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Tankmonat Januar 2019: Sturzflug der Kraftstoffpreise

Städteranking Spritkosten Januar 2019 (c) infoRoad GmbH / Clever Tanken
 

„So niedrig wie im Januar ist die Differenz zwischen durchschnittlichem Benzin- und Dieselpreis seit Dezember 2013 (9,39 Cent) nicht gewesen“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken. „Für Fahrer von Benzin-Pkw ist das eine erfreuliche Entwicklung. Dass sie aufgrund der Wettbewerbssituation mancherorts sogar weniger pro Liter zahlten als Dieselfahrer, liegt vor allem an der kalten Witterung, die die Heizölnachfrage und damit die Dieselpreise treibt.“

Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer im Januar durchschnittlich 317,57 Euro. Das waren rund 19,73 Euro weniger als im Dezember und sogar rund 47 Euro weniger als im November, dem teuersten Tankmonat 2018. Dieselfahrer zahlten für vier Tankfüllungen à 60 Liter 295,68 Euro – und damit etwa 16,34 Euro weniger als im Vormonat sowie rund 46 Euro weniger als im November 2018.

Teuerster Tanktag für Super E10 war Dienstag, der 1. Januar 2019. Im bundesweiten Schnitt wurden an diesem Tag pro Liter 1,3470 Euro aufgerufen. Diesel war mit 1,2400 Euro pro Liter am teuersten am Sonntag, den 20. Januar. Am günstigsten hingegen war Super E10 am Donnerstag, den 31. Januar (1,2990 Euro). Diesel kostete am wenigsten am Freitag, den 4. Januar (1,2210 Euro).

Bremen zum vierten Mal in Folge
günstigste Tankstadt

Beim Vergleich der 20 größten deutschen Städte von Clever Tanken belegte für die Sparte Super E10 zum vierten Mal in Folge Bremen den ersten Platz. 1,2859 Euro kostete der Liter hier im Schnitt. Auf den Plätzen zwei und drei der günstigsten Super-E10-Städte folgten Hannover (1,2904 Euro) und Berlin (1,2966 Euro). Hamburg ist mit 1,2972 Euro pro Liter zum ersten Mal nach zwölf Monaten dauerhafter Präsenz in den Top drei auf Platz vier abgerutscht.

Am meisten zahlten Autofahrer pro Liter Super E10 im Januar in Köln (1,3364 Euro), Nürnberg (1,3345 Euro) und Bielefeld (1,3320 Euro). Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten im günstigen Bremen 308,62 Euro – und damit 12,12 Euro weniger als im teuren Köln.

Für Dieselkraftstoff wurde im Schnitt am wenigsten bezahlt in Leipzig (1,1845 Euro), Dresden (1,1913 Euro) und Bochum (1,1938 Euro). Am teuersten war Dieselkraftstoff hingegen in Nürnberg (1,2907 Euro), München (1,2615 Euro) und Stuttgart (1,2485 Euro). Alle drei Städte hatten bereits im Dezember jeweils denselben Platz belegt.

Wie geht es weiter?

Interessant dürften nach den Worten von Steffen Bock die kommenden Wochen werden. „So heizt der aktuell schwache US-Dollar die Nachfrage von Investoren außerhalb des Dollarraums an, da Rohöl für sie günstiger geworden ist – das lässt die Rohölpreise steigen. Darüber hinaus setzen die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und verbündete Produzenten wie Russland ihre Ende 2018 beschlossen Förderkürzungen durch, um den Preisverfall zu stoppen. Hinzu dürfte die hohe Heizölnachfrage auch im Februar anhalten. Dem gegenüber stehen die Turbulenzen in Venezuela. Ein Machtwechsel dort würde das Überangebot auf dem Markt verstärken – und die Preise ins Rutschen bringen“, erklärt Steffen Bock.

Im Umfeld dieser Spannungen rät Bock Autofahrern dazu, die Preise entlang geplanter Fahrtrouten regelmäßig via App, Navigationsgerät oder Internet zu vergleichen. So können sie in jedem Fall sparen – auch bei steigenden Preisen. Beachten sollten sie dabei die teilweise enormen Sprünge im Tagesverlauf. Am günstigsten ist Kraftstoff derzeit nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr sowie am Abend zwischen 19 und 22 Uhr.

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