Lausitzer Rundschau: Motorsport kann gefährlich sein

Sicherheitsdiskussion zum Air Race auf dem Lausitzring

Die Einschläge rücken näher, sagen die Kritiker
des Red Bull Air Race. Unnötige Panikmache, erklären dagegen die
Befürworter der geplanten Großveranstaltung auf dem EuroSpeedway
Lausitz. Knapp vier Wochen vor dem Rennen sehen sich die Veranstalter
jedenfalls einer aufkommenden Diskussion um Sinn und Unsinn solcher
Flugtage ausgesetzt. Auf dem Lausitzring erreicht die seit 2006
wachsende Serie unstrittig eine neue Dimension. Wurde bisher
überwiegend über Wasser wie dem Strand der Copa Cabana oder zuletzt
dem Hudson-River in New York geflogen, geht das Air Race in Klettwitz
einen Schritt weiter. Wahrscheinlich voll besetzte Tribünen zu allen
Seiten grenzen den Kurs ein und erhöhen bei einem möglichen Unfall
die Gefahren für die Besucher. Ein Absturz in Brasilien und eine
Fast-Havarie in Kanada in dieser Saison belegen zudem die lauernde
Gefahr – trotz aller anderweitiger Beteuerungen. Die Luftfahrtbehörde
Berlin-Brandenburg trägt mit ihrem Verhalten ebenfalls nicht zur
Vertrauensbildung bei. Grundsätzlich wird eine Genehmigung trotz
laufender Prüfung in Aussicht gestellt, soll aber erst kurzfristig
erteilt werden. Warum? Es bleibt festzuhalten: Sicherheitskonzepte
liegen in den Schubladen, können aber eine Wahrheit für alle Renntage
dieser Welt nicht ausschließen. Motorsport kann gefährlich sein. Das
dürfen Besucher nicht vergessen.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de

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