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Leverkusen-Geschäftsführer Holzhäuser kritisiert Macht der Spielervermittler: Konzentration auf dem Beratermarkt nirgendwo so hoch wie in der Bundesliga

Lewandowski-Berater wirft BVB-Führung
Blockadehaltung vor und dringt weiter auf Wechsel

Berlin, 17. Juli 2013 – Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang
Holzhäuser hat vor der wachsenden Macht der Spielervermittler im
Profi-Fußball gewarnt. „Wenn die Verbände nicht aufpassen, werden sie
eines Tages feststellen, dass der Fußball nicht mehr von ihnen
gesteuert wird, sondern zu einem großen Teil von den Beratern“, sagte
Holzhäuser dem Wirtschaftsmagazin –Capital– (Ausgabe 08/2013, EVT 18.
Juli). Vermittler könnten schon heute durch geschicktes Verhandeln
Spieler dort platzieren, wo diese ihnen den größten Profit bringen,
fügte er hinzu.

Zugleich räumte Holzhäuser ein, dass die Bundesliga-Vereine mit
ihrem Verhalten auch unseriösen Beratern gute Geschäfte ermöglichen.
„Ich weiß, dass die Branche auch mit Vermittlern zusammenarbeitet,
die unübliche Methoden anwenden, wenn man einen wichtigen Spieler
bekommen kann“, sagte er gegenüber –Capital–. „Die Clubs stehen nun
einmal im Wettbewerb untereinander.“

Wie –Capital– berichtet, ist der Einfluss der führenden
Spielervermittler in Deutschland im inter-nationalen Vergleich
besonders groß. In keiner anderen Top-Liga konzentriert sich der
Beratermarkt so stark auf wenige marktbeherrschende Akteure wie in
der Bundesliga. Über die großen Transfers entscheidet lediglich ein
gutes Dutzend Vermittleragenturen und Einzelpersonen, die die
wichtigsten Spieler unter Vertrag haben.

Hintergrund von Holzhäusers Kritik ist der anhaltende Streit um
den vorerst geplatzten Wechsel von BVB-Stürmer Robert Lewandowski zum
FC Bayern München. Lewandowskis Berater Cezary Kucharski, dessen
Verhalten in der Sommerpause eine Debatte über die Rolle der
Spielerberater ausgelöst hatte, verteidigte gegenüber –Capital– seine
Arbeitsweise und warf der BVB-Führung eine Blockadehaltung vor. „Wir
haben für diesen Verein auf eine Menge Geld verzichtet“, sagte
Kucharski. „Und sie haben dank Robert eine Menge Geld verdient. Will
man ihm jetzt vorwerfen, dass er über sein eigenes Leben entscheiden
will?“

Ungeachtet der Aussage der Dortmunder Clubchefs, Lewandowski nicht
aus seinem noch bis 2014 laufenden Vertrag zu entlassen, dringt
Kucharski weiter auf eine Freigabe seines Spielers schon in diesem
Sommer. „Von uns aus ist alles klar“, sagte der Lewandowski-Berater.
Alles hänge nun an Borussia Dortmund. „Wir wollen weiter einen
Wechsel.“

Pressekontakt:
Horst von Buttlar, Chefredaktion –Capital–,
Tel. 030/220 74-5120, E-Mail: buttlar.horst@capital.de

Weitere Informationen unter:
http://


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