
Eitorf, 31.03.2026 – Mit einem gut besuchten Workshop ist die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Eitorf am Freitag in den Beteiligungsprozess zur Entwicklung der Talachse gestartet. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger brachten sich aktiv ein, diskutierten intensiv mit den Planerinnen und Planern und machten deutlich, wie groß das Interesse an der Zukunft Eitorfs ist.
Von Beginn an war die hohe Beteiligung spürbar. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, ihre Perspektiven einzubringen, konkrete Hinweise zu geben und eigene Ideen zu formulieren. Der Austausch war lebhaft, konstruktiv und von dem gemeinsamen Anspruch getragen, die Entwicklung Eitorfs aktiv mitzugestalten.
Im Mittelpunkt des Workshops standen drei Zukunftsbilder, die als Orientierungsrahmen für die kommenden Planungsschritte dienen. Sie zeigen unterschiedliche Entwicklungspfade auf, die im weiteren Prozess vertieft, kombiniert und konkretisiert werden können.
Das Zukunftsbild „Starke Mitte“ legt den Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der Eitorfer Innenstadt. Ziel ist eine lebendige Mitte mit Handel, Dienstleistungen und Treffpunkten, ergänzt durch funktional angebundene Gewerbestandorte entlang der Talachse.
Mit dem Ansatz „Die Sieg und ihre Bänder“ rückt die landschaftliche Qualität in den Fokus. Die Sieg und ihre Uferbereiche werden als verbindendes Element gedacht mit attraktiven Aufenthaltsorten, Freizeitmöglichkeiten sowie durchgängigen Rad- und Fußwegen.
Die „Perlenschnur produktiver Quartiere“ setzt auf eine enge Verzahnung von Wohnen und Arbeiten entlang der Talachse. Moderne Gewerbeflächen, kurze Wege und vernetzte Standorte sollen neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen und gleichzeitig die Lebensqualität stärken.
Die fachliche Begleitung durch das beauftragte Planungsteam aus Dortmund zeigte sich dabei als klar strukturierend und zugleich offen für die Impulse aus der Bürgerschaft. Die vorgestellten Zukunftsbilder bauen auf einer fundierten Analyse auf und führen unterschiedliche Perspektiven systematisch zusammen. Die Planerinnen und Planer verstehen sich dabei als Moderatoren eines Prozesses, der die lokalen Erfahrungen und Erwartungen gezielt einbindet.
In der Auswertung des Abends zeichnet sich ein erstes Stimmungsbild ab. Es gibt erkennbare Präferenzen, zugleich aber auch ein großes Interesse an allen drei Ansätzen sowie an möglichen Kombinationen. Die Rückmeldungen zeigen, dass die verschiedenen Perspektiven nicht als Gegensätze verstanden werden, sondern als Bausteine für eine gemeinsame Entwicklung.
Deutlich wurde dabei auch, dass eine erfolgreiche Entwicklung der Talachse ohne eine Stärkung der wirtschaftlichen Basis nicht gelingen wird. Zukunftsfähige Arbeitsplätze, moderne Gewerbeflächen und eine starke lokale Wirtschaft sind zentrale Voraussetzungen, um die Lebensqualität langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. „Hier sind wir gefordert,“ betont Wirtschaftsförderin Lydia Reinhardt.
Der gelungene Auftakt bestätigt, dass das Projekt Talachse auf dem richtigen Weg ist. Die Kombination aus fachlicher Expertise, transparenter Kommunikation und aktiver Beteiligung schafft eine belastbare Grundlage für die nächsten Schritte. „Genau eine solche brauchen wir“, ergänzt Reinhardt, „denn die Umsetzung des Projekts ist ein Marathon und kein Sprint.“
Um auch denjenigen eine Chance zu geben, die am Freitag nicht vor Ort sein konnten, ist ab sofort eine Online-Beteiligung möglich. Jeder, der möchte hat die Möglichkeit, die drei Zukunftsbilder noch einmal in Ruhe zu betrachten, zu bewerten und zu kommentieren. Gefragt sind Einschätzungen, Hinweise und Ideen, die in die weitere Ausarbeitung des Strukturkonzepts einfließen.
Die Online-Beteiligung läuft noch bis zum 18.04.2026. Weitere Informationen und Teilnahme hier.