Märkische Oderzeitung: schreibt zur erneuten Abschaltung eines ukrainischen Atomreaktors:

Einfache Lösungen gibt es nicht. Die Hälfte
der ukrainischen Elektrizität stammt aus Kernkraftwerken. Und der
viele Strom, den Deutschland dank Sonne und Wind exportiert, lässt
sich angesichts der heutigen Stromnetze auch nicht so einfach
ostwärts verfrachten. Mehr Sicherheit wird es nur schrittweise geben
können. Das dürfte eine Menge Geld kosten – sicher auch aus
EU-Töpfen. Und ein mulmiges Gefühl wird bleiben.

Pressekontakt:
Märkische

neues deutschland: Neuwahlen in Griechenland: Marktkonforme Erpressung¶

»Griechenland wird nicht alleine gelassen.« Als die
Kanzlerin dies 2010 verlauten ließ, konnte man bereits wissen, dass
das weniger als Hilfsangebot zu verstehen war denn als Drohung: Erst
hatte Merkel durch ihr Taktieren die Krise in dem Land angeheizt –
und dann mit der von ihr orchestrierten EU-Krisenpolitik dafür
gesorgt, dass die Lage für die Hellenen noch schlechter wird. Die
Austeritätspolitik à la Merkel hat den Griechen Massenarmut beschert.

BGA: Außenhandel startet mit gemischten Gefühlen in 2015

"Trotz zahlreicher globaler wie hausgemachter
Stolpersteine rechnen wir für das kommende Jahr 2015 dank Rückenwind
durch niedrige Rohstoffpreise und schwachen Euro mit neuen
Höchstwerten im Außenhandel. Gleichzeitig schauen wir mit Sorge in
die weitere Zukunft. So doktern wir nach wie vor nur an den Symptomen
der Eurozonenkrise und kurieren nicht die Ursache. Insbesondere in
Frankreich und Italien verschließen sich die Gesellschaften weiterhin
dem Anpassungsd

Weser-Kurier: Zur Wahl in Kroatien schreibt Norbert Mappes-Niediek:

Eigentlich ist es eine gute Nachricht, wenn die
Wähler des krisengeschüttelten Kroatien sich von der Misere an die
Urnen treiben lassen. Wenigstens widerlegen sie damit die Unkenrufe,
die Demokratie sei überall in Osteuropa in Verruf geraten. Die
schlechte Nachricht ist, dass die Misere sich kaum wird abwählen
lassen. Das Staatsoberhaupt hat in Wirtschaftsfragen keine Kompetenz,
und selbst wenn es sie hätte, so fehlte auch ihm der Kompass.
Amtsinhaber Ivo Josipovic

Weser-Kurier: Zum Ende der ISAF-Mission in Afghanistan schreibt Agnes Tandler:

Es war ein Schluss mit Fragezeichen: Nach 13 Jahren
endete formal die Kampfmission der Internationalen Schutztruppe für
Afghanistan (ISAF). Der stellvertretende ISAF-Kommandeur, General
Carsten Jacobsen, machte Mut zum Abschied: Die afghanischen Soldaten
hätten in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass sie imstande seien,
die aufständischen Taliban zu bekämpfen", erklärte er, nur um wenig
später anzumerken, dass kein Aufstand militärisch gewonnen werde

Märkische Oderzeitung: kommentiert den Abzug aus Afghanistan:

Wenn die deutsche Politik nach der
Afghanistan-Mission im Zuge ihrer selbst gefühlten wachsenden Rolle
in der Welt zu noch mehr Einsätzen des deutschen Militärs drängt,
dann wäre sie gut beraten, dies nicht weiterhin über die Köpfe ihrer
Bürger hinweg zu tun. Eine jüngste Umfrage zeigt, dass mehr als die
Hälfte der Deutschen gegen weitere Kampfeinsätze ihrer Soldaten im
Ausland ist. Und das liegt nicht an der angeblichen Hasenfü&s

Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel von Nina Jeglinski zur Lage in der Ukraine

Auch im neuen Jahr wird die Ukraine nicht zur
Ruhe kommen. Solange Kiew von Moskaus Entscheidungen abhängig ist,
wird das Land nicht in der Lage sein, seinen eigenen Weg zu gehen.
Das nun ausklingende Jahr 2014 hat überdeutlich gemacht, wie
dramatisch der Einfluss Russlands sich auf die Ukraine auswirkt –
nicht nur politisch, auch wirtschaftlich. Obwohl zigtausende Menschen
im Winter 2013/2014 monatelang für einen pro-europäischen Kurs auf
die Straßen gingen und v

Allg. Zeitung Mainz: Ernüchternde Bilanz / Kommentar zum Afghanistan-Einsatz der Nato

Dreizehn Jahre lang waren Kampfeinheiten aus den
Mitgliedsstaaten der Nato in Afghanistan stationiert – ob sie dem
gebeutelten Land eher geholfen oder geschadet haben, das muss sich
erst noch herausstellen. Die vorläufige Bilanz jedenfalls fällt
ernüchternd aus. Zwar gibt es auf der Habenseite durchaus einiges zu
verbuchen, darunter die Bildung einer – wenn auch fragilen –
afghanischen Regierung, den Aufbau eigener – wenn auch begrenzt
schlagkräftiger – Sicherheitskr&a