Als aussichtsreichter Kandidat im Rennen um die
Evonik-Tochter Steag gilt eine Stadtwerke-Holding aus NRW, wie die in
Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Donnerstagausgabe) aus
Finanzkreisen erfuhr. Zu der Holding gehören die Stadtwerke Duisburg,
Bochum, Essen, Dortmund und Saarbrücken, hinter ihr steht die
Allianz. Die Stadtwerke wollen den fünftgrößten deutschen
Stromerzeuger (4800 Mitarbeiter) übernehmen.
Die Stadtwerke-Holding verfüge über viel politischen Rückenwind,
heißt es. Die neue rot-grüne Landesregierung will das
Gemeindewirtschaftsgesetz ändern und den Stadtwerken wieder erlauben,
sich außerhalb ihres Versorgungsgebietes zu engagieren.Das hatte
einst die Regierung Rüttgers verboten.
Evonik geht mit drei Bietern in die letzte Runde: Neben der
Stadtwerke-Holding auch das Entsorgungsunternehmen Remondis und die
türkische Park-Holding. Die Gebote sollen bei um die vier Milliarden
Euro liegen, heißt es in Finanzkreisen weiter.
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