Potenzial im Event-Shopping: Marketing-Strategien für den Women–s Day

Am Sonntag ist Women–s Day: Diesen Aktionstag für Frauenrechte und
Gleichberechtigung nutzen immer mehr Händler als Shopping-Event, um durch
spezielle Marketing- und Werbeaktionen bei ihren Kundinnen zu punkten. Welche
Potenziale, aber auch Fallstricke darin liegen, erklären die Branchenexpertinnen
Nina Scharwenka und Frederike von Wissel von der globalen Strategie- und
Marketingberatung Simon-Kucher & Partners.

Am 8. März ist Women–s Day: Der internationale Frauentag soll weltweit auf
Frauenrechte und Geschlechtergleichstellung aufmerksam machen. Je bekannter der
Tag in der Bevölkerung wird, desto wichtiger ist er auch für den Handel. In den
letzten Jahren sind die Tage um den Women–s Day mehr und mehr zum Shopping-Event
avanciert. Händler nutzen den Anlass für speziell auf Frauen zugeschnittene
Marketing- und Werbeaktionen, vor allem in den Kategorien Mode und Kosmetik.

Preiswerte Plankäufe nehmen zu

Ein Themen-Tag wie der Women–s Day bietet Händlern großes Umsatzpotenzial, aber
er birgt – genau wie andere beliebte Shopping-Events – auch Risiken. Die
Ergebnisse unserer “Black Friday”-Studie aus dem vergangenen Herbst zeigen: Mit
steigender Bekanntheit nehmen auch Plankäufe zu. Wohlwissend, dass es zu einem
bestimmten Zeitpunkt Aktionen geben wird, halten Kunden ihre Einkäufe zurück
oder ziehen diese vor. Setzen Händler zu jedem Anlass Rabatte ein, drohen ihnen
dadurch Margenverluste oder sie geraten in eine Preisspirale.

Um dies zu vermeiden, raten wir Händlern, ihre Marketing- und Werbeaktionen für
das gesamte Jahr detailliert und zielgruppengerecht zu planen; sie müssen
frühzeitig entscheiden, wie sie welche Anlässe für bestimmte Produkte oder
Kategorien ideal nutzen können. Dabei ist der ersten Schritt, klar zu
definieren, welches Ziel sie erreichen möchten: mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr
Aufmerksamkeit, stärkere Profilierung? Erst wenn das klar ist, können Händler
die richtigen Maßnahmen einleiten. Dabei ist natürlich auch der Anlass
entscheidend: Ein internationaler Frauentag ist in seiner Bedeutung grundlegend
anders als zum Beispiel der Black Friday und erfordert schon deshalb einen
anderen, passgenauen Marketing-Ansatz.

Im nächsten Schritt müssen sie sich für die richtige Strategie entscheiden. Hier
liegt der Teufel im Detail, wie wir aus unserer Beratungserfahrung in der Mode-
und Kosmetikindustrie wissen. KPIs müssen exakt formuliert und die Maßnahmen
passgenau darauf ausgerichtet sein. Eine gute Datenbasis als Ausgangslage sowie
genaue Simulation sind für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend.

Erlebnis-Shopping, Rabattschlacht oder Image-Kampagne?

Dabei sind die Möglichkeiten, Women–s-Day-Aktionen erfolgreich durchzuführen,
sehr vielfältig und bewegen sich zwischen aufwendig inszenierten
Shopping-Erlebnissen, speziell für den Tag eingeführten Produkten und puren
Preisrabatten. Während einige Händler ganz auf den Entertainment-Faktor setzen
und Freundinnen beim Shoppen beispielsweise ein komplettes Umstyling inklusive
Sektumtrunk anbieten, investieren andere in Statement-Shirts mit Sammelcharakter
oder doch lieber in reine Preisnachlässe. Gerade bei Rabatten muss sich der
Händler fragen: Welche Produkte reduziere ich wie stark? Wo kann ich von Up- und
Cross-Selling-Effekten profitieren?

Eine schlechte Idee hingegen sind klischeebehaftete Aktionen etwa mit
preisreduzierten Reinigungsmittel und Staubsaugern. Sie widersprechen der Idee
der Geschlechtergleichstellung und werden höchstwahrscheinlich – wie in der
Vergangenheit bereits geschehen – vor allem in sozialen Medien eine Welle der
Empörung lostreten.

Erfolgreiche Unternehmen stellen das eigentliche Thema des Women–s Day – das
Empowerment von Frauen – besonders in den Fokus. Unserer Beobachtung nach nutzen
immer mehr Händler wie auch Markenhersteller die Botschaft des Women–s Day zur
Profilierung – etwa mittels eigens für den Tag kreierter
Statement-Kleidungsstücke. Auch abseits ihrer eigenen Produktpalette verbessern
Unternehmen ihr Image durch Frauentag-Aktionen, mit denen sie grundsätzlich
Frauen und ihren Tag zelebrieren. Informationen zum Women–s Day, starke feminine
Styling-Empfehlungen, Mode-Highlights speziell von weiblichen Designern:
Zahlreiche Maßnahmen ermöglichen es dem Handel, ungeachtet von Preisstrategien
starke Frauen zu feiern und so für Kundinnen attraktiver zu werden.

Händler müssen Woman–s Day (wie auch andere Aktionstage) individuell
interpretieren

Unsere Empfehlung lautet deshalb: Um das volle Potenzial von Aktionstagen für
sich zu nutzen, müssen Händler die Anlässe für sich, ihr Unternehmen und ihre
Kunden individuell passend ausgestalten. Das Vorgehen zahlreicher Unternehmen am
Women–s Day zeigt bereits: Erfolgreiche Firmen greifen den speziellen Charakter
des Tages auf und bieten ihrer Zielgruppe entsprechende Aktionen, die über
Produktangebot und Preisnachlässe weit hinausgehen.

Pressekontakt:

Für Interviewanfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen
gerne zur Verfügung:
Sabrina Müller (Communications & Marketing)
Tel.: +49 221 36794 128
E-Mail: sabrina.mueller@simon-kucher.com

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/78805/4537947
OTS: Simon-Kucher & Partners

Original-Content von: Simon-Kucher & Partners, übermittelt durch news aktuell

Sie muessen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben Einloggen


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis