Schnelle Lösung gesucht / Kommentar von Christian Latz zur S21

Kurzform: Wer sich morgens in überfüllten Bahnen drängelt, oder
von seinem Haus am Stadtrand ohne Auto kaum wegkommt, hat von den besten Plänen
nichts, wenn sie erst in 15 Jahren umgesetzt sind. Für die nächsten Jahre kommt
kurzfristig daher nur ein Verkehrsmittel in Frage: Busse. Damit die nicht jeden
Tag im dichten Stadtverkehr stecken bleiben, kann der Ausbau der Busspuren gar
nicht schnell genug vorangehen. Während die Berliner hoffentlich bald im Bus
zügig durch die Stadt kommen, können sie ja bereits davon träumen, dass
irgendwann alles besser wird.

Der vollständige Kommentar: Die Bundestagsverwaltung und die Deutsche Bahn haben
sich nun auch offiziell auf eine Trassenführung für den Tunnel der neuen
S-Bahnlinie S21 unter dem Regierungsviertel geeinigt. Eine wichtige Nachricht
für Berlin, jetzt kann es auf dem zweiten Bauabschnitt des Mammutprojekts
endlich weitergehen, der zweite Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn durch die City gebaut
werden. Ein Blick auf den Zeitplan dämpft jedoch die Euphorie: Nach derzeitigem
Stand der Senatsverkehrsverwaltung rollen wohl erst im Jahr 2035 die ersten
S-Bahnen unter dem Regierungsviertel – weitere Verzögerungen sind bei 15 Jahren
Planungshorizont nicht ausgeschlossen. Ein Infrastrukturprojekt dieser
Größenordnung, zudem an einer so sensiblen Stelle, benötigt Zeit. Keine Frage.
Der Druck auf den öffentlichen Nahverkehr in Berlin ist jedoch schon jetzt
riesig. Und er wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Klar ist, dass
künftig mehr Menschen als heute ohne Auto ihr Ziel erreichen sollen. Damit das
in Zukunft komfortabler geht, ja überhaupt zu stemmen ist, sind Projekte wie die
S21 oder neue Bahnstrecken ins Umland im Rahmen de Konzepts “i2030”
unerlässlich. Um die aktuellen Probleme des ÖPNV in Berlin zu lösen, hilft das
jedoch nicht. Schnelle Hilfe brauchen viele Menschen in und um Berlin jetzt. Wer
sich morgens in überfüllten Bahnen drängelt, oder von seinem Haus am Stadtrand
ohne Auto kaum wegkommt, hat von den besten Plänen nichts, wenn sie erst in 15
Jahren umgesetzt sind. Für die nächsten Jahre kommt kurzfristig daher nur ein
Verkehrsmittel in Frage: Busse. Damit die nicht jeden Tag im dichten
Stadtverkehr stecken bleiben, kann der Ausbau der Busspuren gar nicht schnell
genug vorangehen. Während die Berliner hoffentlich bald im Bus zügig durch die
Stadt kommen, können sie ja bereits davon träumen, dass irgendwann alles besser
wird.

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