PKV-Atlas NRW: Privatpatienten sichern Praxen auf dem Land

Ein niedergelassener Arzt in Nordrhein-Westfalen erzielt im
Schnitt jährlich 60.500 Euro Mehrumsatz mit Privatpatienten, bundesweit sind es
nur 51.200 Euro. Das geht aus dem noch unveröffentlichten NRW-Regionalatlas des
Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) hervor, der der Düsseldorfer
“Rheinischen Post” (Samstag) vorliegt. Dabei sind die regionalen Unterschiede
groß: Spitzenreiter in NRW ist Coesfeld mit einem durchschnittlichen Mehrumsatz
von 108.333 Euro je Arzt und Jahr, gefolgt vom Rhein-Sieg-Kreis mit 98.048 Euro.
Am unteren Ende liegen Leverkusen mit 32.646 Euro  und Düsseldorf mit
37.359 Euro. Ein Kölner Arzt kommt im Schnitt auf 40.856 Euro, in Gelsenkirchen
sind es 49.265 Euro. Laut den PKV-Experten spielen dabei drei Faktoren eine
Rolle: der Anteil der Privatpatienten, ihr Durchschnittsalter und das
Kostenniveau in der Region. Verglichen wurde die Vergütung in 53 kreisfreien
Städten und Landkreisen von NRW. Am 30. Januar will der PKV-Verband den Atlas
vorstellen. “Privatversicherte tragen gerade auch in ländlichen Regionen
überproportional zum Fortbestand der Arztpraxen bei”, sagte Florian Reuther,
Direktor des PKV-Verbands, der Redaktion. Eine Einheitsversicherung für alle
würde zu keiner besseren Verteilung der Ärzte führen. “Wer die Mehrumsätze der
Privatpatienten streicht, gefährdet die medizinische Versorgung auf dem Land
noch stärker als in Städten.”

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