Insolventes Traditionsunternehmen in Sachsen gerettet

Ein Investor hat zum 1. Mai 2020 die insolvente Wurst- und Fleischwaren Bautzen GmbH mit allen 60 Mitarbeitern übernommen, das Unternehmen ist gerettet.

Die Käufer kommen aus der Region: Es sind die Unternehmerbrüder Karl und Uwe Dominick, denen die Mehrheitsanteile der LetMERepair Gruppe gehören. Unter anderem zählen die Kirschauer Aquakulturen GmbH sowie die Puricare GmbH in Kirschau zum Dominick-Verbund.

Zusätzlich unterstützt die regionale Beteiligungsgesellschaft der Sparkassen, die RBB Management AG, mit einer Beteiligung den Neustart des Bautzner Traditionsunternehmens.

Die ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG begleitete die Investorensuche und führte eine Vielzahl von Gesprächen sowie Betriebsbesichtigungen mit mehreren Interessenten durch. Geschäftsführer Simon Leopold begründet die Auswahl der Investoren: “Die Brüder Karl und Uwe Dominick hatten schließlich das schlüssigste Gesamtkonzept und das beste Angebot. Sie übernehmen den Standort und die Mitarbeiter, das war nicht bei allen Interessenten der Plan. Einige wollten nur die Kunden, Markenrechte, Rezepte oder ausgewählte Maschinen erwerben. Zudem haben die neuen Eigentümer eine Vision, wie sich die Firma und das Angebot weiterentwickeln lassen – wir sind deshalb besonders froh, dass eine Einigung mit allen Seiten gelungen ist.

Die Erwerber setzen auf regionale Konzepte, was sich auch im künftigen Firmennamen zeigt: “Meisters Wurst- und Fleischwaren Bautzen GmbH”. Ein klares Bekenntnis zur Region, dem Handwerk und der Tradition der Marke “Meisters”.

“Dass der Erhalt des Unternehmens in dieser Form gelingt, war nicht selbstverständlich”, wie die Generalbevollmächtigten Rechtsanwalt Thomas Beck sowie der Rechtsanwalt Folker Hochmuth von der Kanzlei Beck Rechtsanwälte bestätigen. Sie hatten seit der Insolvenzanmeldung im September 2019 die Geschäftsleitung in ständiger und sehr enger Abstimmung mit dem eingesetzten Sachwalter fortlaufend operativ unterstützt und waren bei einer Vielzahl an Kundenverhandlungen, Lieferantengesprächen und Mitarbeiterversammlungen dabei. “Das gesamte Team musste in den rund acht Monaten der Sanierung viele Herausforderungen bewältigen. Dazu gehörte nicht nur die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen, sondern auch generell die Behauptung am Markt trotz Insolvenz in einem schwierigen Umfeld und der knallharten Preispolitik der Händler. Alle haben an einem Strang gezogen und waren sehr engagiert, nur so konnte die Rettung gelingen”, erzählt Thomas Beck.

Rechtsanwalt Dr. Dirk Herzig von der Kanzlei Schultze & Braun als Sachwalter und damit auch Vertreter der Gläubigerinteressen, zeigte sich ebenfalls sehr erfreut: “Das war ein hartes Stück Arbeit, da die Fortführung und die Unterstützung in den Gesprächen mit Kunden, Lieferanten und Investoren aufgrund des schwierigen Marktumfeldes sehr anspruchsvoll und zeitintensiv war. Am Ende hat sich der Einsatz des gesamten Teams ausgezahlt. Das Unternehmen, der Standort und seine Mitarbeiter erhalten nun eine neue Zukunftsperspektive, was sie auch wirklich verdient haben.”

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