenprogramm der Europäischen Kommission. Als Projektträger ist die IESE Business School – Universidad de Navarra mit der Entwicklung der Roadmap beauftragt. Gleichzeitig fungiert der Gesamtkoordinator IESE als zentrale Schnittstelle und sorgt für eine reibungslose Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten. Professor Dávila ist als verantwortlicher Projektleiter zuständig für die Überprüfung von Termin-, Kosten- und Qualitätszielen sowie das Risikomanagement. Das Projekt läuft noch bis Ende des Jahres.

Weitere Projektpartner sind Ernst & Young Business School Scuola Di Management SRL (Italien), Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. (Deutschland), VTT (Finnland), Age Platform Europe AISBL (Belgien), TECH4i2 (UK) sowie Fundación Adecco (Spanien).

Ziele von „Goldenworkers“ sind die

* Identifikation zukünftiger Technologien und sozioökonomischer Trends,
* Entwicklung neuer Modelle für eine längere berufliche Aktivität sowie die
* Ermittlung neuer Anwendungsbeispiele im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) für aktives Älterwerden in der Arbeitswelt.

Roadmap
Im Rahmen des Projekts soll zudem eine Roadmap erstellt werden, die Forschungsrichtungen und -ansätze im Bereich ITK für aktives Älterwerden in der Arbeitswelt aufzeigt. Zusätzlich erhalten Unternehmen und öffentliche Einrichtungen einen Maßnahmenplan, der sie dabei unterstützt, sich auf die neuen demografischen, ökonomischen und sozialen Gegebenheiten einzustellen. Schließlich sollen politischen Entscheidungsträgern Vorschläge zu einer verbesserten Integration von älteren Arbeitnehmern in die Gesellschaft unterbreitet werden.

Perspektiven für Goldenworkers
In Brüssel präsentierten Experten bereits erste Ergebnisse zu den Themenbereichen Altersmanagement und ITK, Trends und Herausforderungen in der ITK sowie – allgemeiner – Wertschätzung älterer Mitarbeiter.

So lauten Schlussfolgerungen für die Arbeitgeberseite: Mitarbeiter über 45 Jahre müssen besser in Unternehmen eingebunden und stärker wertgeschätzt werden. Denn Aufgaben gibt es für alle Arbeitnehmer – unabhängig vom Geburtsjahr. Damit ältere Mitarbeiter aber auch tatsächlich länger als heute aktiv am Berufsleben teilnehmen können, müssen Arbeitgeber durch flexible Arbeitszeitmodelle und ergonomische Arbeitsplätze die Voraussetzungen dafür schaffen. Denn Erfahrung und Wissen dieser Gruppe dürfen nicht unterschätzt werden und verloren gehen. Mögliche weitere Einsatzbereiche sind Mentorenprogramme oder Ausbildung. Aber auch als Berater für Startups oder Kleinstunternehmen können sich für „Mitarbeiter 45+“ neue Betätigungsfelder eröffnen.

Designer und Hersteller von ITK-Geräten dagegen werden von den Projektexperten aufgefordert, mehr Verständnis für die Bedürfnisse, Erwartungen und Probleme der älteren Nutzer zu entwickeln.

„Organisationen, die wettbewerbsfähig bleiben möchten, müssen umdenken und sich der neuen Realität im Arbeitsleben anpassen“, meint dazu Professor Dávila. „Eine an das Alter angepasste technische Ausstattung, die Gestaltung flexibler Arbeitszeitmodelle und finanzielle Anreize sind mit Sicherheit erste Wege, um das aktive Älterwerden im Berufsleben zu fördern.“

Weitere Informationen unter:
http://www.maisberger.de


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