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Neue Westfälische (Bielefeld): Kopftuchverbot für Mädchen im Gespräch NRW setzt wichtige Debatte in Gang Carolin Nieder-Entgelmeier

Das Kopftuch ist nicht nur ein Zeichen der
Religionszugehörigkeit, sondern auch ein Symbol des politischen
Islam, das für die Geschlechtertrennung und die Sexualisierung von
Frauen steht. Ein Symbol, das besonders befremdlich wirkt, wenn es um
Kinder geht, doch die Zahl der Mädchen mit Kopftuch in Kindergärten
und Grundschulen steigt. Deshalb ist die angestrebte Diskussion in
NRW über ein Kopftuchverbot für Mädchen wichtig. Der Vorstoß bringt
eine Debatte in Gang, die klären muss, ob sich muslimische Mädchen
ebenso frei wie muslimische Frauen frei für oder gegen ein Kopftuch
entscheiden können. Doch bevor die Debatte richtig in Gang kommt,
verweisen die Gegner des Vorstoßes auf den Applaus der Falschen,
einer der billigsten Waffen in der politischen Auseinandersetzung.
Dabei wäre es der Vorschlag der Landesregierung und vielen
Organisationen wie zum Beispiel Terre des Femmes wert, ohne Polemik
diskutiert zu werden. Ebenso voreilig verweisen Gegner wie schon in
der Debatte um antisemitische Übergriffe in der Grundschule auf
Einzelfälle, doch auch hier zieht das Argument nicht, weil Probleme
benannt werden müssen, um gelöst werden zu können. Nur weil die Zahl
der Mädchen mit Kopftuch nicht statistisch erfasst ist, dürfen die
Notrufe von Erziehern und Lehrern nicht ignoriert werden. Wichtig
ist, dass die Debatte um ein Kopftuchverbot nicht auf dem Rücken der
Mädchen ausgetragen wird.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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