Michalk: Menschen mit Behinderung die freie Arztwahl sichern

Die „Stiftung Gesundheit“ wird künftig Ärzte und
Kliniken künftig auf der Online-Plattform „Praxis-Tool
Barrierefreiheit“ über eine barrierefreie Versorgung informieren.
Dazu erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion im
Deutschen Bundestag, Maria Michalk:

„Wer eine Behinderung oder chronische Erkrankung hat, ist auf eine
optimale wohnortnahe, medizinische Versorgung angewiesen. Die
Probleme beginnen jedoch oftmals schon am Eingangsbereich der Praxis:
Sie ist nur über Stufen erreichbar, sie bietet keine Informationen in
leichter Sprache, hat keinen speziellen Behandlungsstuhl oder kein
Blindenleitsystem. Daher ist das Recht auf freie Arztwahl für
Menschen mit Behinderung derzeit noch sehr eingeschränkt.

Aktuell verfügen nur etwa ein Drittel aller Arztpraxen in
Deutschland über einzelne Komponenten der Barrierefreiheit. Sehr viel
weniger sind gänzlich ohne Barrieren eingerichtet. Hier besteht noch
großer Handlungsbedarf. Die Hürden sind zwar vielfältig, doch sie
sind vermeidbar. Gerade wer eine Praxis neu gründet oder einen Umbau
bestehender Räume plant, hat die Möglichkeit, von Anfang an auf die
entsprechenden Standards zu achten.

Ab dem kommenden Jahr bietet die Stiftung Gesundheit eine neue
Anlaufstelle für Barrierefreiheit in der Gesundheitsversorgung an.
Auf einer Online-Plattform können Experten aus der ärztlichen Praxis,
aus Verbänden und Wirtschaft ihr Wissen weitergeben, um den Ausbau
eines barrierefreien Gesundheitswesens zu unterstützten. Netzwerke
wie diese können die wohnortnahe medizinische Versorgung von Menschen
mit Behinderung – sowohl im ambulanten als auch im stationären
Bereich – schrittweise verbessern. Je mehr Akteure sich einbringen,
umso zügiger wird die Teilhabe von Menschen mit Behinderung auch in
der Gesundheitsversorgung gelingen.“

Hintergrund:

Das Projekt „Praxis-Tool-Barrierefreiheit“ befindet sich im Aufbau
und wird in den ersten beiden Jahren vom Bundesministerium für Arbeit
und Soziales gefördert. Danach soll es sich wirtschaftlich selbst
tragen. Dazu sollen Projektpartnerschaften mit Akteuren aus der
Wirtschaft vereinbart werden, um eine langfristige Finanzierung zu
ermöglichen. Mehr Informationen auch unter www.stiftung-gesundheit-f
oerdergemeinschaft.de/projekte-und-vorhaben/praxis-tool-barrierefreih
eit/

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