Handwerk: 5,2 Millionen tätige Personen im Jahr 2017

Im Jahr 2017 waren in Deutschland im
zulassungspflichtigen und zulassungsfreien Handwerk rund 5,2
Millionen Personen tätig. Darunter waren mehr als 3,9 Millionen
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und etwa 718 000
geringfügig entlohnte Beschäftigte. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) auf Basis der Ergebnisse der Handwerkszählung weiter
mitteilt, erwirtschafteten die rund 554 000 Handwerksunternehmen mehr
als 574 Milliarden Euro Umsatz.

Die Unternehmen des Handwerks sind nach ihrem ausgeübten Gewerbe
in sieben Gewerbegruppen gegliedert. Bezogen auf die Anzahl der
Unternehmen, die tätigen Personen sowie den Umsatz war das
Ausbaugewerbe die größte Gewerbegruppe. Dazu gehören beispielsweise
Handwerksunternehmen der Bereiche Installation und Heizungsbau,
Malerei und Lackiererei sowie Elektrotechnik. Im Jahr 2017
erwirtschafteten im Ausbaugewerbe mehr als 227 000 Unternehmen mit
rund 1,5 Millionen tätigen Personen etwa 154 Milliarden Euro Umsatz.

Die kleinste Gewerbegruppe war das Gesundheitsgewerbe. Hier waren
rund 202 000 Personen in etwa 20 000 Unternehmen tätig und erzielten
16 Milliarden Euro Umsatz. Besonders relevante Gewerbezweige in
dieser Gruppe sind Unternehmen der Zahntechnik und Augenoptik.

Die Handwerke für den privaten Bedarf sind am stärksten von
kleinen Unternehmen geprägt. Zu diesen Handwerken gehören
beispielsweise Friseur-, Textilreinigungs- sowie
Steinmetzunternehmen. Sie bildeten mit rund 85 000 Unternehmen die
zweitgrößte Gewerbegruppe gemessen an der Zahl der Unternehmen. Die
Unternehmen der Handwerke für den privaten Bedarf hatten
durchschnittlich 4 tätige Personen je Unternehmen und etwa 46 000
Euro Umsatz je tätige Person. Zum Vergleich: Im Handwerk insgesamt
waren durchschnittlich 9 Personen je Unternehmen tätig und es wurden
rund 110 000 Euro Umsatz je tätige Person erwirtschaftet.

Die Ergebnisse der Handwerkszählung wurden durch Auswertung von
bereits bei der Verwaltung vorliegenden Daten aus dem Statistischen
Unternehmensregister ermittelt, also ohne zusätzliche Befragungen bei
Unternehmen. Somit wurden vor allem kleinere und mittelständische
Unternehmen von statistischen Erhebungen entlastet.

Detaillierte Ergebnisse für die Bundesländer publizieren die
Statistischen Landesämter.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und
Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes
unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Weitere Auskünfte:
Handwerkszählung,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 21 65,
www.destatis.de/kontakt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: +49 611-75 34 44
E-Mail: presse@destatis.de

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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