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Morgendämmerung in Europa: „Die Voraussetzungen für europäische Aktien stimmen zuversichtlich“

Bellevue Asset Management /
Morgendämmerung in Europa: „Die Voraussetzungen für europäische Aktien stimmen
zuversichtlich“
. Verarbeitet und übermittelt durch NASDAQ OMX Corporate Solutions.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Source: Globenewswire

Marktkommentar vom 11. Juni 2015
Die europäische Wirtschaft kommt wieder auf die Beine. Besonders optimistisch
stimmt der Aufschwung in Spanien und Italien. An den Börsen und in der
Realwirtschaft zählen Familienunternehmen zu den Gewinnern dieser Entwicklung.

Bei der spanischen TV-Gesellschaft Mediaset España sind die Werbeplätze wieder
ausgebucht und auch die Preise für die Einschaltungen steigen. Dass die
spanischen Unternehmen wieder in Werbung investieren, steigert die Zuversicht,
dass die Ausgaben sich ebenfalls positiv entwickeln. Die europäische Wirtschaft
beginnt sich vielerorts zu erholen. Insbesondere dem angeschlagenen Süden des
Kontinents tut der wachsende Optimismus gut. „Die Dynamik hat viele Gesichter“,
sagt Birgitte Olsen, Lead-Portfoliomanagerin der Entrepreneur-Strategien bei
Bellevue Asset Management. Familiengeführte Unternehmen sollten von diesem Trend
besonders profitieren.

Konsument im Zentrum

Im Zentrum dieser Entwicklung steht der Konsument. Mit Hilfe seiner Ausgaben
sollen die Wachstumsraten wieder in die Höhe schnellen. Die Voraussetzungen
dafür sind gut. Die Arbeitslosigkeit in Spanien sank in den letzten zwölf
Monaten von 27.4% auf 22% und damit so stark wie in den letzten sieben Jahren
nicht mehr. In Italien zeigt sich ein ähnliches Bild. Ein Arbeitsplatz erhöht
nicht nur das reale Einkommen, sondern wirkt sich auch positiv auf die Stimmung
aus. „Das Konsumentenvertrauen kommt von einem niedrigen Niveau, wächst aber
schnell“, sagt Olsen. Die Konsumenten sind wieder bereit, mehr auszugeben.

Das macht sich auch bei dem Familienunternehmen Marr bemerkbar. Italiens
Marktführer im Bereich Nahrungsmittelservice liefert an seine 38 000 Kunden wie
Restaurants oder Hotels wieder mehr aus. Die „Just in Time-Lieferungen“ gehen
zurück, die Lager und Kühlschränke werden wieder gefüllt. „Die Leute gehen
wieder essen, das ist in Italien ein wichtiger Indikator für die Zuversicht“,
sagt Olsen.

Die Fondsmanagerin erwartet, „dass dem privaten Konsum Business-Investitionen
folgen“. Autovermieter wie Hertz oder Avis rechnen dank der steigenden Zahlen im
Tourismus mit wachsendem Geschäft und erneuern bereits ihre Flotte. In Spanien
sind Autos im Schnitt neun Jahre alt. Der Autoabsatz steigt 2015 um 25%.

Insgesamt haben sich in den Krisenjahren die Voraussetzungen für Investitionen
verbessert. So hat Italien etwa den Arbeitsmarkt reformiert und den Schutz der
zuvor vielfach unkündbaren Arbeitnehmer gelockert. Abgewanderte Investoren
werden durch die Liberalisierungen wieder angelockt. Nach und nach kommt die
italienische Schuhindustrie aus den Billiglohnländern zurück. „Made in Italy
rechnet sich wieder“, sagt Olsen. Das Thema „Reshoring“ hilft dem Arbeitsmarkt
auf die Beine.

Kreditzyklus an der Wende

Positiv wirkt sich die Entspannung auf den Kreditmärkten aus. Der Zugang zu
Fremdkapital war für die Kunden der Familienunternehmen allerdings schwieriger
als für diese selbst. Die Kreditvergabe, die sich trotz der massiven
Interventionen der Notenbanken jahrelang nicht beleben wollte, kommt jetzt
endlich in Bewegung. Die Geldmenge in der Europäischen Union expandiert um 10%
pro Jahr. „Das ist ein sehr gutes Niveau. Der Kreditzyklus befindet sich an der
Wende“, weiss Olsen.

Unmittelbar treibt die wachsende Geldmenge die Geschäfte von Prosegur an. Das
auf Sicherheitsdienstleistungen wie Geldtransporte fokussierte
Familienunternehmen lieferte spanischen Banken zuletzt verstärkt 500-Euro-Noten
ab. Das bedeutet nicht nur wachsende Umsätze für das lokale Unternehmen, sondern
zeigt auch, dass sich der iberische Immobilienmarkt, wo Bargeld noch eine Rolle
spielt, wiederbelebt.

Neben den Binnenmärkten entwickeln sich auch die Auslandsgeschäfte positiv. Das
Umfeld für europäische Exporteure ist derzeit ideal. Neben den billigen
Rohstoffen und den niedrigen Zinsen treibt der schwache Euro bzw. der starke US-
Dollar die Gewinne deutlich an. Dieser Vorteil bleibt erhalten. Ein Ende der
Euro-Schwäche ist zurzeit nicht in Sicht.

Europas Konjunkturlokomotive Deutschland hat eine Währung, die gemessen an der
Stärke der Volkswirtschaft viel zu niedrig bewertet ist. Geht es Deutschland
gut, profitiert auch der Rest Europas.

