Schaltzentrale Darm: Gesundheit mit richtiger Ernährung fördern

Die Veranstalter bedanken sich für die spannende Diskussion und die lehrreichen Vorträge.
 

Das etablierte Bürger- und Expertenforum „Lebensmittel von morgen“ fand erneut im Rahmen der Messe „Gesundheitstage Bodensee“ im Bodenseeforum Konstanz statt. Rund 85 Teilnehmer kamen zur neunten Auflage des Formats zusammen, um sich über die „Schaltzentrale Darm“ und gesunde Ernährung zu informieren. Als erste referierte Frau Prof. Katharina Scherf vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für angewandte Biowissenschaften, über alte Getreidesorten und deren Potential für unsere Ernährung. So unterscheiden sich Dinkel, Emmer oder Einkorn in der Zusammensetzung ihrer Inhaltstoffe vom sogenannten Brotweizen, was sie für manche Patienten verträglicher machen könnte. Für konkrete Empfehlungen fehlen laut Prof. Scherf aber noch weitere Untersuchungen.

Im zweiten Vortrag präsentierte die Dipl. Ernährungswissenschaftlerin Gabriele H. Wolf aus Konstanz, welche zentrale Rolle der Darm für die Gesundheit hat und wie man die Darmgesundheit fördern kann. Durch falsche Ernährung, Nahrungsmittelzusätze, Medikamente und Stress würde der Darm oft geschädigt, was zu Folgeerkrankungen wie Allergien, Unverträglichkeiten und Entzündungen führen könne. Gabriele Wolf empfahl daher Pro- und Präbiotika, um die Darmflora zu stärken.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die beiden Referierenden gemeinsam mit Dr. med. Gabriele Lenz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Akupunktur und Naturheilverfahren, über den Einfluss von Ernährung auf die Gesundheit. Die Expertinnen gaben auch Tipps, wie jeder etwas für seinen Darm und seine Gesundheit tun könnte. Dr. Lenz empfahl frische, unverarbeitete und regionale Lebensmittel, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Zusätzlich riet sie zum Verzicht auf Weizen, da dieser Entzündungen im Darm fördere. Gabriele Wolf betonte, dass gerade für Patienten mit Unverträglichkeiten eine individuell angepasste Ernährung großes Potential bietet, chronische Entzündungen oder schwerere Erkrankungen wie Zöliakie in den Griff zu bekommen.

Im Anschluss an das Forum hatten die Besucher die Möglichkeit, sich an den zahlreichen Messeständen der „Gesundheitstage Bodensee“ zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen zu informieren. Auch hier gab es Stände, bei denen das Thema Ernährung im Fokus stand.

(Quelle: Pressemeldung BioLAGO, 19.03.2020)

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