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Mittelstandsanleihen: Gefahr für 5 Milliarden Euro Anlegergeld

Anlegerschutzkanzlei
 


14. April 2014. Seit August 2010 gibt es die sogenannte Mittelstandsanleihe. Rund fünf Milliarden Euro wurden seit dem bei institutionellen und privaten Anlegern von Unternehmen eingesammelt. Immer mehr Herausgeber dieser Minibonds sind mittlerweile pleite, so Rechtsanwalt Florian Nolte von der Anlegerschutzkanzlei PWB Rechtsanwälte in Jena. Nolte, der zahlreiche Anleger von Mittelstandsanleihen vertritt, sieht noch kein Ende der Pleitewelle.

Die Mittelstandsanleihe, die der Maschinenbauer Rena aus dem Schwarzwald emittiert hat, ist bereits die fünfzehnte Pleite aus diesem Bondsegment. Warum es innerhalb der letzten vier Jahre mit dieser kaum kontrollierbaren Unternehmensfinanzierung bergab geht, hat verschiedene Gründe. Natürlich spielt, wie immer, die wirtschaftliche Lage und deren Entwicklung in den Firmen eine maßgebliche Rolle. „Allerdings“, so Rechtsanwalt Nolte, „kann man in gewissem Maße auch den Vermittlern solcher Anleihen eine Teilschuld am Untergang eines Unternehmens geben.“ Die Vermittler, so der spezialisierte Rechtsanwalt der Kanzlei PWB Rechtsanwälte (www.pwb-law.com), kassieren zum Teil sehr hohe Gebühren und Provisionen. Florian Nolte: „Dementsprechend groß ist das Interesse sehr hohe Summen an den Anleger zu bringen. Den Emittenten werden manchmal Summen in die Kassen gespült, die sie vielleicht gar nicht brauchen würden. Die ungewöhnlich hohen Renditen, die diese Minibonds versprechen, müssen dann auch erwirtschaftet und bezahlt werden.“

Lukrativ, aber sehr riskant

Das Gesamthonorar, das die Dienstleister am Markt der Minibonds seit deren Bestehen kassiert haben, wird von Experten auf gut 220 Millionen Euro geschätzt. „Den größten Teil davon haben meist die Banken eingesteckt“, so Nolte. Doch auch die Finanzberater und Rating-Agenturen würden ganz gut am Vermittlungsgeschäft verdienen. Für Anleger sind diese Minibonds auf den ersten Blick sehr lukrativ. Mittelstandsanleihen locken mit hohen Zinsen. Auf gar keinen Fall, so Rechtsanwalt Nolte, seien sie aber eine sichere Geldanlage: „Die meisten Papiere sind sehr riskant und stellen erst recht keinen Festgeldersatz dar. In einer Zeit, in der gesunde Unternehmen leicht an günstige Kredite kommen, muss man schon hinterfragen, warum eine Firma Privatanlegern hohe Zinsen verspricht.“ Florian Nolte, der schon etliche Anleger von Minibonds vertritt, rät deshalb entsprechenden Anlegern, ihre Papiere prüfen zu lassen. Rechtsanwalt Nolte: „Man kann auch den Brunnen zuschütten, bevor ein Kind hineinfällt.“

Weitere Informationen unter:
http://www.jeske-pr.de


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