Billiger als die USA

Ein Schnäppchen sind europäische Aktien nach den Zuwächsen nicht mehr, sie sind
aber auch noch nicht zu teuer. Das geglättete Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis
liegt mit 22 etwas über dem (auf das Jahr 1980 zurückgehenden) historischen
Durchschnitt. Von den Niveaus jenseits der 30, die vor der Jahrtausendwende und
2007 erreicht wurden, ist man jedoch noch weit entfernt. Im Vergleich zu US-
Werten sind die europäischen Titel sowohl gemessen am KGV als auch am Preis-
Buchwert-Verhältnis um rund 25% niedriger bewertet.

Geringere Bewertungen erfolgen entweder durch fallende Kurse oder steigende
Gewinne. Die Aussichten sind besonders für Letztere gut. Anders als in den USA,
wo der Return on Investment und die Margen im Schnitt bereits sehr hoch sind,
ist in Europa das Potenzial nach oben noch gross. Europa hinkt bei den Margen
nicht nur dem eigenen historischen Durchschnitt und den USA, sondern auch den
Emerging Markets, Grossbritannien und Japan hinterher. Besserung ist aber in
Sicht. Im 1. Quartal ist die Gewinndynamik bereits gestiegen. „Die
Voraussetzungen für europäische Aktien sind sehr gut“, sagt Olsen.

Familienunternehmen sollten von einem Aufschwung besonders stark profitieren.
Olsen: „Sie haben in der Krise auch noch das wenige Fett abgebaut und sind jetzt
sehr schlank aufgestellt.“ So schlagen bereits leichte Umsatzsteigerungen stark
auf die Gewinne durch. Während das eigentümergeführte Unternehmen Mediaset
España den Umsatz im 1. Quartal um 10% steigerte, schoss das EBITDA gleich um
75% in die Höhe.

An Innovationskraft haben Familienunternehmen in der Krise nicht verloren. Sie
halten überdurchschnittlich lange an ihren Mitarbeitern fest und müssen jetzt
keinen „Brain-Drain“ kompensieren. Während viele Mitbewerber bei der Forschung
und Entwicklung kräftig kürzten, blieben die Budgets bei den Familienunternehmen
dank der guten Kapitalbasis auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Zukäufe von
kleineren Familienunternehmen und ihrem Know-how kamen noch dazu. Finanzierungen
waren bei den Familienunternehmen anders als bei Mitbewerbern  auch in der Krise
selten ein Problem. Mit ihren geringen Schulden, ihrer finanziellen
Unabhängigkeit und soliden Bilanzen kamen ihre Kreditanfragen bei den Banken
immer gut an.

Fokus auf die Kleinen

Wer in Familienunternehmen investiert, kauft vor allem Small und Mid Caps. Die
kleineren Unternehmen laufen dann besonders gut, wenn die Marktteilnehmer bereit
sind, Risiken einzugehen. Das war im Vorjahr nur bedingt der Fall. 2014 waren
vor allem grosskapitalisierte, defensive Dividendenpapiere gefragt. Diese
sogenannten „Teddy-Bär-Aktien“ haben auch professionellen Investoren das Gefühl
von Geborgenheit vermittelt, solange das Wirtschaftswachstum spärlich ausfiel
und die Zinsen ins Bodenlose sanken. Doch die Vorzeichen haben sich inzwischen
geändert und Nebenwerte sollten wieder an ihren langfristigen positiven Trend
anknüpfen können. Weltweite Large Caps legten in den vergangenen zehn Jahren um
46%zu, Mid Caps um 72% und Small Caps sogar um 83%. Mit ihrer Performance
stechen Familienunternehmen heraus. Der in einer Studie von UBS Global Research
unlängst publizierte UBS Family-Owned Index festigte sich in dieser Zeit sogar
um 345%.

Ob die Investoren bereit sind, auf den europäischen Aktienmärkten Risiken
einzugehen, hängt nicht zuletzt vom Sentiment rund um Griechenland ab. Doch
während der Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone in der medialen
Berichterstattung einen hohen Stellenwert hat, misst Bellevue-Expertin Olsen
diesem Krisenherd weniger Bedeutung zu: „Griechenland beeinflusst die
europäische Wirtschaft und die Börse nicht mehr wirklich. Hellenischen
Turbulenzen werden das Projekt Europa nicht gefährden“, sagt Olsen.

Für weitere Informationen:
Bellevue Asset Management AG, Seestrasse 16, 8700 Küsnacht, Switzerland, Tel.
+41 44 267 67 00
Tanja Chicherio, tch@bellevue.ch
b-public AG, Pfingstweidstrasse 6, 8005 Zürich, Switzerland, Tel.
+41 79 423 22 28
Thomas Egger, teg@b-public.ch

Bellevue Asset Management

Bellevue Asset Management ist eine unabhängige und hochspezialisierte Asset
Management Boutique mit Fokus auf die Verwaltung von Aktienfonds für ausgewählte
Sektor- und Regionenstrategien, insbesondere in den Bereichen Afrika, Aktien
Entrepreneur Schweiz/Europa und Aktien Healthcare.

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vertriebene Kollektivanlagen unter der Registrierungsnummer 938 eingetragen.
Prospekt, vereinfachter Prospekt, Statuten sowie Jahres- und Halbjahresberichte
der Bellevue Fonds luxemburgischen Rechts können kostenlos beim oben genannten
Vertreter sowie bei den genannten Zahl- und Informationsstellen oder bei
Bellevue Asset Management AG, Seestrasse 16, CH-8700 Küsnacht angefordert
werden.

Marktkommentar:
http://hugin.info/142988/R/1927757/692013.pdf

This announcement is distributed by GlobeNewswire on behalf of
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Source: Bellevue Asset Management via GlobeNewswire
[HUG#1927757]

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