Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur deutschen Politik in Europa

Man wünschte, dass sich die deutsche Politik
stärker an der Richtungsdebatte beteiligt und nicht auf das
Ausformulieren von Europawahlprogrammen oder Austarieren der
Vorschläge anderer EU-Akteure beschränkt. Zwar gibt es gute
historische Gründe dafür, dass Deutschland nicht die Tonlage in
Europa vorgeben will – als eigene Stimme vernehmbar zu sein wäre
dennoch wichtig. Auch der Bundesrepublik täte eine Debatte über
europäische Reformansätze gut. Ein langweiliger Wahlkampf mit vagen
Europabekenntnissen ist nicht mehr zeitgemäß und wird die Bürger
kaum an die Wahlurnen locken. Vom französischen Staatspräsidenten
Emmanuel Macron kann die deutsche Politik mindestens in puncto
Europamarketing noch viel lernen.

Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

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