Während im US-Bundesstaat Colorado seit
Jahresbeginn Marihuana frei verkauft werden darf, sind die Deutschen
strikt gegen eine Aufweichung der bestehenden Gesetze. In einer
Umfrage für das Hamburger Magazin stern erklärten fast zwei Drittel
(65 Prozent), der Verkauf von Marihuana und Hasch sollte wie bislang
verboten bleiben. 29 Prozent würden eine liberale Regelung wie in
Colorado begrüßen. 6 Prozent haben keine Meinung.
Für ein Verbot treten mehrheitlich die Anhänger von Union (79
Prozent), SPD (62 Prozent) und der Linken (51 Prozent) ein. Nur die
Wähler der Grünen befürworten mehrheitlich eine Freigabe dieser
Drogen: 51 Prozent von ihnen fänden das gut, 42 Prozent lehnen dies
ab.
In Colorado dürfen seit dem 1. Januar Bürger über 21 Jahre legal
Marihuana kaufen und konsumieren. Es ist der erste US-Staat, der den
Verkauf zu nicht-medizinischen Zwecken freigegeben hat. Der
Westküstenstaat Washington will im Laufe dieses Jahres folgen. In
beiden Fällen hatten die Bürger in einem Referendum die Legalisierung
durchgesetzt.
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 2. und 3. Januar 2014
für den stern 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch
eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.
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