JU-Chef Kuban warnt CDU-Lager vor gegenseitiger Diffamierung

Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, hat die
Unterstützer der Kandidaten um den CDU-Vorsitz vor gegenseitiger Diffamierung
gewarnt. „Wenn sich alle so angreifen, dass am Ende der Gewählte beschädigt ist,
haben wir als Partei gemeinsam nichts gewonnen. Ich rufe daher alle in der Union
zu einem Verhalten auf, das für den eigenen Kandidaten wirbt, aber nicht die
Anderen diffamiert“, sagte Kuban der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitag).
Es sei gut, dass alle Bewerber für den Tag nach der Wahl beim Sonderparteitag am
25. April zugesagt hätten, im Team der Union mitzuwirken. Trotz der
gegenteiligen Erfahrungen nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur
CDU-Chefin glaube er daran. „Denn alle Bewerber sollten wissen, dass es jetzt um
unseren Status als Volkspartei geht. Den erhalten wir nur, wenn wir zusammen für
Deutschlands Zukunft kämpfen.“ Angesichts der vielen Fraktionen in den
Parlamenten wäre es seiner Ansicht nach ein Erfolg für die derzeit in Umfragen
mit 27 Prozent bewertete Union, „eine stabile Mitte 30-Prozent-Partei“ zu sein.
„Volkspartei sind wir aber vor allem dann, wenn sich bei uns alle Teile der
Bevölkerung wiederfinden. Von Jung bis Alt, vom Arbeitnehmer bis zum
Unternehmer, vom Silver Surfer bis zum Influencer. Auf die Frage, was der CDU
nie wieder passieren dürfe, sagte Kuban: „Dass wir unsere Politik zu wenig
erklären.“

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