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Ostthüringer Zeitung: Einigung zur Thüringer Hochschulfinanzierung. Sowohl der Finanzminister als auch der Kultusminister stimmen dem von Rektoren ausgehandelten Kompromiss zu

Gera. Der Weg für eine bessere Finanzierung der
Thüringer Hochschulen ist frei. Sowohl Finanzminister Wolfgang Voß
(CDU) als auch Kultusminister Christoph Matschie (SPD) sprechen sich
für den gleichen Vorschlag aus, den Universitäten und Hochschulen
nach 2016 einen regelmäßigen Mittelaufwuchs zu gewähren. Das
berichtet die Ostthüringer Zeitung (Dienstagausgabe).

Die Landesrektorenkonferenz hatte sich vorige Woche für eine
Variante ausgesprochen, die das Kultusministerium als Kompromiss
unterbreitet hatte: „Der Freistaat Thüringen wird den Empfehlungen
des Wissenschaftsrats folgen, wonach die Grundmittel der Hochschulen
sich jährlich in einem Umfang von einem Prozentpunkt oberhalb der
erwartbaren wissenschaftsspezifischen Tarif- und Kostensteigerungen
erhöhen“, lautet die abgesegnete Fassung.

„Ich begrüße den Kompromissvorschlag der Hochschulrektoren. Dieser
trifft eine gute Abwägung der verschiedenen Interessen“, sagte der
Finanzminister Voß auf Anfrage der Ostthüringer Zeitung. „Auf dieser
Grundlage steht aus meiner Sicht einer Zuleitung der
Hochschulentwicklungsplanung an den Landtag nichts mehr im Wege.“

Matschie freut diese Aussage. „Wenn Finanzminister Voß dem von mir
und den Thüringer Rektoren erarbeiteten Vorschlag zur künftigen
Hochschulfinanzierung jetzt zustimmt, begrüße ich das ausdrücklich“,
sagte der Kultusminister der Ostthüringer Zeitung. Mit der Strategie
2020 erhielten die Hochschulen Planungssicherheit sowie eine klare
und verlässliche Perspektive. Wenn auch Voß jetzt zu einer klaren
Finanzierungszusage für die Hochschulen stehe, „können wir die seit
Monaten fertige Strategie schon in der nächsten Kabinettssitzung
beschließen“.

Matschie setzte sich damit durch, den Hochschulen von 2016 bis
2020 einen besseren Ausgleich für steigende Kosten zu gewähren. Er
hatte sich Ende 2013 zunächst für einen pauschalen Aufwuchs von vier
Prozent eingesetzt, was aus heutiger Sicht der Empfehlung des
Wissenschaftsrats entspricht. Voß lehnte diese Pauschale ab. Er
verwies zwar auf den Wissenschaftsrat, wollte aber ursprünglich den
wachsenden Zuschüsse von den in Aussicht gestellten steigenden
Bundesmitteln abhängig machen.

„Mein Ziel ist, in Lehre und Forschung in der ersten Bundesliga zu
spielen“, sagte Matschie. Die Hochschulentwicklungsplanung schaffe
dafür die Voraussetzungen. Künftig erhalten die Hochschulen einen
Ausgleich für die Kostensteigerungen und zudem ein Prozent Aufwuchs
pro Jahr – dieser variable Aufwuchs entspricht den Vorstellungen von
Voß.

Pressekontakt:
Ostthüringer Zeitung
Redaktion Ostthüringer Zeitung
Telefon: +49 365 77 33 11 43
redaktion@otz.de

Weitere Informationen unter:
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