KfW schließt erfolgreiches Emissionsjahr ab

– Geplantes Refinanzierungsvolumen 2019 von 80 Mrd. EUR erreicht
– Erfolgreiche Erstemission in neuer Zinsbenchmark EURSTR
– Neuerungen bei –Green Bonds – Made by KfW– sehr gut aufgenommen
– 2020: langfristige Mittelaufnahme in Höhe von 75 Mrd. EUR
geplant

“Es ist uns auch in diesem Jahr gelungen, unter anspruchsvollen Marktumständen
unseren hohen Mittelbedarf erfolgreich zu refinanzieren”, erklärt Dr. Frank
Czichowski, Treasurer der KfW Bankengruppe heute anlässlich des
Kapitalmarkt-Pressegesprächs der Förderbank in Frankfurt. Emittenten und
Investoren haben die Auswirkungen der Zentralbankenpolitiken in diesem Jahr
deutlich zu spüren bekommen. So sind die Renditen von Anleihen im Lauf des
Jahres insbesondere im Euro-Markt auf Rekordtiefstände gesunken. Während zu
Beginn des Jahres nur die Renditen von KfW-Anleihen mit kürzeren Laufzeiten
negativ notierten und Investoren noch in längere Laufzeiten ausweichen konnten,
lag die Renditekurve der KfW-Anleihen in der zweiten Jahreshälfte zeitweise
gänzlich in der Negativzone. “Gerade in einem derartigen Marktumfeld zeigt sich,
wie wertvoll unsere kontinuierlich erarbeitete und breit diversifizierte
Aufstellung in den internationalen Kapitalmärkten ist”, führt Czichowski aus.
Obwohl der Euro mit über 50% wichtigste Refinanzierungswährung der KfW bleibe,
habe die KfW die starke Investorennachfrage nach Fremdwährungsanleihen dank
ihrer Flexibilität aufgreifen können.

Per 30.11.2019 hat die Förderbank in diesem Jahr 148 Anleihen in 12 Währungen in
Höhe von umgerechnet 79,4 Mrd. EUR zur Refinanzierung ihres Geschäfts an den
internationalen Kapitalmärkten emittiert. Aktuell ist sie damit mit großem
Abstand die weltweit größte nicht-staatliche Anleihe-Emittentin.

Auf die zwei Kernwährungen Euro und US-Dollar entfielen 41,6 Mrd. EUR bzw. 23
Mrd. USD (ca. 20,7 Mrd. EUR). Wie bereits in der ersten Jahreshälfte absehbar,
gab es bei Anleihen in Britischen Pfund in diesem Jahr eine außergewöhnliche
Nachfrage, die die KfW für die Emission von 18 GBP-Anleihen in einem
Gesamtvolumen von 8,45 Mrd. GBP (etwa 9,6 Mrd. EUR) nutzte. Mit einem
Marktanteil von 19% ist sie in diesem Jahr größte GBP-Emittentin im SSA-Segment.
Ähnliches zeigte sich bei den Norwegischen Kronen, die für Investoren attraktive
Renditen bieten. Darauf reagierte die KfW mit einem deutlich höheren Angebot: So
wurden Anleihen in einem Gesamtvolumen von 24,5 Mrd. NOK (ca. 2,5 Mrd. EUR)
platziert. Die KfW ist damit – vom Norwegischen Staat abgesehen – 2019 größte
Emittentin in dieser Währung.

Liquidität bleibt hoch geschätzt

Die Attraktivität der KfW für Investoren liegt insbesondere auch in der
Liquidität ihrer Anleihen begründet. “Unsere für 2019 angekündigte Strategie,
unser Angebot an hochliquiden Anleihen in verschiedenen Währungen weiter
auszubauen, hat sich als richtig erwiesen”, erklärt Czichowski. Davon zeugen die
regelmäßig überzeichneten Orderbücher, die erfolgreiche Platzierung der Anleihen
im Primär- und deren Performance im Sekundärmarkt. Investoren schätzen
großvolumige Anleihe, weil sie diese im Sekundärmarkt jederzeit handeln können.

Entwicklung neuer Referenzzinssätze EURSTR – SONIA – SOFR

Einen wichtigen Beitrag zur Markt- und Liquiditätsentwicklung hat die KfW mit
ihrer ersten EURSTR-Anleihe geleistet, die mit einem Volumen von 1 Mrd. EUR im
November platziert wurde. Der neue Referenzzinssatz EURSTR (Euro Short Term
Rate) wird den bisher verwendeten Tagesgeldsatz EONIA sukzessive ersetzen, so
dass mit einer steigenden Zahl von Investoren zu rechnen ist, die
EURSTR-Anleihen zeichnen können. “Zwar stellen variabel verzinsliche Anleihen
nur eine Ergänzung unseres Refinanzierungsinstrumentariums dar, aber wir werden
hier am Ball bleiben. Sofern die Marktkonditionen gegeben sind, werden wir auch
die Etablierung der neuen Referenzzinssätze SONIA (UK) und SOFR (USA) durch
Emissionen unterstützen”, erklärt der Treasurer.

