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Konzernvorstände: 85% glauben an unveränderten Fortbestand der EU

Neue McKinsey-Studie: Unternehmen
rechnen mit 2% Wachstum in der EU und Umsatzplus von 2,1% – Höhere
Investitionen könnten Bruttoinlandsprodukt Europas bis 2030 um eine
Billion Euro steigern – Überwiegend Vertrauen in Fortbestand der
Europäischen Union

Die Wirtschaft in Europa befindet sich auf Erholungskurs,
entsprechend optimistisch blicken Konzernvorstände in die Zukunft. In
den kommenden fünf Jahren rechnen sie in der Europäischen Union (EU)
mit einem jährlichen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von
rund 2% und einem Umsatzplus von durchschnittlich 2,1% im eigenen
Unternehmen. Deutsche Unternehmen liegen mit ihren
Wachstumserwartungen für Europa im Schnitt aller befragten Firmen.
Sie sind für ihren eigenen Umsatz mit einem erwarteten Plus von 2,7%
aber deutlich optimistischer als ihre europäischen Wettbewerber. Dies
sind Ergebnisse der Studie „European Business: Overcoming
uncertainty, strengthening recovery“, die das McKinsey Global
Institute (MGI) am Montag beim European Business Summit in Brüssel
vorgestellt hat.

Das MGI hat für die Studie über 2.000 Vorstände von Unternehmen in
den sechs bevölkerungsreichsten EU-Ländern befragt. Neben Deutschland
waren dies Frankreich, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien.
Die Befragung erfolgte vor der Frankreich-Wahl, als noch Unsicherheit
über den neuen französischen Präsidenten herrschte. Die große
Mehrheit (85%) der Vorstände geht in der Umfrage davon aus, dass die
EU als politische Institution in Takt bleibt. Allerdings sind die
Meinungen darüber geteilt, wie sich die Eurozone weiterentwickeln
wird: 51% rechnen damit, dass die Eurozone in den nächsten Jahren
kleiner werden oder sich gar auflösen wird. Die übrigen 49% rechnen
hingegen damit, dass der Status Quo erhalten bleibt und sich die
Integration fortsetzen wird.

Die Mehrheit der Befragten (55%) sieht die Entwicklungen im
Bereich Digitalisierung und Automatisierung für ihre Unternehmen
positiv. 54% geben an, dass ihr Unternehmen von der EU profitiert
habe. Größere Unternehmen stimmen dieser Aussage in stärkerem Maße zu
als kleine. Über 60% der Befragten sprachen sich für „mehr Europa“
aus hinsichtlich zentraler politischer Entscheidungen und Ausgaben
der EU.

Unternehmen halten sich mit Investitionen noch zurück

„Hinter uns liegt mit der Finanzkrise nach 2007 und der Rezession
2012 und 2013 in der EU eines der wirtschaftlich schwierigsten
Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg“, stellt McKinsey-Seniorpartner
Eckart Windhagen fest. Nun erhole sich die Wirtschaft zwar, die Höhe
der Investitionen von Unternehmen in Europa liege mit aktuell knapp
20% anteilig gemessen am BIP allerdings immer noch historisch
niedrig. Die Umfrage zeigt, woran das liegt: Statt zu investieren,
haben die befragten Unternehmen 2015 ihre Brutto-Finanzreserven auf
fast 2 Billionen Euro erhöht. Die Hälfte der Unternehmen will damit
Rücklagen für künftige Krisen aufbauen. Würden die Investitionen der
Unternehmen wieder das Level von vor der Finanzkrise erreichen,
könnte das BIP in der EU im Jahr 2030 rund 1 Billion Euro höher
liegen als aktuell erwartet, rechnet McKinsey-Experte Windhagen vor.

Als Hauptgründe für die aktuelle Zurückhaltung bei Investitionen
nannten die befragten Unternehmen regulatorische Hindernisse sowie
generell eine zunehmende Verunsicherung über die allgemeine
gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklung in
Europa. An erster Stelle nannten die Vorstände die Sorge über eine
neue Finanzkrise oder ökonomische Rezession sowie populistische
Strömungen und zunehmende Ungleichheit in der Gesellschaft.

Die vollständige Studie finden Sie zum Download unter:
www.mckinsey.de/european-business-report

Hintergrund

Das McKinsey Global Institute (MGI) erstellt als
Forschungseinrichtung von McKinsey & Company regelmäßig Studien zu
ökonomischen Fragen und Trends. Gegründet wurde der Think Tank 1990
in Washington D.C.

Über McKinsey

McKinsey & Company ist die in Deutschland und weltweit führende
Unternehmensberatung für das Topmanagement. Zu den Klienten zählen 27
der 30 DAX-Konzerne. In Deutschland und Österreich ist McKinsey mit
Büros an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main,
Hamburg, Köln, München, Stuttgart und Wien aktiv, weltweit mit über
120 Büros in mehr als 60 Ländern.

Pressekontakt:
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Kirsten Best, Telefon 0211 136-4688,
E-Mail: kirsten_best@mckinsey.com
www.mckinsey.de/medien

Alle Pressemitteilungen im Abo auf Twitter: @McKinsey_de

Original-Content von: McKinsey & Company, übermittelt durch news aktuell

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