Neue Selbstverwaltung bei der Knappschaft-Bahn-See / Erhalt des Verbundsystems ist oberstes Ziel der KBS

Knappschaft-Bahn-See / Schlagwort(e): Soziales/
Neue Selbstverwaltung bei der Knappschaft-Bahn-See / Erhalt des
Verbundsystems ist oberstes Ziel der KBS

DGAP-Media / 15.09.2011 / 13:20

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Bochum. Alle sechs Jahre werden die Vertreterinnen und Vertreter der
Arbeitgeber und Versicherten in die Selbstverwaltungsorgane der
Sozialversicherungsträger neu gewählt. Heute hat sich die Selbstverwaltung
der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See für die XI.
Sozialversicherungswahlperiode in der Hauptverwaltung Bochum konstituiert.
Ab diesem Zeitpunkt wird zwischen Versicherten- und Arbeitgebervertretern
der Vorsitz in den Selbstverwaltungsorganen jährlich wechseln, erstmals zum
1. Oktober 2012.

Frank Vanhofen (Arbeitgebervertreter) wurde als Vorsitzender der
Vertreterversammlung gewählt. Alternierender Vorsitzender der
Vertreterversammlung ist Udo Kummerow (Versichertenvertreter), der das Amt
ab dem 1. Oktober nächsten Jahres bekleiden wird.

Ulrich Freese (Versichertenvertreter) ist als Vorstandsvorsitzender
wiedergewählt worden. Er hat das Amt seit 2005 inne. Prof. Dr. Karl
Friedrich Jakob als Arbeitgebervertreter wird ab 1. Oktober 2012 den
Vorstandsvorsitz der KBSübernehmen.

Erhalt des Verbundsystems ist oberstes Ziel der KBS
Vorstandsvorsitzender Ulrich Freese sieht als oberstes Ziel der
Knappschaft-Bahn-See den Erhalt des Verbundsystems. –Hierbei geht es nicht
um Ideologie, sondern es ist eine ganzheitliche sozialpolitische Strategie
gefordert, die derälter werdenden Bevölkerung gerecht wird. Und da kann
die Knappschaft-Bahn-See als Verbundsozialversicherungsträger, der die
Renten- Kranken- und Pflegeversicherung zum Wohle der Versicherten
miteinander verzahnt, auch zukünftig wie bisher richtungsweise Beiträge
leisten–, betonte Freese.

Gerechte finanzielle Zuweisungen für alte und kranke Versicherte gefordert

Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der gesetzlichen Krankenkassen, so auch
der Knappschaft, fordert Vorstandsvorsitzender Freese eine gerechte
Gestaltung des sogenannten –Morbi-RSA–. Die Finanzmittel aus dem
Gesundheitsfonds, so Freese, werden allerdings infolge eines
offensichtlichen Methodenfehlers bei der Zuweisungsberechnung fürältere
und kranke Versicherte fehlerhaft verteilt. Es wird ein Gutachten des
Wissenschaftlichen Beirates, das den genannten Methodenfehler
identifiziert, vom Bundesgesundheitsministerium unter Verschluss gehalten.

Deshalb appellierte Freese – wie schon im Juli diesen Jahres- erneut an das
Bundesgesundheitsministerium, –die Ergebnisse aus dem Gutachten
aufzunehmen, damit diejenigen Krankenkassen, und dazu zählt auch die
Knappschaft, die eineältere und auch kränkere Versicherten- struktur
haben, bei der Zuweisung der Mittel durch den Gesundheitsfonds nicht weiter
benachteiligt werden.–

Erfahrung und Geschichte würden ad absurdum geführt, so der
Vorstandsvorsitzende, wenn diejenigen, die am besten mitälteren und
kranken Menschen umgehen können, wegen ideologisch verfehlter politischer
Entscheidungen an den Rand der Wirtschaftlichkeit gedrängt werden. –Wir
haben die Kosten, wir brauchen auch die entsprechenden finanziellen
Zuweisungen–, so Freese.

KBS stellt sich zukünftigen Herausforderungen der Sozialversicherung
Frank Vanhofen, neuer Vorsitzender der Vertreterversammlung, sagte mit
Blick auf die kommenden Herausforderungen in der Sozialversicherung: –In
der Rentenversicherung und der Krankenversicherung wird es Veränderungen
geben, bei der Rehabilitation werden die Themen Demografie und
Lebenarbeitszeit wichtiger werden und im Zusammenhang mit den Minijobs wird
das Thema Altersarmut diskutiert.– Die 750-jährige Tradition der
Knappschaft verpflichte den heutigen Träger KBS, weiterhin –in der ersten
Reihe an den Entwicklungen des Sozialsystems in Deutschland mitzuarbeiten
und unsere Erfahrungen einzubringen–, betonte Vanhofen.

Organisatorische Neuerungen in der SelbstverwaltungÜber die personellen Veränderungen hinaus gibt es mit der XI.
Sozialversicherungswahlperiode auch organisatorische Neuerungen: So beträgt
die Vertreterversammlung der KBS 30 Mitglieder, der Vorstand 18 Mitglieder.
Außerdem wird die disparitätische Zusammensetzung der Selbstverwaltung mit
40 Prozent Arbeitgebervertretern und 60 Prozent Versichertenvertretern in
eine paritätische Mitgliederzusammensetzungüberführt.
Die jeweiligen Vorsitzenden der Vertreterversammlung und des Vorstandes
dürfen nicht der gleichen Gruppe angehören.

Vorstandsvorsitzender Ulrich Freese sieht den Fusionsprozess der
Knappschaft-Bahn-See erfolgreich abgeschlossen. Jetzt geht es darum, in
wohl verstandener Sozialpartnerschaft die zukünftigen Herausforderungen
gemeinsam zum Wohle der Versicherten zu meistern.

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Kontakt:
Pressestelle der Knappschaft-Bahn-See
Pressesprecherin Susanne Heinrich
Tel. 0234 – 304 82100
Fax. 0234- 304 82060
Mailto:presse@kbs.de
Internet: http://www.kbs.de/

Deutsche Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See
Pieperstr. 14/28
44789 Bochum

Ende der Pressemitteilung

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15.09.2011 Veröffentlichung einer Pressemitteilung,übermittelt durch
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