WAZ: Hoffnung für Afghanistan – Kommentar von Gudrun Büscher zum Ende der Isaf-Mission

Die Flagge im Isaf-Hauptquartier in Kabul ist
eingerollt, der längste und verlustreichste Einsatz der
Nato-Geschichte geht mit dem Jahreswechsel zu Ende. Es folgt der
Ausbildungseinsatz "Resolute Support" – Entschlossene Unterstützung.
Das soll entschieden klingen, ist aber nicht frei von Absurdität. Wie
so vieles in Afghanistan.

55 deutsche Soldaten haben in Afghanistan ihr Leben verloren. Sie
sollten, so hat es der damalige Verteidigungsminister Peter Struck

Weser-Kurier: Zum Segen des Papstes schreibt Bernhard Lassiwe:

Es ist eine alte Tradition: Jedes Jahr an
Weihnachten erteilt der Papst den Segen "Urbi et Orbi", der Stadt Rom
und der ganzen Welt. Es ist aber auch einer jener Momente, die
weltweit am meisten im Fernsehen zu sehen sind. Wenn Papst Franziskus
auf den Balkon am Petersplatz tritt, sehen Millionen Menschen zu. Das
macht den Weihnachtssegen relevant – gerade wenn der Papst, so wie
Franziskus, ein Gespür dafür entwickelt hat, bei seinen Äußerungen in
der Öffen

Weser-Kurier: Zu den Minsker Gesprächen schreibt Daniel Killy:

Es war so etwas wie eine Weihnachtshoffnung: Dass
die Wiederaufnahme der Gespräche in Minsk den Dialog zwischen der
Ukraine und Russland wieder in Gang bringen könnte. Doch die erneuten
Bemühungen um eine Friedenslösung für die Ostukraine gerieten zum
Fiasko. Und das Verhalten der beiden, man muss es schon so nennen,
Kriegsgegner, ist so vorhersehbar wie erschütternd. Der Ankündigung
der Ukraine, die NATO-Mitgliedschaft anzustreben, folgte prompt eine
neu

Weser-Kurier: Zu Weihnachten in Bethlehem schreibt Ulrich Sahm:

In Deutschland bieten Krippe und Weihnachtsgebäck
Augenblicke friedlicher Besinnung. Auch in Bethlehem, dem Ort des
biblischen Geschehens, gibt es Weihnachtsbäume, Lichter und Kitsch,
aber nicht wirklich friedliche Besinnung. Trotz eines kostenlosen
stündlichen Shuttlebusses aus Jerusalem (von Israel finanziert) kamen
weniger Touristen als früher. Die Berichterstattung über den weit
entfernten Gaza-Krieg im Sommer schreckt bis heute ab. Jeder Tourist
begrü&szl

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Straßer zum Film „The Interview“/Nordkorea

Sonys Rückzug vom Rückzug ist in diesem
seltsamen Schauspiel leider nicht die Wendung zum Guten. Die
Ideologisierung des Hacks bewirkt, dass vieles zu gut in ein
Schwarz-Weiß-Weltbild passt. Das macht misstrauisch. Fragen werden
nicht beantwortet, Debatten nicht geführt. Zu viel bleibt unter dem
Teppich. Die Presse- und Meinungsfreiheit ist jedenfalls keineswegs
gerettet, nur weil "The Interview" nun doch zu sehen ist. Vielmehr
wird die Freiheit der Kunst in

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Nordkorea/Cyberwar

Es gibt keinen Beweis, dass sich die USA und
Nordkorea gerade in einem heißen Cyberwar miteinander befinden. Aber
viele Indizien deuten darauf hin, dass hinter den Hacker-Angriffen
auf die Sony-Filmstudios in Hollywood die Machthaber in Pjöngjang
steckten. Und der Zusammenbruch des nordkoreanischen Internets würde
genau in das Raster jener Vergeltungsmaßnahmen passen, die
US-Präsident Barack Obama angekündigt hatte. Das Wort "Krieg" hat im
Interne

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kucznierz zum Internet-Blackout in Nordkorea

Ist der Internet-Blackout in Nordkorea nun also
die "angemessene Reaktion" nach dem Hackerangriff auf Sony, von der
US-Präsident Barack Obama gesprochen hatte? Das ist reine
Spekulation, und eine gefährliche noch dazu. Pjöngjang hatte
schließlich mit einer militärischen Antwort gedroht, sollten die
Vereinigten Staaten Aktionen gegen Nordkorea wagen. Man kann das
alles als Säbelrasseln abtun. Allerdings hat Bundesaußenminister
Steinmeier Recht,

Lausitzer Rundschau: Es wird enger Die Weltbevölkerung wächst zum Jahresende auf fast 7,3 Milliarden

Es wird immer enger auf dem Planeten. Allerdings
nicht in Europa. Das Wachstum der Weltbevölkerung auf 7,284
Milliarden Menschen bis zum Jahresende findet anderswo statt. Und
zwar in Afrika, in den Entwicklungsländern. Dort, wo schon jetzt die
Verteilungskämpfe groß sind und zum Teil kriegerisch geführt werden.
Wo das Bedürfnis nach Nahrung, Bildung und Wohlstand stetig zunimmt.
Und von wo aus bereits viele Flüchtlinge versuchen, nach Europa zu
gelangen

Lausitzer Rundschau: Mut zu träumen Weihnachtliche Wünsche: das andere Abendland

Es ist Weihnachten, und es ist eine gute
abendländische Tradition, dass man sich an Weihnachten etwas wünschen
darf. Wie das Kind, das mit großen Augen auf die verpackten Geschenke
schaut. Ach, so ein Kindskram. Wir leben doch in einer
Erwachsenenwelt! Jedenfalls in einer Welt, die von Erwachsenen
dominiert wird. Also lautet die große Frage: Wie naiv darf ein
Erwachsener noch sein, um ernst genommen zu werden? Wie naiv war
Martin Luther King, als er bekannte: "I h

Weser-Kurier: zum NATO-Kurs der Ukraine:

"Miserabel waren die Erfahrungen der Ukraine in der
Sowjetunion, doch auch als Mitglied der Gemeinschaft vermeintlich
unabhängiger Staaten ging es ihr nicht viel besser: Die politische
und wirtschaftliche Abhängigkeit von Russland blieb. Dabei gab es in
der Phase von Glasnost und Perestroika doch Hoffnung und Vertrauen
auf ein besseres, friedlicheres Osteuropa. 1994 beschloss die
Regierung in Kiew, die vormals sowjetischen Atomwaffen in der Ukraine
an Russland zu übergeb