Röttgen legt bei Machtanspruch nach: “Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur gehören zusammen”

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen will im Fall einer
Wahl zum Vorsitzenden auch Kanzlerkandidat der CDU werden. “Parteivorsitz und
Kanzlerkandidatur gehören zusammen”, sagte Röttgen der Düsseldorfer “Rheinischen
Post” und dem Bonner “General-Anzeiger” (Donnerstag). “Es kann den Vorsitz
nicht ohne den Anspruch auf die Kanzlerkandidatur geben”, betonte der
54-Jährige. Röttgen drang erneut auf eine schnelle Lösung der Machtfrage in der
CDU. “Es sollte einen Sonderparteitag deutlich vor der Sommerpause geben,
spätestens im Juni, besser noch im Mai.” Zugleich wiederholte er seine Forderung
nach einem Mitgliederentscheid über den Parteivorsitz. “Ich war schon immer und
bin auch jetzt für eine Mitgliederbefragung, und die ist auch möglich, ohne dass
sich die Entscheidung weit hinausschiebt”, sagte Röttgen. Er forderte seine
Konkurrenten zu einer offenen Positionierung auf. “Jeder andere Ansatz, erstens
zu taktieren, zweitens es nicht inhaltlich politisch zu begründen, und drittens
irgendetwas zu tun, was hinter verschlossenen Türen stattfindet, kann doch
diesem notwendigen Anspruch, die personelle und inhaltliche Erneuerung zu
verwirklichen, nicht gerecht werden.”

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