Jobsuche 2026: Mehrheit der Deutschen fühlt sich unvorbereitet – LinkedIn-Umfrage zeigt wachsende Unsicherheit und neue Chancen

Jobsuche 2026: Mehrheit der Deutschen fühlt sich unvorbereitet – LinkedIn-Umfrage zeigt wachsende Unsicherheit und neue Chancen
 

– Fast 80 Prozent der Deutschen fühlen sich nicht ausreichend auf die Jobsuche 2026 vorbereitet – bei der Generation Z sind es sogar über 90 Prozent.
– Mehr als die Hälfte (52 Prozent) empfindet die Jobsuche als schwieriger als im Vorjahr – Gründe sind ein gestiegener Wettbewerb und Unsicherheit bei Qualifikationen.
– Jeder dritte Befragte (33 Prozent) sucht gezielt nach alternativen Beschäftigungsformen wie Freelance-, Auftrags- oder Beratungstätigkeiten – bei der Gen Z sogar 53 Prozent.

Laut einer aktuellen Umfrage* von LinkedIn fühlen sich fast 80 Prozent der Deutschen nicht ausreichend auf die Jobsuche im Jahr 2026 vorbereitet. Besonders ausgeprägt ist diese Unsicherheit bei der Generation Z: Hier sind es sogar über 90 Prozent. Über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) empfindet die Jobsuche heute als schwieriger als noch vor einem Jahr – Gründe sind der gestiegene Wettbewerb, ein angespannter Arbeitsmarkt und Unsicherheit bei den eigenen Qualifikationen.

Wachsende Unsicherheit am Arbeitsmarkt

Die Umfrage zeigt, dass aktuell weniger Menschen einen Jobwechsel planen als noch vor einem Jahr. Während 2025 noch 53 Prozent der Befragten einen Wechsel in Betracht gezogen haben, sind es dieses Jahr nur noch rund 42 Prozent. Die Gründe für die gestiegene Unsicherheit sind vielfältig: Von der angespannten wirtschaftlichen Lage (20 Prozent) bis hin zu einem spürbar härteren Wettbewerb um offene Stellen (41 Prozent).

KI als Chance und Herausforderung

Künstliche Intelligenz sorgt für zusätzliche Verunsicherung unter Arbeitnehmern: Mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Befragten in Deutschland befürchtet, nicht über die Fähigkeiten zu verfügen, die der schnelle technologische Wandel verlangt. 44 Prozent sind sich unsicher, wie sie sich im Bewerbungsprozess von der Masse abheben können, da KI sowohl die Erstellung als auch die Auswahl von Bewerbungen schon jetzt maßgeblich prägt.

„Die Arbeitswelt ist aktuell mehr im Umbruch denn je – aber eins ist klar: diese Entwicklung können wir nicht aufhalten. Wir sollten uns daher fragen, wie wir den Wandel aktiv für uns nutzen können“, sagt Barbara Wittmann (https://www.linkedin.com/in/wittmannbarbara/), Country Managerin LinkedIn DACH. „Wer jetzt aktiv wird, sich weiterbildet und neue Technologien für sich nutzt, hat die besten Chancen, gestärkt aus dieser Phase hervorzugehen. Unsicherheit ist kein Hindernis, sondern sollte der Antrieb für die persönliche Entwicklung sein.“

Trotz dieser bestehenden Unsicherheiten gegenüber neuen Technologien zeigen die Ergebnisse auch, dass deutsche Arbeitnehmer dem Einsatz von KI bei der Jobsuche offen gegenüberstehen und die Technologie bereits aktiv nutzen. 75 Prozent der Arbeitssuchenden integrieren KI-Tools in ihre Jobsuche – sei es für den Lebenslauf (25 Prozent), das Anschreiben (21 Prozent), die Stellensuche oder die Interviewvorbereitung (20 Prozent).

Neue Wege in der Karriereplanung

Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt führen zu einer erkennbaren Anpassungsfähigkeit: Fast jeder Fünfte (19 Prozent) kann sich vorstellen, die bisherige Branche zu verlassen und neue Aufgaben oder Rollen zu übernehmen. Besonders auffällig ist der Trend weg von klassischen Vollzeitstellen: Ein Drittel aller Befragten (33 Prozent) konzentriert sich inzwischen auf Freelance-, Auftrags- oder Beratungstätigkeiten. Bei der Gen Z legt sogar über die Hälfte (53 Prozent) den Fokus auf alternative Beschäftigungsformen.