Neuerungen bei “Green Bonds – Made by KfW” sehr gut aufgenommen

Der Green Bond-Markt hat sich 2019 weiter dynamisch entwickelt. Mit weltweiten
Neuemissionen in Höhe von insgesamt rd. 170 Mrd. EUR beläuft sich das
ausstehende Volumen nunmehr auf rd. 500 Mrd. EUR. Durch die im Mai 2019 bekannt
gegebene Erweiterung ihres Green Bond-Programms konnte auch die KfW ihr Angebot
signifikant erhöhen: So wurden in diesem Jahr 11 Emissionen in 7 verschiedenen
Währungen in einem Gesamtvolumen von umgerechnet 8,1 Mrd. EUR international
platziert, darunter ein Green Bond über 3 Mrd. EUR, der kürzlich auf 4 Mrd. EUR
aufgestockt wurde.

Die KfW begrüßt die stetig steigende Nachfrage von Investoren aus aller Welt,
schließlich verfolgt sie seit ihrem Eintritt in das Marktsegment das Ziel,
Investoren weltweit für die Finanzierung des Klimaschutzes zu gewinnen. “Es
zeichnet uns aus, dass wir als deutscher Emittent bester Bonität auch den
nachhaltig ausgerichteten Investoren neben liquiden Green Bonds eine große
Produkt- und Währungsvielfalt anbieten können”, erklärt Czichowski. Sehr positiv
aufgenommen wurde vom Markt auch, dass die KfW bei der Vermarktung ihrer Green
Bonds ihre Nachhaltigkeitsratings nunmehr explizit einbringt. “Wir sind der
Überzeugung, dass eine gesamtheitliche Betrachtung der Emittenten gerade in
diesem Segment an Bedeutung zunehmen wird”, so Czichowski.

Die erfreuliche Entwicklung des Marktsegmentes zeigt sich auch im Green
Bond-Portfolio der KfW. Das Investitionsziel für 2019 in Höhe von 300 Mio. EUR
wurde erreicht, so dass nun rd. 1,6 Mrd. EUR investiert sind. Mehr als die
Hälfte der Neuinvestitionen entfallen auf neue Emittenten, wobei Europa am
stärksten vertreten ist. Mit den Green Bonds werden insbesondere Projekte in den
Bereichen Energieeffizienz, umweltverträglicher Transport und Erneuerbare
Energien finanziert.

Ausblick

Die für 2020 geplante Mittelaufnahme der KfW an den Kapitalmärkten liegt bei 75
Mrd. EUR. Davon sollen bis zu 8 Mrd. EUR über die Emission von Green Bonds
aufgenommen werden, und dies sowohl in Euro als auch in Fremdwährungen.

Die KfW rechnet damit, dass der EUR-Markt auch im kommenden Jahr von einer
expansiven Geldpolitik unterstützt wird, das Zinsniveau im Euro-Raum im
kommenden Jahr weitgehend konstant bleibt und negative Renditen somit weiterhin
zu erwarten sind. Dies wird Augenmaß im Timing und bei der Preisfindung von
Neuemissionen von der KfW erfordern. “Wir verfügen über starke Kredit- und
Nachhaltigkeitsratings, eine bewährte wie transparente Refinanzierungsstrategie
sowie ein breites Produkt- und Währungsangebot”, sagt Czichowski in der
Überzeugung, das Zielvolumen sicher zu erreichen.

Das Green Bond-Segment wird weiter dynamisch wachsen. Neben einer weiteren
Diversifizierung der Sektoren, in denen Emissionserlöse eingesetzt werden,
können Emissionen auch von Staaten den Markt weiter unterstützen.

Service:

– Detaillierte Zahlen zur KfW-Refinanzierung 2019 nach Währungen
und Produkten sowie zum Green Bond-Portfolio der KfW liefert das
Handout: http://ots.de/VcpUdC.
– Informationen zur Erweiterung des Green Bond-Programms der KfW
finden Sie hier:
http://ots.de/12ihpE
– Die Veröffentlichung des Allokationsreports zu den 2019
emittierten Green Bonds plant die KfW für das erste Quartal
2020.

Der Impact-Report der Green Bonds der Jahre 2017-2018 wird voraussichtlich im
ersten Halbjahr 2020 veröffentlicht, wenn alle Daten und Analysen des externen
Evaluierers vorliegen.

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Nathalie Cahn
Tel. +49 (0)69 7431 2098, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: nathalie,cahn@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/41193/4466090
OTS: KfW

Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

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