Kritik an Staatlicher Ballettschule

Die Staatliche Ballettschule und Schule für Artistik Berlin (SBB) soll auf Kosten ihrer Schülerinnen und Schüler Geld verdient und dieses Geld in “großzügiger” Weise ausgegeben haben. Grade für das Jahr 2019 habe man den Eindruck, dass der Bildungsauftrag zunehmend hinter die Absicht, weitere Einnahmen zu erzielen, zurückgetreten sei.

Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftsprüfer der Berliner Kanzlei Hecht&Kollegen, die im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie die Finanzen der SBB zwischen 2015 und 2019 untersucht haben. Die Auftrittsaktivitäten sollen ebenso überprüft werden wie die Anbindung des Landesjugendballetts an die Schule. Der Bericht liegt rbb24 Recherche vor.

“Auftrittseinnahmen” würden dem Bericht zufolge “das verfügbare Budget der Einrichtung selbst erhöhen”, was zu “großzügigerem Ausgabeverhalten beigetragen” habe. Ausgegeben wurde das Geld demnach zum Beispiel für “die umfangreiche Reisetätigkeit, eigene Veranstaltungen oder die technische Ausstattung”. Vor allem bei Dienst- und Fernreisen stellen die Prüfer den Anlass und die Zahl der begleitenden Lehrkräfte in Frage.

Ihre Empfehlung lautet daher, zu prüfen, ob das Landesjugendballett aus der Struktur der Schule ausgegliedert werden sollte, damit “der Bildungsauftrag der Einrichtung wieder stärker in den Vordergrund” treten könne. Auftritte generell stellen die Prüfer nicht infrage, diese seien “ein wichtiger Baustein der Ausbildung”.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte das Landesjugendballett 2017 als Teil der Staatlichen Ballettschule gegründet. Die Senatsverwaltung trägt seither einen Großteil der Kosten. Die Tanzkompagnie sollte das internationale Ansehen der Schule steigern und den Kindern Auftrittspraxis auch im Ausland ermöglichen.

Recherchen des rbb ergaben Anfang des Jahres jedoch, dass unter anderem die hohe Zahl an Auftritten im Rahmen des Landesjugendballetts zur Überlastung der Schülerinnen und Schüler geführt hat.

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