„Karrieren verlaufen heute selten geradlinig. Die Fähigkeit, sich flexibel auf neue Anforderungen einzustellen und kontinuierlich zu lernen, wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor“, so Wittmann. „Außerdem ist die Bereitschaft, neue Wege zu gehen – sei es durch einen Branchenwechsel oder alternative Beschäftigungsformen – heute wichtiger denn je. Wer sich traut, über den Tellerrand zu schauen, entdeckt oft ungeahnte Möglichkeiten.“

LinkedIn unterstützt diesen Wandel mit modernen KI-Tools, die über die klassische Schlagwortsuche hinausgehen. Mit der KI-gestützten Jobsuche lassen sich passende Stellen flexibel über die Eingabe eigener Kompetenzen finden. Die Job-Match-Funktion ermöglicht es darüber hinaus, die eigenen Fähigkeiten direkt mit den Anforderungen einer Stellenanzeige abzugleichen.

Tipps für die Jobsuche 2026

– Fähigkeiten ins Rampenlicht rücken: Starre Jobtitel verlieren an Bedeutung, individuelle Skills werden zum entscheidenden Türöffner. Eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Stärken – ergänzt durch Feedback von Kollegen – hilft, das Profil auf LinkedIn oder im Lebenslauf präzise zu schärfen. Kompetenzen sollten im Bewerbungsprozess mit konkreten Praxisbeispielen belegt werden.
– Mut zu Neuem haben: Der technologische Wandel erfordert Offenheit gegenüber unbekannten Aufgabenfeldern. Wer bereit ist, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – etwa durch LinkedIn Learning (https://www.linkedin.com/learning/?u=104) oder gezielte Trainings im aktuellen Job -, bleibt flexibel und signalisiert Zukunftsorientierung.
– Austausch als Orientierungshilfe nutzen: Ein aktiver Dialog innerhalb der Community liefert wertvolle Einblicke in einen sich wandelnden Arbeitsmarkt. Vernetzung und gezieltes Nachfragen bei potenziellen Arbeitgebern schaffen Transparenz und helfen, neue Karrieremöglichkeiten frühzeitig zu erkennen.

Zur besseren Orientierung bei der Karrierewahl hat LinkedIn wieder die aktuellen Top 25 Jobs im Trend** (https://www.linkedin.com/pulse/die-linkedin-jobs-im-trend-2026-das-sind-deutschlands-wrvde/) veröffentlicht. Das Ranking führt die 25 wachstumsstärksten Berufe der vergangenen drei Jahre auf und hilft dabei, zukunftssichere Berufsfelder und Weiterbildungsmöglichkeiten zu identifizieren.

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen, einzig in Zitaten nutzen wir beide Formen.

Methodik

* Die Ergebnisse basieren auf einer von LinkedIn beauftragten Befragung durch Censuswide. Insgesamt wurden 2002 Beschäftigte in Voll- oder Teilzeit sowie Menschen, die ohne Beschäftigung aber aktuell auf Jobsuche sind (im Alter von 18-79 Jahren) in Deutschland im Zeitraum vom 14. November 2025 bis zum 28. November 2025 befragt.

** Das LinkedIn Economic Graph Team hat Millionen Jobs untersucht, die LinkedIn-Mitglieder zwischen dem 1. Januar 2023 und dem 31. Juli 2025 aufgenommen haben, um die Wachstumsrate für jede Jobbezeichnung zu berechnen. Damit eine Jobbezeichnung im Ranking berücksichtigt wurde, musste sie ein positives Wachstum unter den LinkedIn-Mitgliedern aufweisen, ausreichend Stellenanzeigen im vergangenen Jahr verzeichnen und bis 2025 eine bedeutende Größenordnung erreicht haben. Identische Jobbezeichnungen auf unterschiedlichen Karrierestufen wurden zusammengefasst und gemeinsam bewertet. Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten, Interims-Positionen und Studentenjobs wurden ausgeschlossen, ebenso wie Jobs, bei denen die Einstellungen in jedem Land von nur wenigen Unternehmen dominiert wurden. Zusätzliche Datenpunkte zu den einzelnen Jobbezeichnungen basieren auf LinkedIn-Profilen von Mitgliedern, die diesen Titel führen, und/oder offenen Stellen für diese Tätigkeit im jeweiligen Land.

Pressekontakt:

LinkedIn
Deborah Berger, Communications Manager DACH
E-Mail: dberger@linkedin.com

fischerAppelt, relations GmbH
Hanna Mutmann, Senior Consultant Media Relations
E-Mail: hanna.mutmann@fischerappelt.de

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