Rheinische Post: SPD fordert Lohnuntergrenze für Auszubildende

Juso-Chef Kevin Kühnert hat eine
Lohnuntergrenze für Auszubildende verlangt. “Auszubildende lernen
nicht nur, sie leisten auch bereits Arbeit und tragen zum
wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei. Diese Arbeit ist uns
etwas wert: wenigstens eine Mindestausbildungsvergütung!”, heißt es
in einem gemeinsamen Gastbeitrag von Kühnert und Yasmin Fahimi,
Berichterstatterin für berufliche Bildung in der SPD-Fraktion, für
die Düsseldorfer “Rheinische Post” (Mittwoch). “Wer in einer
tarifgebundenen Branche arbeitet, hat Anspruch auf mindestens 80
Prozent der tariflich vereinbarten Vergütung, auch wenn der
Ausbildungsbetrieb selbst nicht tarifgebunden ist”, schreiben Kühnert
und Fahimi. Und für den “unerfreulichen Fall”, dass nicht auf
tariflich ausverhandelte Vergütung zurückgegriffen werden könne,
müsse man eine “ordentliche Untergrenze einziehen, wie beim
Mindestlohn”. Zudem fordern die beiden Autoren freie Tage vor
Prüfungen für Auszubildende sowie spätestens drei Monate vor
Ausbildungsende Klarheit über einen möglichen Anschlussvertrag im
Betrieb. Der Bildungsministerin werfen Kühnert und Fahimi
Versäumnisse bei der Reform des Berufsbildungsgesetzes vor. Karliczek
scheine “nicht in der Lage zu sein, das Gesetz professionell auf den
Weg zu bringen”, so die SPD-Politiker in ihren Beitrag. “Weder
handwerklich, noch inhaltlich bringt sie den Prozess voran. Ein
Trauerspiel!”

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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