Gründe, warum mHealth eine große Zukunft vor sich hat

Telemedizin ist nicht nur wegen der Corona-Pandemie immer beliebter geworden. Auch vor Ausbruch des SARS-CoV-2-Erregers erlebte Telemedizin weltweit immer mehr Zuspruch. Mit Telemedizin sind hier nicht nur virtuelle Konsultationen von Ärzten gemeint, sondern der ganze Sektor, der die Diagnostik, Therapie und Überwachung von Patienten unter Überbrückung einer zeitlichen oder räumlichen Distanz umfasst. Neben der virtuellen Konsultation von Ärzten erlebt besonders der Bereich mHealth in den letzten Jahren einen rasanten Aufschwung.

MHealth steht für „mobile Gesundheit“. Sie dient in erster Linie der Unterstützung von medizinischen Maßnahmen oder Verfahren durch Geräte wie Smartphone, Tablets oder Computer. Auch Smartwatches und Fitnesstracker werden zum Bereich mHealth gezählt. Die Uhren oder Armbänder sind meist mit Sensoren ausgestattet und können Dinge, wie den Herzschlag und die zurückgelegte Distanz erfassen. Auch das Schlafverhalten kann mit vielen dieser Geräte erfasst und analysiert werden.

Egal ob Fitnesstracker oder nicht, im Zentrum der meisten mHealth-Anwendungen steht eine App, die es dem User leichter machen soll, gesund zu bleiben. Diese Apps können den Nutzer auffordern, sich mehr zu bewegen, ihn daran erinnern, genug Wasser zu trinken oder auf Auffälligkeiten beim Schlafrhythmus hinweisen. Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Apps sind vielfältig und in vielen Fällen noch nicht ganz ausgereift. Doch wegen des schnellen technischen Fortschritts sind sich die meisten Experten sicher, dass mHealth als Erweiterung für die Überwachung und Therapie von Patienten eine immer größere Rolle spielen wird.

Die Möglichkeiten, die mHealth für die Zukunft bietet, sind vielfältig. Die größten Vorteile sind, neben den meist deutlich geringeren Kosten für die Gesundheitsversorgung, die ortsunabhängige Verfügbarkeit und Möglichkeit, binnen weniger Minuten mit einem Arzt zu sprechen. Für die Zukunft ist es denkbar, dass ein Patient mit einem Tracker seine Vitalwerte erfasst, diese bei Auffälligkeiten einem Arzt zusendet und mit diesem ein visuelles Beratungsgespräch bucht. So kann man nach kurzer Wartezeit mit einem Experten sprechen, der die Werte beurteilen und eine Therapie vorschlagen kann.

Die Verknüpfung von Apps und Fitnesstracker mit visuellen Sprechstunden ist ein besonders interessantes neues Feature. Schon heute bieten viele Gesundheitsunternehmen, wie KRY visuelle Konsultationen mit Ärzten an, die seit einiger Zeit auch digital Rezepte und Krankmeldungen ausstellen können. Haben diese Ärzte in Zukunft eine große Bandbreite an Vitalwerten, die durch Apps und Tracker erfasst wurden zur Verfügung, können diese viel schneller Auffälligkeiten erkennen und notwendige Schritte einleiten.

Natürlich ist die Technik noch nicht ganz ausgereift. Stiftung-Warentest stellte erst kürzlich fest, dass viele der preisgünstigen Tracker die Vitalwerte nicht korrekt erfassen, doch werden die Geräte in Zukunft immer besser und zuverlässiger werden und es ist heute schon möglich, bei dauerhafter Überwachung verschiedener Werte Auffälligkeiten zu erkennen.

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