Steuerhinterziehung: NRW-Justizminister Kutschaty fordert Unternehmensschließungen

Der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) fordert schärfere Strafen für Unternehmen, die, wie im Fall von Schweizer Banken, "enorme Profite" durch Beihilfetaten erwirtschaften. "Wir sind eines der wenigen Länder weltweit, die kein Unternehmensstrafrecht kennen", sagte Kutschaty dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Fast alle europäischen Nachbarn hätten entsprechende Gesetze und die angloamerikanischen Länder

ThyssenKrupp-Chef Hiesinger will Konzernumbau vorantreiben

ThyssenKrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger treibt den Umbau des Essener Traditionskonzerns voran. "Unser Ziel ist es, ThyssenKrupp weiter zu einem breit aufgestellten Technologiekonzern umzubauen", sagte Hiesinger den Zeitungen der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe). "Wenn wir uns von unseren Stahlwerken in Brasilien und in Alabama getrennt haben, hat der Stahl einen Anteil von rund 30 Prozent am Konzernumsatz. Das ist eine sehr gute Mischung fü

Rösler verteidigt Strompreis-Sonderregelungen für Industrie

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Bedeutung wettbewerbsfähiger Energiepreise in Deutschland und Strompreis-Sonderregelungen für besondere Industriezweige hervorgehoben. In einem Interview für die "Leipziger Volkszeitung" (Samstagausgabe) sagte der FDP-Vorsitzende: "Ich bin es langsam leid, dass man sich ständig dafür rechtfertigen muss, gleichermaßen für Wachstum und Beschäftigung zu kämpfen." Die Koaliti

Roland Berger fordert Deregulierung und privates Wachstumsprogramm für Europa

Roland Berger, Gründer der gleichnamigen Unternehmensberatung, wirft der Politik vor, die Euro-Krise zu verschärfen, und fordert ein privat finanziertes Wachstumsprogramm für den Kontinent: "Wir brauchen ein privat finanziertes, marktwirtschaftliches Wachstumsprogramm. Weltweit stehen dafür geschätzt 170.000 Milliarden Euro privates Vermögen bereit. Investoren suchen händeringend Anlagemöglichkeiten", sagte Berger, der inzwischen Ehrenvorsitzende

Studie: Opel verliert fast 1.000 Euro pro Auto

Eine Studie hat herausgefunden, dass der Automobilhersteller Opel 938 Euro pro verkauftem Auto verliert. Das wurde von dem CAR Institut der Universität Duisburg Essen ermittelt, berichten die Zeitungen der "WAZ Mediengruppe". Opel stehe damit am Ende der Skala. Porsche verdient im reinen Autogeschäft pro verkauftem Fahrzeug mit Abstand das meiste Geld, vor Steuern 16.826 Euro pro Auto. Auf Porsche folgen die drei deutschen Premiummarken in der Reihenfolge BMW, Audi und Merced

Zeitung: Opel erwägt 28-Stunden-Woche

Der Autobauer Opel soll eine Verringerung der Wochenarbeitszeit für Tausende Beschäftigte in der Produktion im Stammwerk Rüsselsheim von 35 Stunden auf 28 Stunden anpeilen. Das schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in der Samstagsausgabe. Grund dafür soll der dramatische Absatzrückgang sein, der den Autohersteller zu einer Produktionsdrosselung zwingt. Verbunden wäre die Arbeitszeitverkürzung im Extremfall mit einer Lohnkürzung um ebenfal

Größter Charterreeder weist Forderung nach Staatshilfe zurück

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) hat die Forderung nach Staatshilfe zurückgewiesen, da sie in den eigenen Reihen auf Widerstand gestoßen ist. "Es ist nicht Aufgabe des Staates, hier zu intervenieren. Die Unternehmen sollten ihre Probleme selbst lösen", sagte der Hamburger Reeder Claus-Peter Offen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Offen ist der größte Anbieter von Container-Tonnage der Welt. Der VDR hatte die Bundesregierung aufgefordert, ange

Gastgewerbeumsatz im Juni gesunken

Der Gastgewerbeumsatz in Deutschland ist im Juni real um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Im Vergleich zum Vormonat Mai sank der Um­satz real um 1,3 Prozent. Der Umsatz im Beherbergungsgewerbe blieb unverändert. Die Gastronomie setzte real 0,5 Prozent weniger um als im Vorjahres­monat. Innerhalb der Gastronomie stieg der Umsatz der Caterer um 2,7 Prozent. Im gesamten ersten Halbjahr setzten die Gastgewerbeuntern

Roland Koch warnt vor Euro-Scheitern: „Null ist nicht 1990. Null ist 1945“

Mit einem eindringlichen Appell warnt Roland Koch, der Vorstandsvorsitzende des Dienstleistungs- und Baukonzerns Bilfinger-Berger, vor einem Scheitern der gemeinsamen Währung. Ein Zerstören des Euro würde das Zusammenwachsen Europas auf Null stellen: "Null ist aber nicht 1990. Null ist 1945", sagte Koch der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Niemand solle deswegen ein Scheitern oder auch nur einen Austritt Griechenlands anstreben. "Der europ&aum

Facebook-Aktie stürzt um über fünf Prozent ab

Die Aktie des sozialen Netzwerks Facebook ist im Donnerstagshandel in New York um mehr als fünf Prozent abgestürzt. Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) pendelte das Papier um die Marke von 20 US-Dollar. Als das Unternehmen von Mark Zuckerberg Mitte Mai an die Börse ging, waren die Anteilsscheine zeitweise 45 US-Dollar wert. Das bedeutet einen Wertverlust von mehr als 50 Prozent binnen drei Monaten. Hintergrund des neuerlichen Kursrückgangs ist eine am Donnerstag ausgelaufene H