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IMSF-Zuversichtsbarometer: Deutsche sehen bei der Rente schwarz

Männer haben weniger Zukunftssorgen als Frauen,
junge Erwachsene blicken positiver in die die kommende Zeit als
Ältere und die Menschen im Osten sind skeptischer als die im Westen.
Die Entwicklung der Rentenversicherung und die Situation der Umwelt
werden besonders kritisch gesehen. Dagegen sehen die Befragten im
Bereich des Arbeitsmarkts und der Krankenversicherung besonders
zuversichtlich in die Zukunft. Dies sind Ergebnisse des
IMSF-Zukunftsbarometers, einer repräsentativen Umfrage bei 2048
Personen von YouGov für die Initiative Markt- und Sozialforschung
über die persönlichen Erwartungen der Menschen in verschiedenen
Bereichen des öffentlichen Lebens.

Die Frage nach der Zuversicht hinsichtlich der Sicherung des
Friedens wird mit unterschiedlichem Alter sehr abweichend
beantwortet: Während bei den 18- bis 24-jährigen noch mehr als jeder
fünfte positiv in Zukunft blickt, ist bereits in der Altersgruppe ab
35 aufwärts nur noch etwa jeder zehnte optimistisch. Auch im Bereich
der politischen Stabilität und der inneren Sicherheit, wo etwa 60
Prozent der Bevölkerung besorgt sind, schauen die jungen Erwachsenen
mit knapp über 20 Prozent optimistischer in die Zukunft als ältere
Bevölkerungsgruppen. Die Flüchtlingssituation wird von 65 Prozent der
Deutschen mit Sorge gesehen. Auch hier steigt der Prozentsatz der
pessimistischen Menschen mit zunehmendem Alter.

In der Situation am Arbeitsmarkt herrscht von allen Bereichen des
öffentlichen Lebens am meisten Zuversicht: Etwas mehr als Viertel der
Bevölkerung sind zuversichtlich oder sehr zuversichtlich.
Interessanterweise sind die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, dem
Flächenbundesland mit höchsten Arbeitslosenquote, deutlich
optimistischer: Hier schauen 35 Prozent positiv in die Zukunft. Die
Erwartungen in Baden-Württemberg, dem Land mit der geringsten
Erwerbslosenquote bundesweit, entsprechen dagegen dem bundesdeutschen
Durchschnitt.

Das Bildungswesen, von 55 Prozent der Deutschen pessimistisch
beurteilt, schneidet ebenfalls bei den Jüngeren etwa zehn
Prozentpunkte besser ab als bei den Menschen ab 35 aufwärts. Zudem
hat der Bildungsgrad einen großen Einfluss auf die Zuversicht im
Bereich des Bildungswesens: Während nur 42 Prozent der Menschen ohne
Schulabschluss pessimistisch in die Zukunft blicken, sind es bei der
Gruppe der Menschen mit Abitur oder einem ähnlichen Abschluss 58
Prozent.

Dem Zustand der Krankenversicherung sieht über die Hälfte ohne
Sorge entgegen, die meisten Bürger haben keine Meinung oder erwarten
keine Änderung. Ähnlich sieht es bei der Situation der Medien aus.
Auch hier machen sich die Deutschen keine großen Sorgen.

Fast 60 Prozent tragen Sorge, ob in Zukunft ausreichend Wohnraum
zur Verfügung steht. Wenig überraschend sind Haushalte mit geringerem
Einkommen weniger zuversichtlich als Haushalte mit mehr Einkommen.
Ebenso scheint die Republik zweigeteilt: Die nördlichen
(Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen) und südlichen
(Baden-Württemberg, Bayern) Bundesländer blicken um einiges
pessimistischer in die Zukunft als die Länder im Osten
(Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen) und Westen
(Saarland).

70 Prozent der deutschen Bevölkerung sehen im Bereich der
Rentenversicherung besorgt in die Zukunft, nur neun Prozent der
Deutschen ist bei diesem Thema zuversichtlich. Damit wird die Rente
besonders pessimistisch gesehen. In der Altersgruppe der 45- bis
54-jährigen blicken fast 4 von 5 Deutschen sorgenvoll auf die Rente,
gleiches gilt für Menschen, die nicht in Vollzeit erwerbstätig sind.
Die Situation der Umwelt wird ebenfalls für sehr bedenklich gehalten.
69 Prozent der Deutschen blicken, diesen Bereich des Lebens
betreffend, besorgt oder sehr besorgt in die Zukunft, während nur
acht Prozent zuversichtlich sind.

Studiensteckbrief:

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov
Deutschland GmbH, an der 2048 Personen zwischen dem 05.03.2018 und
07.03.2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind
repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Durchgeführt von YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der Initiative
Markt- und Sozialforschung.

Über die IMSF

Ziel der Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. ist es, die
Öffentlichkeit über Markt- und Sozialforschung und deren Unterschied
zu Werbung und Verkauf zu informieren. Weitere Aufgaben sind, die
Garantie von Anonymität und Datenschutz zu betonen und den Nutzen von
Markt- und Sozialforschung für die Gesellschaft zu verdeutlichen.
Weitere Informationen unter www.deutsche-marktforscher.de

Träger der Initiative sind die Branchenverbände der Markt- und
Sozialforschung:

– ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute
e.V.
– Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e.V. (ASI)
– BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V.
– Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF)

Unterstützt wird die Initiative Markt- und Sozialforschung e.V. durch
die Fördermitglieder:

– GapFish GmbH
– GfK Verein
– infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH
– Ipsos GmbH
– Psyma Group AG
– SKOPOS Institut für Markt- und Kommunikationsforschung GmbH & Co.KG
– Kantar Deutschland GmbH & Co. KG
– YouGov Deutschland AG

Kontakt und weitere Informationen:
Initiative Markt- und Sozialforschung e.V.
Tobias Petschelt
Französische Straße 8
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 – 206 16 38 22
Fax: +49 (0)30 – 206 16 38 29
presse@deutsche-marktforscher.de

Original-Content von: Initiative Markt- und Sozialforschung, übermittelt durch news aktuell

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