Kartenzahlungs-Gebühren: So kalkulieren Händler ihre Kosten richtig

Kartenzahlungs-Gebühren: So kalkulieren Händler ihre Kosten richtig
(© REA Card GmbH)
 

Kunden erwarten heute, nahezu überall mit Karte bezahlen zu können – vom Einzelhandel über die Gastronomie bis hin zum Friseursalon. Für Unternehmen stellt sich deshalb längst nicht mehr die Frage, ob Kartenzahlung angeboten werden sollte, sondern zu welchen Kosten. Genau hier entstehen jedoch häufig Missverständnisse. Denn die beworbenen Gebühren eines Zahlungsanbieters spiegeln oft nur einen Teil der tatsächlichen Monatskosten wider.

Wer Kartenzahlungen akzeptiert, zahlt in der Regel nicht nur einen prozentualen Anteil des Umsatzes. Hinzu kommen häufig feste Entgelte pro Transaktion, Kosten für das Terminal sowie Service- und Abrechnungsleistungen. Welche Belastung am Ende tatsächlich entsteht, hängt stark von den individuellen Geschäftsabläufen ab. Ein Café mit vielen kleinen Beträgen kalkuliert anders als ein Fachgeschäft mit wenigen, aber höheren Umsätzen.

Besonders wichtig ist dabei der sogenannte Kartenmix. Zahlungen mit girocard sind für Händler meist günstiger als Kreditkartenzahlungen. Gleichzeitig können internationale Debitkarten oder Firmenkarten andere Gebührenstrukturen auslösen. Deshalb sollten Unternehmen Angebote nicht anhand einzelner Prozentsätze vergleichen, sondern immer auf Basis eines typischen Geschäftsmonats bewerten.

Neben den reinen Kosten spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Dazu gehören die Qualität des Supports, die Vertragslaufzeit, die Anbindung an bestehende Kassensysteme sowie die Zuverlässigkeit der eingesetzten Technik. Ein vermeintlich günstiges Angebot kann im Alltag schnell teuer werden, wenn Ausfälle oder zusätzlicher Verwaltungsaufwand entstehen.

Da Kartenzahlung mittlerweile den Großteil des stationären Umsatzes ausmacht, sollten Händler die Gebühren als festen Bestandteil ihrer Kalkulation betrachten. Wer die wichtigsten Kostenfaktoren kennt und Angebote realistisch vergleicht, kann langfristig sparen und gleichzeitig den Zahlungsservice für Kunden optimieren.