Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) fordert eine Debatte über die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr. Im Interview mit der „Welt“ sagte sie: „Die Fragen, die sich im Zusammenhang mit Drohnen stellen sind durch durch die jüngsten Entwicklungen tatsächlich eher dringlicher geworden. Nicht nur der gescheiterte Euro-Hawk trägt dazu bei, sondern vielleicht noch stärker die Berichte über den Einsatz durch die Amerikaner, auch von deutschem Boden aus.“ Kramp-Karrenbauer sieht beim Einsatz von diesen unbemannten Flugzeugen auch ethische Probleme: „Ich sehe die Gefahr einen Anonymisierung der Kampfhandlungen. Überspitzt formuliert: Es droht eine gewisse Leichtfertigkeit. In keinem Fall dürfen Drohnen zu einem gewöhnlichen Mittel kriegerischer Auseinandersetzung werde – auch nicht im Kampf gegen den Terror.“ Die Politikerin, die auch Mitglied im CDU-Präsidium ist, verwies darauf, dass Verteidigungsminister Thomas de Maizière die Debatte über die Technologie selbst angeregt habe: „Erst an ihrem Ende sollten wir entscheiden, ob wir neue Drohnen anschaffen.“
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