Ostangler Brandgilde und Schwarzwälder Versicherung planen Fusion für 2026

Ostangler Brandgilde und Schwarzwälder Versicherung planen Fusion für 2026
Jens-Uwe Rohwer, Vorstandsvorsitzender Ostangler Brandgilde (Bildquelle: Ostangler Brandgilde)
 

Kappeln, 12. Februar 2026 – Die Ostangler Brandgilde VVaG und die Schwarzwälder Versicherung planen, im Laufe des Jahres 2026 zu fusionieren. Ziel ist es, die Kräfte beider Häuser zu bündeln, die Verwaltungsstrukturen zu straffen und die Organisation zukunftssicher zu gestalten. Zudem investiert die Ostangler Brandgilde in IT-Infrastruktur und KI-Technologien – als Antwort auf die steigenden organisatorischen und regulatorischen Anforderungen im Versicherungsmarkt.

Die Schwarzwälder Versicherung soll als Versicherer in die Ostangler Brandgilde mit Sitz in Kappeln integriert werden, jedoch als Assekuradeur weiterhin unter der bisherigen Marke agieren. Mitarbeiterstamm und Standort der Schwarzwälder Versicherung in Villingen-Schwenningen bleiben erhalten und sind nach wie vor operativ tätig. Auch für Versicherungsnehmer ändert sich durch die Fusion nichts: Bestehende Verträge behalten unverändert ihre Gültigkeit.

Die Fusion ermöglicht die Zusammenführung von Verwaltungsprozessen und vermeidet doppelte Strukturen. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit 15 Jahren eng zusammen, künftig werden Controlling, Verwaltung und IT noch stärker aufeinander abgestimmt. So entstehen stabile, effiziente Strukturen, die die Leistungsfähigkeit beider Unternehmen langfristig sichern.

Jens-Uwe Rohwer, Vorstand der Ostangler Brandgilde, sagt: „Beide Unternehmen sind wirtschaftlich solide aufgestellt. Durch die Fusion bündeln wir unsere Stärken im Versicherungsmarkt und gestalten Prozesse effizienter.“

Investition in IT und KI – Stärkung der Verwaltung

Unabhängig von der geplanten Fusion beteiligt sich die Ostangler Brandgilde gemeinsam mit mehreren kleinen und mittelständischen Versicherern am Erwerb und Ausbau des Kundenverwaltungssystems AGS. Der Kauf und die Weiterentwicklung des Systems erfolgen über die B&M Insurance IT GmbH & Co. KG.

Ziel des gemeinsamen IT-Vorhabens ist es, Sicherheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Datenverarbeitung zu gewährleisten – insbesondere vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, etwa im Rahmen von DORA. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die derzeit im AGS-Bereich tätig sind, werden übernommen.

Ab 2026 plant die Ostangler Brandgilde zudem, Künstliche Intelligenz schrittweise in Verwaltungsprozesse zu integrieren. Dafür werden gezielt Personal- und Finanzressourcen bereitgestellt. Der Fokus liegt auf der Automatisierung standardisierter Abläufe, der Verbesserung der Datenqualität und der Entlastung der Fachbereiche.

„In den vergangenen Jahrzehnten haben wir gezielt in Immobilien und Standorte investiert. Jetzt investieren wir konsequent in Prozesse und Systeme“, so Rohwer. „Das ist notwendig, um unsere Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern.“

Ostangler Brandgilde als Unternehmensgruppe wächst

Mit der geplanten Fusion setzen die Ostangler Brandgilde und die Schwarzwälder Versicherung auf Kontinuität, klare Strukturen und eine zukunftsfähige Organisation. Beide Häuser bringen ihre jeweiligen Erfahrungen und Marktkenntnisse in den Verbund ein und schaffen damit eine stabile Grundlage für die kommenden Jahre.

Die Ostangler Brandgilde setzt damit ihren Wachstumskurs als Unternehmensgruppe fort, den sie bereits Mitte 2025 mit der Fusion mit der LSH Versicherung eingeleitet hat.