HdWM: Management-Hochschule legt Weiterbildungsprogramm für Migranten auf – Online-Befragung soll Flüchtlinge und Migranten zum Mitmachen ermuntern

(v.li.): Max Haider, Clarissa Prestel, Johanna Sandtner und Frederik Terré. Foto: Franz Motzko
 

MANNHEIM. Ein Team von Studierenden der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) in Mannheim will Migranten und Flüchtlinge näher an Weiterbildung heranführen. Über eine breit angelegte Online-Befragung will man das Interesse dieser Zielgruppe wecken. Der Präsident der HdWM, Prof. Dr. Michael Nagy, ist sich sicher, dass es einen beachtlichen Bedarf an Weiterbildungswünschen bei Migranten gibt.

Basis für dieses Vorhaben bildet das Forschungsprogramm QUAPI (Qualification with PRESENTER – not only – for Immigrants), das die HdWM bereits seit mehreren Jahren erfolgreich begleitet. QUAPI ist ein vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Land Baden-Württemberg gefördertes Projekt zum Aufbau von Strukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen in Baden-Württemberg.

Studententeam will mögliche vorhandene Hürden abbauen

Die HdWM-Studierenden Max Haider, Clarissa Prestel, Johanna Sandtner und Frederik Terré haben bereits viel Zeit investiert, um das Projekt voranzubringen. Die altersmäßige Spannbreite des anzusprechenden Personenkreises reicht von 20 bis 50 Jahre. Die Studierenden haben dazu einen Befragungsbogen entwickelt, der mögliche vorhandene Hürden in der Weiterbildung identifizieren soll. So sollen Migranten besser in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden. Der Befragungszeitraum ist bis zum April 2019 datiert, Ort der Weiterbildungsmaßnahmen ist die HdWM. Die Hochschule geht bei der Integration von Migranten mit gutem Beispiel voran, denn dort sind aktuell 32 Migranten und Flüchtlinge in verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben – eine bemerkenswerte Zahl.

Wie gelangt man zum Befragungsbogen? https://www.soscisurvey.de/quapi/

Den vier Master-Studierenden es wichtig, „dass die Bearbeitungsdauer der Befragung maximal zehn Minuten umfasst. „Aber man kann es auch in fünf Minuten schaffen“, sagt Clarissa Prestel. Mit der Initiative, die bereits über drei Master-Jahrgänge verläuft und von 14 Studierenden begleitet wird, soll das Forschungsprojekt QUAPI unterstützt werden. In den nächsten Wochen sollen möglichst viele Migranten und Flüchtlinge den Befragungsbogen anklicken und online ausfüllen. Ziel ist es, ein möglichst repräsentatives Ergebnis zu erhalten. Der Link zum Befragungsbogen: https://www.soscisurvey.de/quapi/

Projektbetreuung durch Professoren der HdWM

Das Projekt wird von Prof. Dr. Uwe Hochmuth, Prof. Dr. Özer Pinar und Monika Schwab betreut. „Im weiteren Sinne geht es hier um die Entwicklung eines Konzeptes zum lebenslangen Lernen, dass auch die Bedürfnisse der Migranten berücksichtigt. Das Forschungsprojekt wird voraussichtlich im Jahre 2020 veröffentlicht und kann ab diesem Zeitpunkt erworben werden“, sagt Pinar. Dem Studententeam sei es vor allem wichtig, das Projekt bekannt zu machen, wobei das Gewinnen von möglichst vielen Teilnehmern an der Befragung im Vordergrund steht. Die Meinungen von Migranten und „Nicht-Migranten“ seien gleichermaßen wichtig, schon wegen der Vergleichsmöglichkeit als Kontrollgruppe.

Der Geschäftsführer der HdWM, Wolfgang Dittmann, sagt: „Weiterbildung für alle gesellschaftlich relevanten Bereiche ist ein wichtiger Baustein im Konzept der Hochschule. Dass Flüchtlinge und Migranten eine besondere Zuwendung erfahren sollen, ist uns sehr wichtig. Die Gewinnung dieser Zielgruppe für Weiterbildungsmaßnahmen kann ein wichtiges Element dazu sein, die gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Die HdWM will dazu ihren Beitrag leisten“.
Text: Franz Motzko

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