Kölner Stadt-Anzeiger: Abgeschobener Tunesier soll Anschläge in NRW geplant haben Mutmaßlicher Amri-Helfer sprach über Bombardierung von Zügen

Der nach Tunesien abgeschobene islamistische
Gefährder Bilel Ben A., mutmaßlicher Helfer des Attentäters vom
Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, soll bereits vor dessen
Lkw-Anschlag im Dezember 2016 Attentate in Nordrhein-Westfalen
geplant haben. Dies berichtet der “Kölner Stadt-Anzeiger”
(Samstag-Ausgabe). Der Zeitung liegen nach eigenen Angaben
Ermittlungsunterlagen vor, denen zufolge der heute 28-jährige
islamistische Ben A. sich bereits im Juli 2015 mit bislang
unbekannten Kontaktleuten über Terrorakte austauschte: “In Dortmund
müsste etwas passieren, und Züge müssten bombardiert werden”, lautet
eine Aussage aus einem belauschten Gespräch. Ben A. wurde
vorübergehend festgenommen, doch konkrete Beweise für Terrorpläne
ließen sich nicht finden. Er gilt laut den Staatsschützern als
Kontaktmann des Terroristen Anis Amri. Die Bundesanwaltschaft listete
ihn in einem Ermittlungsverfahren als mutmaßlichen Helfer Amris für
dessen Anschlagspläne auf. Unter nebulösen Umständen wurde Ben A.
während des Ermittlungsverfahrens, zwei Monate nach dem Anschlag in
seine tunesische Heimat abgeschoben.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
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