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Snowden, Kullo und Entrepreneurship (FOTO)


 


Seit dem NSA-Überwachungsskandal hat sich unsere Art zu
kommunizieren stark verändert. Wir überlegen plötzlich, was wir wo
über uns preisgeben möchten. Die einzige Möglichkeit, seine
Nachrichten vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen, sei es,
mithilfe eines Services mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu
kommunizieren. So Edward Snowden. Und wer sollte das besser wissen,
als der bekannteste Whistleblower unserer Zeit?

Vielleicht Christian Schachmann, der gemeinsam mit Simon Warta und
Daniel Seither hinter dem Software-Startup Kullo steckt. Das
Besondere: Die drei bieten eine benutzerfreundliche
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie Edward Snowden empfiehlt. Und
dabei setzen die drei Jungunternehmer auf etablierte
Verschlüsselungsalgorithmen, die unter anderem vom Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik als sicher eingestuft werden:
„Der Verschlüsselungscode existiert bereits. Wir haben aber eine
benutzerfreundliche Maske dafür entwickelt, die jeder bedienen kann“,
so Schachmann. Das Ziel dahinter gleicht einer Lebensphilosophie:
„Wir glauben an eine sichere Kommunikation und wollen diese jedermann
zugänglich machen und diesen Standard weltweit etablieren. Deswegen
machen wir das!“

Eine sichere Alternative zur klassischen E-Mail

Christian Schachmann ist ein Drittel dieses „Wir“ und studierte
Medien- und Kommunikationsmanagement an der Hochschule Fresenius in
Idstein. Für ein Studienprojekt betreute er die Website von Simon
Warta und Daniel Seither, den Gründern von Kullo. Die Chemie stimmte
und so machte er sich gleich nach seinem Bachelor-Abschluss 2014
selbstständig und ist nun für das Marketing bei Kullo verantwortlich
– und das mit Erfolg: „Noch während des Studiums habe ich mich mit
Brand Marketing beschäftigt und mir unter anderem das Konzept von
Apple angesehen. Dann habe ich ein Marketingkonzept für Kullo
entwickelt. Nach vier Wochen kam eines der führenden
Telekommunikationsunternehmen Deutschlands auf uns zu und fragte, ob
wir nicht mal unser Produkt vorstellen wollen“, erzählt Schachmann.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verbindet zwei abgesicherte
Bereiche miteinander. Die Verschlüsselung der Software erfolgt direkt
auf dem Endgerät und verlässt dieses auch nicht. Zudem ist das
Protokoll offen. Das bedeutet, dass jeder seine eigene Software
schreiben und die Verschlüsselung dahinter nachvollziehen kann.
„Kullo ist eine sichere Alternative zur klassischen E-Mail“, erklärt
Schachmann. Das Versprechen einer 100-prozentigen Sicherheit findet
sich in Namen und Logo des Unternehmens wieder: Kullo kommt aus dem
afrikanischen und bedeutet übersetzt Geheimnis. Die Raute, oder das
Hashtag, zeigt einen deutlich abgegrenzten Bereich.

Anwendung wird das Kommunikationssystem im Small-Business-Bereich
finden, dazu zählen kleine und mittelständische Unternehmen,
Agenturen sowie Ärzte. Erste Aufträge liegen bereits vor.

Nicht nur im Handwerk kann man sich selbstständig machen

Sich direkt nach seinem Bachelor-Abschluss selbstständig zu
machen, erschien Schachmann als logische Konsequenz. Zwar arbeitet er
für Kullo bisher ohne festes Gehalt und hält sich mit der Beratung
von Unternehmen zu Brand Marketing über Wasser, er glaube aber fest
an das Konzept von Kullo. Und das aus gutem Grund: 2014 gründete sich
das Unternehmen Kullo Secure Communication, präsentierte sich auf der
CeBIT, gewann den Startup-Wettbewerb der Startup Live Hamburg 2012
und befindet sich derzeit in der Early-Access-Phase.

Mittlerweile erhält das Startup auch ein Gründerstipendium der
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung in Berlin,
weshalb es in die Landeshauptstadt gezogen ist. Es sei alles andere
als leicht, ein Internetunternehmen in Deutschland zu gründen.
Während im Silicon Valley ein weltweit agierender Online-Konzern nach
dem anderen aus dem Boden schießt (wie zum Beispiel Google, Amazon
und Facebook), sieht es in Deutschland eher mau aus. „Irgendwie hat
es sich noch nicht überall herum gesprochen, dass man sich auch mit
einem Internetunternehmen und nicht nur als Schreiner selbstständig
machen kann“, beschreibt Schachmann seine Erfahrungen. Er war sich
aber immer bewusst, dass es kein Spaziergang werden würde, ein
Unternehmen zu gründen und zu führen: „Man muss seine Komfortzone
verlassen, risikobereit sein, darf sich nicht zu schnell zufrieden
geben und muss den Erfolg unbedingt wollen.

Dass er als Kind keinen Berufswunsch hatte, erklärt sich wenn man
den Jungunternehmer heute über Startups und Gründergeist reden hört.
Mit einer ebenfalls selbstständigen Mutter und einem Koch als Vater,
stand er schon früh auf eigenen Beinen. Entrepreneurship sei eine
Lebenseinstellung: „Es gibt Eigenschaften, die einen Entrepreneur
ausmachen: Dazu gehört, nicht zu allem Ja zu sagen. Man muss sich
bewusst sein, dass man oft aneckt und viel kritisiert wird. Zu Beginn
investiert man mehr als man verdient. Man muss das Risiko in Kauf
nehmen, viel an sich selbst arbeiten und zu 100 Prozent hinter der
Idee stehen. Es ist ein schmaler Grat: Man muss groß denken ohne den
Realismus dahinter zu verlieren.“

Steve Jobs– „Stay hungry, stay foolish“ gelte auch für ihn.
„Foolish“ allerdings nur im geringen Maße: Schachmann geht auf Nummer
sicher und studiert an der Hochschule Fresenius in Köln den Master
Media Management & Entrepreneurship (M.A.). Der Businessplan von
Kullo ist Inhalt seiner Masterarbeit.

Edward Snowden zu Ende-zu-Ende-Verschlüsselung:
http://ots.de/fvlv2

Pressekontakt:
Hochschule Fresenius
www.hs-fresenius.de

Standort Idstein
Limburger Straße 2
65510 Idstein

Ansprechpartner:
Mareike Schrenk
Tel. +49 (0)6126. 93 50 – 952
Mareike.schrenk@hs-fresenius.de
www.hs-fresenius.de

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