Tarifverdienste 2019: +3,2 % gegenüber dem Vorjahr

Die Tarifverdienste in Deutschland sind im Jahr 2019 im
Durchschnitt um 3,2 % gegenüber 2018 gestiegen. Dies geht aus dem Index der
tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen hervor. Das
vorläufige Ergebnis in der Pressemitteilung vom 12. Dezember 2019 (+3,1 %) wird
damit leicht nach oben korrigiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
weiter mitteilt, stiegen die Tarifverdienste ohne Sonderzahlungen im Jahr 2019
im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die
Verbraucherpreise um 1,4 %.

Überdurchschnittlich erhöhten sich die monatlichen Tarifverdienste
einschließlich Sonderzahlungen im Jahr 2019 vor allem im Bereich Land- und
Forstwirtschaft, Fischerei (+3,6 %) sowie im Bereich Erziehung und Unterricht
(+3,5 %), wo sich im Jahr 2019 vor allem die gestiegenen Landesbesoldungen
bemerkbar machten. Auch in der Branche Verkehr und Lagerei sowie im
Verarbeitenden Gewerbe (jeweils +3,3 %) stiegen die Tarifverdienste
einschließlich Sonderzahlungen 2019 überdurchschnittlich. Der Anstieg der
Tarifverdienste im Verarbeitenden Gewerbe ist vor allem auf Sonderzahlungen in
der Metall- und Elektroindustrie zurückzuführen. Hier wurde im 3. Quartal 2019
ein tarifliches Zusatzgeld (“T-ZUG” laut Tarifvertrag) in Höhe von 27,5 % eines
Monatsentgeltes sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro gezahlt.
Unterdurchschnittliche Tariferhöhungen waren 2019 unter anderem im Handel (+2,4
%), bei der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+1,9 %)
sowie im Bereich Information- und Kommunikation (+1,8 %) zu beobachten.

Im 4. Quartal 2019 waren die monatlichen Tarifverdienste einschließlich
Sonderzahlungen um 2,1 % höher als im Vorjahresquartal. Überdurchschnittliche
Tariferhöhungen gab es im 4. Quartal 2019 unter anderem bei den sonstigen
wirtschaftlichen Dienstleistungen (+3,5 %) und in den Branchen Energieversorgung
sowie Erziehung und Unterricht (jeweils +3,1 %). Unterdurchschnittlich stiegen
die Tarifverdienste im Vergleich zum Vorjahresquartal insbesondere im
Verarbeitenden Gewerbe (+0,4 %). Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass
für die Metall- und Elektroindustrie im Rahmen der Tarifrunde 2019 neben den
oben genannten Sonderzahlungen keine prozentuale Tariferhöhung vereinbart wurde.

Weiterführende Informationen

Detaillierte Daten zur Tarifentwicklung in ausgewählten Wirtschaftszweigen
bietet die Fachserie 16, Reihe 4.3 (Tarifindex). Die dazugehörende
Veröffentlichung “Lange Reihe” enthält zusätzliche Angaben zu den tariflichen
Stundenverdiensten mit und ohne Sonderzahlungen in der Gesamtwirtschaft
gegliedert nach Leistungsgruppen und Geschlecht. Die vollständigen Quartals- und
Jahresergebnisse können in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen
“Vierteljährlicher Index der Tarifverdienste” (62221-0001) und (62221-0002)
abgerufen werden, die Ergebnisse des monatlichen Index der Tarifverdienste über
die Tabelle “Monatlicher Index der Tarifverdienste” (62231-0001). Eine Übersicht
samt Schaubild über die aktuellen Tarifabschlüsse und eine Zusammenstellung
ausgewählter Öffnungsklauseln im 1. und 2. Halbjahr 2019 enthält die Fachserie
16, Reihe 4 (Tarifverdienste).

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen
sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Weitere Auskünfte:
Tarifverdienste,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 43 27
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt

Pressestelle

Telefon: +49 611-75 34 44
www.destatis.de/kontakt

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/32102/4532947
OTS: Statistisches Bundesamt

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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